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„Linie 1“: Quietschgelb und Marke Eigenbau

: Quietschgelb und Marke Eigenbau
Die U-Bahn „Linie 1“ ist ein Meisterstück aus der Bühnenbau-Werkstatt der Freilichtspiele.

Mit „Gertrud“ historischer Schauplatz, bei „Simba“ afrikanische Savanne und jetzt Berliner U-Bahn-Milieu: Die Freilichtspiele Bad Bentheim wechseln 2015 rasant Kostüme und Kulissen. Am 27. Juni hat „Linie 1“ Premiere.

Bad Bentheim. Die dicke „Emma“ ist kaum wiederzuerkennen. Statt dickbauchig und schwarz ist die Lok von Lukas dem Lokomotivführer quittengelb und ziemlich lang. Sie schnauft auch nicht mehr, sondern quietscht höchstens beim Bremsen. Aus „Emma“ ist die U-Bahn „Linie 1“ geworden, ein Meisterstück aus der Werkstatt der Freilichtspiele.

Stolz führt Diethelm Spering vom Bühnenbau das gute Stück vor: ein sechs Meter langes Fahrzeug, knapp 2,60 Meter hoch, auf der einen Seite mit großer Schiebetür, auf der anderen, die bei den Aufführungen dem Publikum zugewandt sein wird, offen.

Im Februar hat der Bühnenbauer Derk Förster angefangen, den Rahmen zu schweißen. Seitdem wurde kontinuierlich an der Bühnenbahn gebastelt und verfeinert. Als rollender Untersatz dient ein ausrangierter, motorbetriebener Kofferkuli.

2009 war die Lok „Emma“ in dem Kinderstück „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ auf der Freilichtbühne zu sehen. Nach ihrer Metamorphose zur U-Bahn „Linie 1“ wird die Ex-Lokomotive jetzt wieder zum Mittelpunkt des Bühnenbilds. „Hier spielt sich ein Hauptteil der Handlung ab“, erklärt Diethelm Spering. Den Entwurf habe der Bühnenbildner Peter Strieder aus Remscheid geliefert, der die Atmosphäre des Berliner U-Bahnhofs Warschauer Straße als Vorbild wählte. Danach wurde ein Modell aus Playmobil angefertigt. Neben dem neuen Rahmen waren auch allerlei technische Details wie Bremsleitung oder Beleuchtung vonnöten, die von Jörn Haarhues und Simon Tabak umgesetzt wurden. Den gelben Lack hat Johannes Kristen aufgetragen.

Unternehmen vor Ort helfen

„Viele Materialien wie beispielsweise die Bleche oder auch Reifen haben wir günstig von hiesigen Betrieben erhalten“, erzählt Spering. Da sei die Bühne sehr gut unterstützt worden.

Bei der Breite der Bahn mussten Abstriche gemacht werden. „Wir hätten den Wagen sonst nicht auf der Bühne rangieren können“, so Spering. Doch auch hier hat das Bühnenbauteam eine Lösung gefunden: Sobald die Bahn bei den Aufführungen auf ihrem Platz steht, wird ein Podest angeschoben, um die Spielfläche zu vergrößern.

Von der Handlung wird an dieser Stelle nicht viel verraten. Nur so viel: Das Stück handelt von einer jungen Ausreißerin aus der Provinz, die bei ihrer Suche nach ihrem Traumprinzen, einem Rockmusiker, in der U-Bahn „Linie 1“ hängen bleibt. Hier begegnen ihr die unterschiedlichsten Großstadttypen und Schicksale. Mehrere Jahre war das Musical „Linie 1“, das 1986 vom Berliner Grips-Theater uraufgeführt wurde, das meistgespielte und bestbesuchte Theaterstück Deutschlands.

Die Premiere am 27. Juni beginnt um 20.30 Uhr. Karten gibt es über die Geschäftsstelle der Freilichtspiele, Telefon (05922) 994656, sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Sie kosten 13 Euro (12 Euro im Vorverkauf, Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre zahlen 9/10 Euro).

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