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32:17 – HSG setzt auf dem Feld ein Ausrufezeichen

SG setzt auf dem Feld ein Ausrufezeichen
Eine starke Leistung zeigte Lasse Seidel beim Sieg gegen die HSG Konstanz. Der Linksaußen steuerte acht Treffer bei.Foto: J. Lüken
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  • Eine starke Leistung zeigte Lasse Seidel beim Sieg gegen die HSG Konstanz. Der Linksaußen steuerte acht Treffer bei.Foto: J. Lüken
  • Hier kommt keiner durch: Luca de Boer (links) und Stephan Wilmsen stellen sich den gegnerischen Angreifern in den Weg.Foto: J. Lüken
  • Geschafft: Die Spieler der HSG bejubeln ausgelassen den Sieg gegen Konstanz.Foto: J. Lüken

Die Zweitliga-Handballer der HSG Nordhorn-Lingen trotzten gegen Konstanz ihren wirtschaftlichen Problemen und fegten den Gegner aus der Emsland-Arena. Die schlechten Nachrichten schienen die HSG besonders zu motivieren.

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13.03.2017 HSG Nordhorn-Lingen vs. HSG Konstanz
2. Handball Bundesliga 

Lingen. Die HSG Nordhorn-Lingen hat auf dem Handballfeld das richtige Zeichen gesetzt. Unbeeindruckt von den Nachrichten der vergangenen Woche, dass 160.000 Euro im aktuellen Etat fehlen, spielte die Mannschaft von Trainer Heiner Bültmann vor 2823 Zuschauern in der Lingener Emsland-Arena entfesselt auf. Mit 32:17 (17:10) wurde Aufsteiger HSG Konstanz zurück an den Bodensee geschickt. Und das, obwohl bei den vom Verletzungspech verfolgten Gastgebern nach Frank Schumann, Nicky Verjans und Lutz Heiny ein weiterer Akteur dazu verdammt war, die Partie von der Bank aus zu verfolgen. Kreisläufer Asbjörn Madsen wurde wegen anhaltender Schulterprobleme lieber geschont. Für ihn rückte von Beginn an der reaktivierte Stephan Wilmsen in den Innenblock der 6:0-Abwehr neben Luca de Boer. Und Wilmsen, der schon vor mehr als drei Jahren seine Karriere beendet hat, war ein Garant des grandiosen Erfolgs, der von Mannschaft und Fans in dieser speziellen Situation besonders ausgiebig gefeiert wurde.

Herausragend war zudem Björn Buhrmester im Tor, der mit 16 Paraden den Gästen den Zahn zog. Jens Wiese erzielte elf Tore und war bester Werfer seines Teams. Mit Lasse Seidel auf dem Flügel bildete der Rückraumspieler ein kongeniales Duo auf der linken Seite. Seidel steuerte acht Treffer bei. Damit erzielten Wiese und Seidel gemeinsam mehr Tore, als die komplette Konstanzer Mannschaft. „Ich kann diese Leistung gar nicht fassen“, war Bültmann begeistert von seinem Team, „Riesenrespekt vor dieser Mannschaft.“

Die HSG ist vom Anpfiff weg direkt im Überlebenskampfmodus. Bis zum 8:5 (13.) setzen vor allem Torhüter Björn Buhrmester sowie Wiese und Seidel die Akzente. „Buhrmi“ kommt mit drei Paraden bis zu diesem Zeitpunkt optimal in die Partie. Vor allem während der Zeitstrafen von Stephan Wilmsen (24.) und Luca de Boer (26.) nagelt er seinen Kasten zu, gönnt den Gästen trotz Überzahl keinen Treffer. In den letzten zehn Minuten des ersten Durchgangs gelingt es nur Konstanz‘ Spielmacher Matthias Stocker, den HSG-Keeper zwei Mal zu überwinden. Die Sieben-Tore-Führung zur Pause ist vor allem ein Verdienst von Wiese und Seidel. Der Rückraumspieler flammte den Ball bis zur Pause sechs Mal ins gegnerische Netz; Linksaußen Seidel war ebenso oft erfolgreich.

Nach dem Wechsel knüpfte die HSG nicht nur an die famose Vorstellung vor der Pause an, sondern legte noch eine Schippe drauf. Spektakuläre Tore wie der Kempa-Trick, den Patrick Miedema auf Vorarbeit von Alex Terwolbeck zum 30:16 (56.) abschloss, oder der letzte HSG-Treffer durch Yannick Fraatz, der beim Gegenstoß den langen Pass mit einer Hand fing und direkt verwandelte, verzückten die Fans, die schon fünf Minuten vor dem Ende glückselig sangen: „Oh, wie ist das schön…“

Mit Nils Meyer wirkte neben Wilmsen ein zweiter „Handball-Rentner“ mit, der als gelernter Rückraumspieler als Kreisläufer aushalf, um dem angeschlagen ins Spiel gegangenen de Boer Pausen zu verschaffen. Matze Poll kam in der Schlussphase und wurde von den Fans gefeiert, als er trotz hoher Führung durch zwei Konstanzer hindurch hechtete und sich den Ball schnappte. „Alle haben einen Riesenjob gemacht“, lobte Bültmann, „unter diesen Voraussetzungen eine so leidenschaftliche und konzentrierte Leistung abzurufen, ist nicht einfach.“

HSG Nordhorn-Lingen: Kaleun (2 Paraden, ab 53.), Buhrmester (15/2 Paraden, bis 53.); Wilmsen, Mickal (1/1), Miedema (6), Meyer, Fraatz (3), Poll, Rooba (n.e.), Terwolbeck (2), de Boer (1), Wiese (11), Madsen (n.e.), Seidel 8/1.

HSG Konstanz: Poltrum (4 Paraden, bis 30, ab 49.), Glatt (3 Paraden, 30.-49.); Schlaich, Thomann (6/4), Riedel (4), Stocker (3/1), Oehler, Kaletsch (1), Maier-Hasselmann, Gässler, Jud (1), Berchtenbreiter (2).

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Die Meinung unserer Leser

2 Leserkommentare

1. | Radler | Montag, 13.03.2017 | 12:33 Uhr

Wer dieses Spiel der HSG in der Emslandarena live miterlebt hat, kann keine Zweifel mehr daran haben, dass es für diese tolle Mannschaft auf jeden Fall weitergehen muss!!! Jeder, der es nicht glaubt soll sich doch mal auf den Weg ins Euregium oder in die Emslandarena machen und sich selbst davon überzeugen....Ich drücke auf jeden Fall alle Daumen, dass dieser unglaubliche Einsatz der Truppe auch weiterhin belohnt wird und der Handball ein fester Bestandteil der Sportfest unserer Region bleibt!!

2. | Radler | Montag, 13.03.2017 | 12:56 Uhr

Es sollte natürlich Sportwelt und nicht Sportfest heißen..


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