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Ab Dezember geht es stündlich nach Hengelo

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Der Zug aus Bielefeld soll ab Dezember nicht in Bad Bentheim enden, sondern bis nach Hengelo durchfahren. Archivfoto: Jürgen Lüken

Bei einem Gespräch in Rheine versprach kürzlich ein Bahnmanager deutliche Verbesserungen, die auch die Grafschaft betreffen. Eine neue Grenzverbindung steht in den Startlöchern.

Rheine. Ein klares Bekenntnis zum Haltepunkt Rheine auf der Linie Berlin – Amsterdam über Bad Bentheim, die Ankündigung eines einstündigen Taktes von Rheine nach Hengelo ab Dezember 2017 – und das Angebot, beim Bau der Querspange K66 zwischen Münsterlanddamm und Hauenhorster Straße eng mit der Stadt zusammenzuarbeiten: Stellvertretender Bürgermeister Udo Bonk und Erster Beigeordneter Mathias Krümpel strahlten Zufriedenheit aus nach einem Gespräch mit Werner Lübberink, dem Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn AG für Nordrhein-Westfalen. Der Manager war vor Kurzem gemeinsam mit dem CDU-Europaabgeordneten Markus Pieper zu einem Informationsbesuch nach Rheine gekommen.

„Wir wollen die Fahrtzeit von Berlin nach Amsterdam mittelfristig von derzeit 6 Stunden und 22 Minuten auf 6 Stunden verkürzen“, sagte Lübberink. Dazu sollen neue Lokomotiven beitragen, die einen Lok-Wechsel in Bad Bentheim spätestens ab 2023 überflüssig machen. „Die Achse Berlin – Amsterdam ist einer der wichtigsten Korridore in Europa. Der Ausbau wird von der EU besonders unterstützt“, sagte Pieper. Bis 2030 soll ein Stundenmittel von 140 Stundenkilometer Standard sein. „Konkrete Planungen zur Ertüchtigung der Strecke hierfür gibt es derzeit zwischen Osnabrück und Bad Bentheim. Derzeit läuft noch die Wirtschaftlichkeitsprüfung. Wenn alles positiv läuft, erhält der Ausbau die höchste Priorität im Verkehrswegeplan“, sagte Pieper weiter.

Strecke wird um 26 Kilometer verlängert

Einen dringenden Wunsch hatten die Vertreter der Stadt Rheine auf dem Zettel stehen: Noch warte man für den Bau der Querspange im Gewerbegebiet Rheine-R auf die Bezuschussung vom Land. Wenn diese allerdings vorliegen sollte, dann benötige die Bahn noch einmal drei Jahre, um ihre Planungen mit den kommunalen Bauplänen abzustimmen, sagte Stellvertretender Bürgermeister Udo Bonk. Ob man diese Frist nicht verkürzen oder parallel arbeiten könne, wollte der Politiker wissen. „Wir sollten hier heute vereinbaren, dass wir die Gespräche sofort beginnen“, sagte Konzernbevollmächtigter Lübberink sofort. Er schlug vor, die Planungen bereits jetzt aufeinander abzustimmen, um im Fallen einer Förderzusage wenig Zeit zu verlieren. „Das hilft uns sehr“, sagte Beigeordneter Mathias Krümpel und dankte den Bahn-Mitarbeitern für die kooperative Vorgehensweise.

Mit großem Interesse nahmen die Mitarbeiter der Stadt die Information auf, dass die RB 61 von Bielefeld nach Bad Bentheim ab Dezember stündlich bis nach Hengelo durchfahren wird. Die Streckenverlängerung von Bad Bentheim nach Hengelo beträgt rund 26 Kilometer. Auf eine Finanzierung des Streckenausbaus für den Nachfolger des „Grenslandexpress“ hatten sich NRW und Niedersachsen 2014 geeinigt. Ein weiteres Ziel hat die Bahn AG: Die Leerstände im Rheiner Bahnhof sollen behoben werden. „Wir sind mit dem Vermietungsstand im Bahnhof Rheine nicht zufrieden“, sagte Lübberink. „Ich könnte mir vorstellen, dass wir in dieser Angelegenheit gemeinsam ein Konzept mit der Stadt Rheine entwickeln“, schlug der Bahnmanager vor. Und noch ein Fortschritt für lärmgeplante Anrainer: Bis 2020 sollen alle Güterwaggons mit „Flüsterbremsen“ ausgestattet sein.

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