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An der Napoleonbrücke muss nachgearbeitet werden

poleonbrücke muss nachgearbeitet werden
Baustelle Napoleonbrücke: Die Baufirma musste hier erneut ran und die Fugen schmaler machen. Foto: Westdörp

Die Baufirma musste zwei Monate nach Abschluss der Sanierungsarbeiten erneut antreten und die Fugen schmaler machen. Auch an der neuen Brücke an der Wasserstiege in Samern wird derzeit geprüft, ob ein Baumangel vorliegt.

Suddendorf. Eigentlich waren die Sanierungsarbeiten an der Napoleonbrücke in Suddendorf längst abgeschlossen. Bereits seit Januar rollt der Verkehr wieder über die historische Brücke. Doch wer in den vergangenen Tagen versuchte, das denkmalgeschützte Bauwerk aus dem Jahr 1793 zu passieren, rieb sich verwundert die Augen, denn der Ohner Diek und die Brücke waren erneut gesperrt und Bauarbeiter waren am Werk.

„Fugen waren viel zu breit“

Die GN fragten beim Schüttorfer Bauamtsleiter Dieter Salewski nach. „Es stimmt, die Brücke war gesperrt.“ Die ausführende Baufirma habe das Pflaster neu verlegen müssen. „Wir waren mit den Arbeiten nicht zufrieden.“ Genauer gesagt geht es um das Fugenbild, wie Elke Jobst vom Schüttorfer Tiefbauamt auf GN-Anfrage erklärte. „Die Fugen waren viel zu breit. Dadurch können sich Steine aus der Pflasterung lösen.“ Da die Napoleonbrücke unter Denkmalschutz steht, habe ausschließlich Naturstein zur Pflasterung verwendet werden dürfen. „Die Fugen sind jetzt schmaler gesetzt worden“, erklärte Elke Jobst. Die Arbeiten seien inzwischen beendet. Zusätzliche Kosten entstehen Stadt und Samtgemeinde Schüttorf durch die erneuten Arbeiten übrigens nicht: „Es handelt sich um eine Mangelbeseitigung, das geht zulasten der Baufirma“, erklärte Bauamtsleiter Salewski. Die Arbeiten hatte eine Firma aus dem Landkreis Steinfurt durchgeführt.

Sanierung

Die Sanierungen an der Napoleonbrücke sowie an der benachbarten Brücke über den Wüstegraben waren notwendig geworden, weil sie dem immer höheren Verkehrsaufkommen sowie den immer schwerer werdenden Fahrzeugen auf Dauer nicht mehr standhalten konnten. Zudem sind Geländer angebracht worden, um die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer zu erhöhen. Die Kosten für die Sanierungen betrugen rund 120.000 Euro.

Löwenkopf

Bei der Sanierung hatten Arbeiter im Januar einen interessanten Fund gemacht: Sie entdeckten einen Löwenkopf aus Sandstein, der verkehrt herum in das Mauerwerk eingelassen war. Über Alter und Herkunft des Löwenkopfes rätseln seitdem die Experten. Ein Ergebnis gibt es aber noch nicht, wie Bernhard Jansen, Fachdienstleiter Kultur und Landschaftspflege beim Landkreis, auf GN-Anfrage erklärte: „Es gibt verschiedene Theorien, die alle sehr interessant klingen. Die prüfen wir derzeit noch“, sagte Jansen, der sich positiv überrascht zeigte, wie groß das Interesse in der Bevölkerung an diesem Fund sei. „Wir haben diesbezüglich eine starke Resonanz bekommen. Es ist schön, dass sich so viele Menschen dafür interessieren.“

Brücke an der Wasserstiege

Diskussionen hat es in der Vergangenheit auch um die neue Brücke an der Wasserstiege in Samern gegeben. Ratsherr Karl-Heinz Bach (FDP) hatte in einer Sitzung des Samtgemeinderates im vergangenen Dezember die Befahrbarkeit der Brücke kritisiert. Ein Problem ist dort, dass bei Regen das Wasser offenbar nicht vernünftig abfließt und der Übergang vom Teerbelag der Straße zur Brücke hin sehr wellig ist. Insbesondere mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen, so die Kritik, sei es sehr holprig, wenn man über die Brücke fahre. Samtgemeindebürgermeister Manfred Windhaus hatte damals in der Sitzung zugesagt, die Angelegenheit zur Prüfung in die Fachabteilung zu geben.

Prüfung

Ob an der Brücke an der Wasserstiege ebenfalls ein Baumangel vorliegt, konnte Dieter Salewski auf GN-Nachfrage nicht bestätigen. „Das ist im Moment noch nicht so eindeutig.“ Die Sache sei jedoch noch nicht ausgestanden. „Wir prüfen das derzeit noch“, so Salewski. Bei einem Ortstermin habe man die Problematik überprüft. „Es geht um das Aufschwämmverhalten, wenn man bei Regen mit landwirtschaftlichen Maschinen über die Brücke fährt. Der schlechte Wasserablauf liegt an unterschiedlichen Neigungen“, erklärt Bauamtsleiter Dieter Salewski. Nach Abschluss der Überprüfung werde das Bauamt der Politik berichten.

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