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Antonia Schepers ist Bufdi in Schüttorf

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Antonia Schepers (links) absolviert ihren Bundesfreiwilligendienst im Rahmen der Flüchtlingsdiakonie der evangelisch-reformierten Kirche. Foto: Schröer

Antonia Schepers ist eine Vorreiterin in der Grafschaft. Seit dem Sommer absolviert die 18-Jährige ihren Bundesfreiwilligendienst in Schüttorf im Rahmen der Flüchtlingsdiakonie der evangelisch-reformierten Kirche.

Schüttorf. Beim Bundesfreiwilligendienst ist von Antonia Schepers viel Eigeninitiative gefordert. „Man muss auf die Menschen zu gehen und sich auch selbst öffnen“, betont die Schepers, die in diesem Jahr auf dem Missionsgymnasium in Bardel ihr Abitur gemacht hat. Danach wollte sie nicht direkt Studium beginnen und hat nach Alternativen Ausschau gehalten.

Stelle quasi selbst geschaffen

In ihrem Freundeskreis ist das keine Seltenheit. „Viele meiner Freundinnen machen ein Freiwilliges Soziales Jahr oder leisten Bundesfreiwilligendienst“, erzählt die Schüttorferin. Die Aufgabe in der Flüchtlingsdiakonie ist dennoch etwas Besonderes. Denn Schepers hat ihre Stelle quasi selbst geschaffen. Auf der Suche nach etwas Sinnvollem hat sie zunächst im Internet nach Möglichkeiten gesucht, sich in der Flüchtlingshilfe zu engagieren. Dabei ist sie auf die Arbeit in der Schüttorfer Kirchengemeinde gestoßen – und hat prompt zum Hörer gegriffen, um sich bei Pastor Johannes de Vries weiter zu erkundigen. Bei ihm stieß sie direkt auf offene Ohren.

So ist Schepers seit Anfang August für zwölf Monate bei der reformierten Kirchen angestellt. Die Aufgaben, die sie seitdem übernommen hat, sind vielfältig. Sie arbeitet im „Café Contact“ mit, das der ehrenamtliche Arbeitskreis in Schüttorf als Treffpunkt für Flüchtlinge und Einheimische auf die Beine gestellt hat. Dort herrscht ein reger Austausch. Schepers liegen dabei besonders die Probleme und Nöte der Mädchen und Frauen am Herzen. „Bei uns kommen zum Glück viele Frauen ins Café. Das ist in anderen Städten anders“, berichtet sie.

Darüber hinaus gibt die 18-Jährige aber auch Sprachkurse, besucht Familien, hilft bei der Hausaufgabenbetreuung oder ist in der Migrationsberatung tätig. Auch die Auseinandersetzung mit der deutschen Bürokratie, die für viele Flüchtlinge zu Beginn eine Hürde darstellt, ist eine von ihren Aufgaben. Die Bundesfreiwilligenstelle bietet ihr dabei viel Freiraum – und die Möglichkeit, eigene Projekte zu verwirklichen. Eines davon ist ein Gitarrenkurs für Mädchen. „Die Arbeit ist abwechslungsreich und macht viel Spaß“, fasst die Schüttorferin die Erfahrungen der ersten vier Monate zusammen.

Viel Eigeninitiative war nötig

Der größte Unterschied zu ihrer Schulzeit war dabei, dass von ihr viel Eigeninitiative verlangt wurde. „Nach dem strikten System in der Schule war das gar nicht so leicht. Aber ich lerne sehr viel. Auch über mich selbst und die eigene Kultur“, betont Schepers, die auch wichtige Erfahrungen für die Zukunft sammelt. Ihr Wunsch nach dem Jahr in der Flüchtlingsdiakonie ist es, Psychologie zu studieren. Ob das klappt, steht wegen des Numerus Clausus noch nicht fest. Mit Menschen möchte sie in ihrem späteren Beruf aber auf jeden Fall arbeiten.

Der Umgang mit den Flüchtlingen, die vornehmlich aus Syrien und Afghanistan stammen, ist offen und herzlich. Dazu tragen in Schüttorf auch zahlreiche Ehrenamtliche bei, die sich in dem Arbeitskreis engagieren. Die Zahl Schüttorfer Jugendlicher, die im gleichen Alter wie die Flüchtlinge sind, ist dabei allerdings noch ausbaufähig. Da gehört Schepers mit ihren 18 Jahren eher zu den Ausnahmen. Die Arbeit des Arbeitskreises ist für sie dennoch ein wichtiger Baustein. „Hier gibt es dank eines Patensystems eine intensive Betreuung“, hebt Schepers hervor.

An dem guten Miteinander hat auch ihre Stelle ihren Anteil. Und so ist die Schüttorferin zwar die erste Bundesfreiwillige in dem Bereich, sie wird aber nicht die einzige bleiben. „Die Stelle soll im kommenden Jahr besetzt werden“, sagt Schepers und nennt für mögliche Bewerber gleich einmal einige wichtige Charakterzüge: „Offen, flexibel und selbstständig“.

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