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Ausstellung zeigt historische Fotos aus Emlichheim

ng zeigt historische Fotos aus Emlichheim
Fertig aufgebaut ist die Fotoausstellung mit Bildern von Egbert Meppelink. Gerold Meppelink und Albert Rötterink sehen sich das Vergrößerungsgerät an (links), das Egbert Meppelink selbst anfertigte. Foto: Sebastian Hamel
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  • Fertig aufgebaut ist die Fotoausstellung mit Bildern von Egbert Meppelink. Gerold Meppelink und Albert Rötterink sehen sich das Vergrößerungsgerät an (links), das Egbert Meppelink selbst anfertigte. Foto: Sebastian Hamel
  • Ein Bild aus alten Zeiten: Blick vom Dach der Emlichheimer Molkerei auf Roggenfelder am Dorfrand (heute Bettinge) und die Silhouette von Emlichheim unter einem wolkenreichen Himmel. Foto: privat
  • Porträt von „Onkel“ Brünink, dessen Vorname leider nicht bekannt ist. Foto: privat
  • Von Line Lucas fertigte Egbert Meppelink dieses Porträt. Foto: privat

Die Heimatfreunde Emlichheim präsentieren in ihrer 23. Ausstellung im Haus Ringerbrüggen alte Fotos des Emlichheimers Egbert Meppelink, die zwischen 1940 und Mitte der 1960er-Jahre entstanden.

Emlichheim. Schon lange bevor sich nahezu jeder Moment des Lebens mit der Smartphone-Kamera einfingen ließ, gab es Menschen, die für die Fotografie brannten und mit ihren Bildern ein Stück Zeitgeschichte einfingen. Einer von ihnen war der Emlichheimer Egbert Meppelink (1911-1992), der ein umfassendes Foto-Vermächtnis hinterließ. Rund 130 seiner Aufnahmen zeigen die Heimatfreunde Emlichheim und Umgebung nun mit einer Ausstellung im Haus Ringerbrüggen.

Die Schwarzweiß-Bilder stammen aus der Zeit zwischen 1940 und etwa 1965. Sie sind unterteilt in die Kategorien Landschaft, Familie, Landwirtschaft und Porträts. So ist der Verlauf der zugefrorenen, in der Sonne glitzernden Vechte ebenso zu sehen wie die Gruppe von Feldarbeitern, die bei der Roggenernte eine Pause zu Stärkung einlegen und stolz in die Kamera blicken. Häufig trat auch seine eigene Familie vor die Linse: So hat Vater Meppelink des Öfteren die zwei Söhne und die beiden Töchter beim fröhlichen Spielen abgelichtet und damit die behütete Kindheit auf dem Lande dokumentiert.

Fotograf war ein Naturtalent

Einer der Söhne ist Gerold Meppelink, der seinerseits seit vielen Jahren der Fotografie zugewandt ist und maßgeblich an der Vorbereitung der Ausstellung beteiligt war. Mehr als 1000 Negative aus der Hinterlassenschaft seines Vaters hat er in der vergangenen Zeit eingescannt. „Da wird schon manche Erinnerung wieder wach“, sagt er. Sein Vater sei ein Techniker gewesen, der die heimische Landwirtschaft nicht übernehmen wollte, sondern lieber eine Lehre in der Werkstatt der Bentheimer Eisenbahn in Neuenhaus machte und dort an der Drehbank arbeitete. In den 1930er-Jahren habe er das Fotografieren für sich entdeckt.

„Er muss ein Naturtalent gewesen sein, denn außer zwei Büchern hatte er keine fachlichen Fortbildungsmöglichkeiten“, berichtet Gerold Meppelink. So habe er ein Auge für den Bildaufbau gehabt und es immer wieder geschafft, besondere Stimmungen einzufangen. Die Motive stammen aus Emlichheim und dem näheren Umfeld, zeigen zum Beispiel die überflutete Volksschule beim Hochwasser 1946, Szenen vom Schützenfest oder porträtierte „Charakterköpfe“. „Er hätte sicherlich gerne mehr gemacht und Reisen unternommen, aber das ließ die Zeit nicht zu“, sagt Meppelink.

Ausstellung öffnet am Freitag

Das Fotografieren war für seinen Vater eine ganzheitliche Angelegenheit: Vom Betätigen des Auslösers über die Entwicklung des Films bis zur Ausarbeitung des Schwarzweiß-Bildes im eigenen Labor wurde alles selbst erledigt. Die meisten Bilder entstanden mit einer „zweiäugigen“ Zeiss-Ikoflex-Kamera, ein Vergrößerungsgerät baute sich der Tüftler selbst. Auch diese Utensilien sind im Haus Ringerbrüggen zu betrachten.

Für die Heimatfreunde ist es die 23. Ausstellung seit 1999. Vorsitzender Albert Rötterink lobt das Werk von Egbert Meppelink: „Das sind einfach tolle Bilder. Da bietet es sich an, ihn zu Ehren kommen zu lassen.“ Neu beschaffte Passepartouts sollen eine bestmögliche Wirkung erzielen. Bereits Ende des vergangenen Jahres hatten die Heimatfreunde einen Kalender mit Motiven des Emlichheimers herausgegeben. Der Fotograf selbst wird von seinem Sohn als ruhiger, schweigsamer Mensch beschrieben: „Er ist nie prahlend mit seinem Hobby umgegangen. Daher freut es mich, dass seine Fotos nun zur Geltung kommen. Er hat es verdient.“

Die Ausstellung wird am kommenden Freitag um 18 Uhr eröffnet. Danach sind die Fotos noch bis Ende Oktober an mehreren Sonntagen von 15 bis 17.30 Uhr zu besichtigen: am 26. März, 2., 9., 23. und 30. April, 7. und 28. Mai, 25. Juni, 30. Juli, 27. August, 24. September und 29. Oktober. Der Eintritt beträgt zwei Euro. Im November soll eine Wanderausstellung zur Reformation im Haus Ringerbrüggen Einzug halten.

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