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Betreuungsplätze in Bentheim dringend benötigt

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Die Nähe von Kindertagesstätte und Grundschule wie hier in Gildehaus an der Schulstraße könnte die Kooperation bei den geplanten Hortangeboten erleichtern und sich kostensparend auswirken.Foto: Kuhn

Ein Hortangebot in Bad Bentheim würde vor allem kinderreichen Familien und Alleinerziehenden helfen. Eine enge Kooperation von Schulen und Kindertagesstätten könnte dabei kostensparend wirken.

Bad Bentheim. Zum wiederholten Male war im Bildungsausschuss der Stadt Bentheim kürzlich das Thema „Hortangebot“ Diskussionsgegenstand. Bürgermeister Dr. Volker Pannen machte sich auch dieses Mal stark dafür, in den nächsten Jahren ein solches Angebot aufzubauen, weil es in Bad Bentheim seit Jahren ausdrücklich gewünscht sei, wie schon einer der Familienberichte ausgewiesen habe. Bewegung könnte in die Diskussion kommen durch eine eventuell geplante Leader-Förderung.

„Auch ein Hortangebot gehört zur Daseinsvorsorge und es ist angesichts des demografischen Wandels nicht zu rechtfertigen, dass wir uns nicht auch darum kümmern“, betonte der Bürgermeister. Schon bei den Kindertagesstättenangeboten und der ergänzenden Tagespflege zeige sich schließlich, das die Nachfrage das Angebot immer wieder übersteige. Im Ausschuss vertraten die Fachleute aus der Verwaltung die These: Offenbar müsse man in Bad Bentheim von einer „Verschiebung des demografischen Wandels ausgehen“ (die GN berichteten ausführlich). Insofern nannte es Volker Pannen einen „unerträglichen Zustand“, dass der im Familienbericht längst nachgewiesene Bedarf auch an Hortplätzen nicht schon auf den Weg gebracht worden sei. Zumal der Familienbericht dokumentiert habe, dass auch in Bad Bentheim sich ein Armutsrisiko aus Kinderreichtum ergebe oder aus der Tatsache, alleinerziehend zu sein.

Im Kitabereich gibt es nach Auskunft von Volker Pannen Früh- und Spätbetreuung in einem Umfang von 50 Stunden, auch bei einer Hortbetreuung in einem ähnlichen Umfang müsse es um die Randstunden gehen und nicht um die Mittagsbetreuung. Das würde allerdings vor allem Investitionen ins Personal bedeuten, denn die Betreuung könnte in teils vorhandenen Räumen organisiert werden. „Es können sich besondere Effekte in der Zusammenarbeit von Schulen und Kitas ergeben“, so der Bürgermeister. Als Beispiel wurden genannt die Kirchstraße mit der Grundschule Bad Bentheim und die Grund- und Hauptschule mit der Kita Regenbogen an der Schulstraße. „Wir sollten in diesem Bereich in den nächsten Jahren Nägel mit Köpfen machen“, forderte Pannen.

Die Verbesserung des außerschulischen Betreuungsangebotes für Grundschulkinder ist bereits mehrfach Thema in den Fachausschüssen gewesen. Dabei geht es sowohl um ein Betreuungsangebot am frühen Morgen vor Schulbeginn sowie nachmittags ab 16 Uhr, wenn das Ganztagsangebot der Schulen endet, was freitags schon um 13.30 Uhr der Fall ist. Verschiedene Modelle wurden dabei diskutiert. Zum einen eine Hortbetreuung für Kinder von der Einschulung bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres unter den strengen Vorgaben des Kindertagesstättengesetzes. Andere Überlegungen gingen dahin, das bestehende Ganztagsangebot in den Grundschulen bedarfsgerecht mit den dort tätigen pädagogischen Kräften auszubauen. Bislang ließ sich ein zusätzliches Betreuungsangebot nach Ansicht der Verwaltung „aufgrund der komplexen aber auch räumlichen Problemstellungen noch nicht realisieren“.

Neuen Schub könnte die Einrichtung eines Hortangebotes durch eine Leader-Förderung erhalten. Im Abschlussbericht „Zukunft gestalten“ der Zukunftswerkstätten in der Grafschaft Bentheim, initiiert durch die LAG-Geschäftsstelle „Region Grafschaft Bentheim“ wurde für den Sozialraum Bad Bentheim im Bereich der Daseinsvorsorge die Idee der Einrichtung von Hortangeboten an den Schulen ausdrücklich aufgenommen. Der Bericht soll nunmehr dazu genutzt werden, um in der aktuellen EU-Förderperiode geeignete Leader-Projekte in den Handlungsfeldern „Lebensraum“ und „Planerische Ortsentwicklung“ zu initiieren. Die Stadtverwaltung in Bad Bentheim möchte darauf hinwirken, dass die Schaffung von Hortangeboten an den Schulen im Rahmen der Leader-Förderung Berücksichtigung findet.

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