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Blitzlicht-Gewitter lässt die Kasse klingeln

t-Gewitter lässt die Kasse klingeln
Der neue Blitzer an der Bundesstraße 213 in Lohne-Rükel löst aus, sobald jemand schneller als 70 Stundenkilometer fährt oder das Rotlicht der Ampel missachtet hat. Foto: Kersten

Wer an der Rükel-Ampel in Lohne mit mehr als 70 Stundenkilometern unterwegs ist oder das Rotlicht missachtet, der wird seit dem 1. März zur Kasse gebeten. Bisher wurden bereits zahlreiche Verkehrssünder erwischt.

Lohne. Deutlich, aber wenig überraschend sind die aktuellen Zahlen des neuen Blitzers an der Bundesstraße 213 bei Lohne. Die Anwohner der angrenzenden Siedlung Rükel hatten über Jahre immer wieder massiv Kritik an dem Verhalten einiger Verkehrsteilnehmer geäußert. Oftmals seien Autos in diesem Bereich bei Rot über die Kreuzung gefahren oder zu schnell unterwegs gewesen, hieß es. Erlaubt sind an dem Knotenpunkt maximal 70 Kilometer pro Stunde.

Die B 213 mit ihren Zufahrtsstraßen Poststraße und Hammweg (K 36) trennt nahe der Autobahn 31 die Siedlung Rükel vom Lohner Ortskern. Da die Anwohner täglich die Kreuzung passieren müssen, um ins Dorf zu gelangen, hatte eine Bürgerinitiative bereits seit geraumer Zeit mehr Sicherheit im Gefahrenbereich gefordert. Die B 213 ist an dieser Stelle sehr stark befahren: Sie verbindet die A 31 mit Lingen.

Über 2000 Verstöße

Der Landkreis Grafschaft Bentheim reagierte auf diese Situation, als er zum 1. März eine moderne Blitzeranlage im Kreuzungsbereich scharf stellte. Die zwei „Starenkästen“ erfassen sowohl Tempo- als auch Rotlichtsünder. Die Anlage ist die erste ihrer Art in der Grafschaft. Sie ahndet Verstöße in Richtung Lingen und Nordhorn.

Die neueste Auswertung der Daten hat nach Angaben des Landkreises die grundsätzliche Notwendigkeit der Anlage untermauert. Zwischen dem 1. März und dem 30. April dieses Jahres haben insgesamt 683.904 Fahrzeuge die Messstelle passiert – dabei löste die Blitzeranlage bei 2306 Verkehrsteilnehmern aus. In 2136 Fällen lagen Geschwindigkeitsüberschreitungen vor, die Zahl der Rotlichtmissachtungen beträgt 139. Des Weiteren ergab die Auswertung 31 Verstöße, bei denen Fahrer mit zu hohem Tempo bei Rotlicht unterwegs waren.

Verbunden sind die Verstöße mit nicht unerheblichen Verwarn- und Bußgeldern: Seit dem 1. März sind Geldstrafen in Höhe von etwa 69.000 Euro ausgesprochen worden. Noch im Sommer 2016 war die Kreisverwaltung in Nordhorn bei ihren Planungen davon ausgegangen, dass die Kosten der Anlage – rund 145.000 Euro – erst nach ein bis zwei Jahren wieder eingespielt sind.

Stationäre Blitzer in der Grafschaft

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Die Meinung unserer Leser

26 Leserkommentare

1. | Mo Mentmal | Freitag, 12.05.2017 | 07:14 Uhr

Na Super wenn "die Kasse Klingelt". Im Durchnitt 30€ je Verstoß, deutet auf nicht so schlimme Vergehen hin. Ob der "Gewinn" den zukünftigen Unfallopfern zu Gute kommt?

2. | Projekt Gold | Freitag, 12.05.2017 | 07:51 Uhr

@Mo Mentmal: Weisen Sie doch mal eine Alternative auf! Nicht blitzen ist nämlich keine! Alleine die 139 Rotlichtverstöße in zwei Monaten sprechen doch eine deutliche Sprache.

3. | Jan | Freitag, 12.05.2017 | 07:58 Uhr

Elendige Abzocke!

4. | Karla Kolumna | Freitag, 12.05.2017 | 07:58 Uhr

Auch zur Verwunderung mancher hier sehe ich diesen Blitzer als sinnvoll an. Dies ist eine Gefahrenstelle.

5. | rainer unfug | Freitag, 12.05.2017 | 09:50 Uhr

"Blitzlichtgewitter" sehen anders aus. Bei 11212 durchfahrenden Fahrzeugen pro Tag werden lediglich 2 Rotlichtverstöße (0,02% !!!) begangen, also nicht erwähnenswert. Wer kennt eine Lichtzeichenanlage, die mehr Beachtung findet. Möglicherweise bezogen sich die Feststellungen der Anwohner zuvor auch auf Rotlichtverstöße im Querverkehr (Poststraße / Hammweg). Gemessen am Bußgeldaufkommen dürften auch die Geschwindigkeitsüber schreitungen überwiegend im Verwarngeldbereich - als geringfügig - angesiedelt sein. Insofern alles im "grünen Bereich".


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