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BUND setzt weiter auf „Warsen-Trasse“

t weiter auf „Warsen-Trasse“
Alternativvorschlag: Während die von Landkreis und Samtgemeinde vorgeschlagene Trasse (rote obere Linie) ortsnah um das Dorf führt, plädiert der BUND für eine weite Umfahrung des Ortskerns (untere rote Linie, mit Alternativmündung). Diese Trasse ist nach Ansicht der Naturschützer umweltverträglicher. Grafik: Theresa Molitor

Die Kreisgruppe des BUND setzt sich weiter für eine weite Ortsumgehung Emlichheims ein. Nach einem Schreiben an den Bundesverkehrsminister ist sich der BUND sicher, dass sein Trassenvorschlag noch einmal geprüft wird.

Emlichheim. In der Samtgemeinde Emlichheim wird seit vielen Jahren über eine Umgehungsstraße diskutiert. Als vordringliche Gründe werden zumeist zuerst eine Entlastung des Dorfes Emlichheim und eine Anbindung der Samtgemeinde an das überörtliche Verkehrsnetz genannt. Derzeit führt die Bundesstraße 403 mitten durch den dadurch stark mit motorisiertem Verkehr belasteten Ortskern. Der Betrieb des grenzüberschreitenden Industriegebietes Europark hat die Belastung mit Schwerlastverkehr noch einmal vergrößert. Dazu kommt das Fehlen einer Anbindung an die Autobahn.

Inzwischen haben sich Politik und Verwaltung Emlichheims sowie des Landkreises auf einen Trassenvorschlag geeinigt, der den Ortskern von Emlichheim ortsnah südwestlich umfährt. Nachteil aus der Sicht von Naturschützern: Die vorgeschlagene Trasse führt durch das Überschwemmungsgebiet links und rechts der Vechte sowie durch die Denne als Vorranggebiet für Natur und Landschaft.

Die Grafschafter Kreisgruppe des BUND hingegen setzt weiter auf einen Trassenverlauf, der den Ort weiträumig umfährt und sich weitgehend an einem Vorschlag orientiert, den der frühere FDP-Ratsherr Jan-Herm Warsen schon vor etlichen Jahren in die Diskussion eingebracht hat. Warsen ist seit mehreren Jahrzehnten Mitglied der Kreisgruppe des BUND. Diese Trasse würde an der Bundesstraße 403 zwischen Wilsum und Emlichheim beginnen, am Mittelschloot entlangführen und sich nordwestlich auf die Vechtebrücke in Echteler zubewegen, um von dort wieder auf die Bundesstraße 403 in Richtung Europark und Coevorden zu führen.

Nach Ansicht der Grafschafter BUND-Mitglieder böte eine derartige Trasse folgende Vorteile:

  • Das Überschwemmungsgebiet links und rechts der Vechte wird nicht beeinträchtigt.
  • Die 8,50 Meter breit ausgebaute Bundesstraße kann genutzt werden. Sie führt in südliche Richtung zwischen Wilsum und Uelsen durch das Waldgebiet Wilsumer Berge, dann über die Uelser Umgehungsstraße und erreicht die Umgehung von Neuenhaus. Dorthin würde auch die von Emlichheim und dem Landkreis favorisierte Trasse über die Kreisstraße 16 führen.
  • Die Denne-Niederung und die Oeveringer Seemarsch werden nicht in Mitleidenschaft gezogen.
  • Es gibt keine unmittelbaren Eingriffe in Hofstrukturen mit besonderer Trennwirkung.
  • Die vom BUND vorgeschlagene Trasse führt über die vorhandene Brücke in Echteler. Diese muss – nach den Planungen des Landkreises – ohnehin erneuert werden.

Die Kreisgruppe des BUND hat in einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt noch einmal ihre ablehnende Haltung zum Trassenvorschlag der Gemeinde und des Landkreises deutlich gemacht. In einem Antwortschreiben aus dem Bundesverkehrsministerium wird darauf verwiesen, dass man die Angelegenheit ins zuständige niedersächsische Landesministerium gegeben habe. In einem Antwortschreiben von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr an die Grafschafter Kreisgruppe des BUND heißt es unter anderem, dass für das weitere Verfahren für die Ortsumgehung Emlichheim „vom Land auch eine Prüfung der Variante des BUND veranlasst“ wird. Die Träger öffentlicher Belange, die Umweltverbände und die Öffentlichkeit würden „permanent in den Planungsprozess einbezogen“. Das heißt: Die Trasse wird neu geprüft.

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Die Meinung unserer Leser

1 Leserkommentar

1. | Hinweis | Freitag, 21.04.2017 | 11:57 Uhr

Hallo, der Trassenvorschlag 8 ist geprüft worden und unter Berücksichtigung der zahlreichen Belange (Landwirtschaft, Infrastruktur, Naturschutz, Wirtschaftlichkeit usw.) als mit Abstand schlechteste Strecke bewertet worden. Allein die doppelte Länge im Vergleich zur priorisierten Trasse kann auch unter Umweltgesichtspunkten nicht sinnvoll sein, zu mal hier u.a. zwei Waldgebiete durchfahren werden sollen. Diese Sichtweise kann ich nicht nachvollziehen. Grundsätzlich hatten Sie ja die Nordwestumgehung priorisiert, die ich auch weiterhin für sinnvoll erachten würde. Bei der Gesamtbetrachtung liegt diese Trasse geringfügig hinter der bevorzugten der Südumgehung und in Umweltverträglichkeitsstudie meines Wissens sogar auf Platz 1. Generell hat man bei der Südumgehung alle Belange sehr genau, intensiv und fair bewertet und hier die richtige Strecke gewählt. Ich hoffe für Emlichheim, dass es zügig voran geht. Für die Ortskernentwicklung benötigten wir eine Verkehrsentlastung.


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