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„Crocodiles“ düpieren trägen EC Nordhorn

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Ungewohntes Bild in der Eissporthalle: Nicht die ECN-Spieler jubelten am Sonntag, sondern die starken Gäste aus Hamburg. Fotos: Rump
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  • Ungewohntes Bild in der Eissporthalle: Nicht die ECN-Spieler jubelten am Sonntag, sondern die starken Gäste aus Hamburg. Fotos: Rump
  • Frustriert: Mikhail Berezhnoi vergab in der 51. Minute eine große Chance zum Ausgleich. Fotos: Rump

Nach der 1:3-Niederlage gegen Hamburg muss der Nordhorner Eishockey-Verbandsligist seine Meisterfeier um mindestens eine Woche verschieben. Dem Kampfgeist der Gäste hatte der ECN am Sonntag zu wenig entgegenzusetzen.

Nordhorn. Was auch immer die Eishockeyspieler des EC Nordhorn im Falle eines Punktgewinns an Partyutensilien aus dem Hut gezaubert hätten, sie müssen ihr Programm um mindestens eine Woche verschieben: Die ihnen auch weiterhin kaum zu nehmende Meisterschaft ist nach dem 1:3 (0:0, 1:2, 0:1) im Heimspiel gegen die 1b-Mannschaft der Hamburger „Crocodiles“ vertagt, der noch fehlende Punkt zum Titel soll jetzt am nächsten Sonntag, 26. Februar, an gleicher Stelle gegen den Hamburger SV 1b eingesammelt werden (Beginn 18 Uhr).

Die knapp 500 Zuschauer in der Eissporthalle sahen – zum ersten Mal seit langer Zeit – ein spannendes, weil ausgeglichenes Duell. Trainer Heiko Niere war allerdings überhaupt nicht zufrieden mit dem Abend. „Hamburg hat sehr gut gespielt“, gab er zu, betonte aber auch: „Der Gegner ist so aufgetreten, wie wir es hätten tun sollen.“ Während die „Crocodiles“, angeführt von den oberliga-erfahrenen Stefan Gebauer, Lukas Turek und Felix Dettmer, mit Leidenschaft spielten und dabei viel Zug zum Tor zeigten, verstrickten sich die Nordhorner nach Ansicht ihres Coaches viel zu sehr in Einzelaktionen. „Wir sind ja in den ersten beiden Dritteln überhaupt nicht zum Abschluss gekommen“, kritisierte er.

Es war bezeichnend, dass ein Verteidiger das 1:0 für den ECN erzielte: Leonard Lämmchen krönte im zweiten Durchgang einen beherzten Sololauf tief aus der eigenen Hälfte mit einem Treffer aus kurzer Distanz vorbei am verdutzten Torwart Spencer Eckhardt. Bis dahin hatte der aufmerksame ECN-Goalie Marek Hanisz einige Male mit klasse Paraden ein Gegentor verhindert. In der Folge allerdings verdienten sich die Nordhorner durch ein forscheres Angriffsspiel ihre Führung – und gingen doch mit einem Rückstand ins Schlussdrittel: Turek erzielte 68 bzw. 39 Sekunden vor der zweiten Pause einen Doppelpack.

Matulas Zeitstrafe schwächte den EC Nordhorn unnötig

Im letzten Abschnitt hatte Karel Horak mit einem Fernschuss in der 47. Minute noch die beste Chance für den ECN, ehe Teamkollege Adrian Matula seine Mannschaft unnötig schwächte: Als bereits eine Zeitstrafe gegen den Stürmer ausgesprochen worden war, stellte er seinem Gegner aus Frust ein Bein und kassierte weitere fünf Strafminuten. Die Folge: Der ECN musste von der 48. bis 55. Minute in Unterzahl spielen. „Sehr unglücklich“, nannte Trainer Niere die Aktion seines Stürmers.

Allerdings spielte der ECN diese Phase sechseinhalb Minuten lang richtig gut, setzte den Gegner unter Druck und erarbeitete sich Chancen wie die von Mikhail Berezhnoi in der 51. Minute, als sein Schuss gerade noch von einem Hamburger Schläger abgelenkt wurde. Als Nordhorn das Team fast schon wieder aufstocken konnte, endete ein weiterer Angriff allerdings beim Gegner – und Felix Dettmer schloss den Konter mit einem trockenen Distanzschuss in den Winkel zum 3:1 ab. „Wenn wir die Unterzahl überstanden hätten, wäre die Schlussphase sicher anders verlaufen“, vermutete Niere. So war der Rückstand zu groß, der Hamburger „Coup“ beim designierten Meister geriet nicht mehr in Gefahr. „Vielleicht hat die Niederlagen einigen die Augen geöffnet“, meinte Niere.

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1 Leserkommentar

1. | Ems 11 | Montag, 20.02.2017 | 18:49 Uhr

Auch Niederlagen sind dann und wann möglich.Diese war zum richtigen Zeitpunkt.Aber herzlichen Glückwunsch an die Stadt Nordhorn,insbesondere an den ECN,zum 31 Platz,bei den Eishockeystandorten in EUROPA.Ein lesenswerter Bericht von der Wahl,steht im Sportteil der Sonntags-Zeitung.


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