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DNA-Spur führt Polizei zu Motorraddieb

führt Polizei zu Motorraddieb
Das Schöffengericht Nordhorn hat sein Urteil gefällt. Archivfoto: Werner Westdörp

Wegen eines besonders schweren Diebstahls mit einer Beute im Wert von 74.000 Euro ist ein 26 Mal vorbestrafter Mann aus Montenegro vor dem Nordhorner Schöffengericht zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt worden.

gh Nordhorn. Das Gericht unter dem Vorsitz von Richter Ratering sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte in der Nacht vom 17. auf den 18. März 2015 in ein Niedergrafschafter Motorrad-Zentrum eingebrochen und drei hochwertige Sport-Motorräder aus der Ausstellungshalle gestohlen hat. Der Angeklagte war geständig.

Vermutlich hat der Angeklagte bei dem Einbruch Komplizen gehabt. Gemeinschaftlich haben sie die große Eingangstür ausgehebelt und den als zusätzliche Sperre vom Geschäftsinhaber davor platzierten Renault-Transporter nach Lösung der Handbremse beiseitegeschoben, um so freie Bahn für den Abtransport des Diebesguts zu haben.

Unter den drei Zeugenaussagen war die des ermittelnden Polizeibeamten von besonderer Bedeutung. Er berichtete dem Gericht, dass an der Handbremse des Renault-Transporters eine DNA-Spur gesichert werden konnte, die nach Abgleich mit der DNA-Datei der Kriminalpolizei zu einem zuverlässigen Personentreffer führte – zulasten des Angeklagten.

Richter: Absoluter Tiefpunkt erreicht

Damit war für die Oberstaatsanwältin die Sachlage klar. Sie beantragte für diese Einzeltat eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten, die sie unter Einbeziehung von zwei gesamtstrafenfähigen Vorstrafen zu einer Gesamtstrafe von zwei Jahren zusammenfasste. Dem stimmte der Verteidiger im Ergebnis zu, allerdings mit dem Unterschied, dass er für die jetzt verhandelte Einzelstrafe ein Strafmaß von einem Jahr und drei Monaten für straf- und schuldangemessen hielt.

Das Schöffengericht unter dem Vorsitz von Richter Ratering schloss sich dem Strafantrag des Staatsanwalts an. Gesamturteil: Zwei Jahre Freiheitsstrafe. Eine Bewährung komme nicht in Betracht. Der Vorsitzende machte dem Angeklagten noch einmal deutlich, dass sein Leben im 40. Jahr ohne Perspektive sei, wenn es nicht sofort bei ihm Klick mache. 26 Vorstrafen und jetzt erneut ein besonders schwerer Diebstahls in Höhe von 74.000 Euro: Damit sei ein absoluter Tiefpunkt erreicht.

Nach Ende der Verhandlung wurde der Angeklagte zurückgeführt in die Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel. Das Urteil des Schöffengerichts ist rechtskräftig.

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Die Meinung unserer Leser

3 Leserkommentare

1. | Projekt Gold | Donnerstag, 20.04.2017 | 09:24 Uhr

Warum darf sich so ein Subjekt aus Montenegro mit 26 (!) Vorstrafen noch in Deutschland aufhalten? Und warum muss der deutsche Steuerzahler auch noch für Kost und Logis aufkommen? Hätte er nicht eigentlich schon vor mindestens 20 Verurteilungen unser Land verlassen müssen?

2. | Silberfuchs | Donnerstag, 20.04.2017 | 11:26 Uhr

@Projekt Gold, jetzt müssen Sie aber mal Verständnis für den Angeklagten/Verurteilten haben. Der kam schon nach seiner ersten Verurteilung hochverschuldet aus dem Knast. Eine Arbeiststelle findet er als Vorbestrafter nicht mehr so leicht, also bleibt ihm nur weiterhin kriminell zu sein. Das hat er ja schließlich gelernt und das kann er am Besten.

3. | Karla Kolumna | Donnerstag, 20.04.2017 | 12:30 Uhr

Der hätte schon nach der 3.Tat rausgeschmissen werden sollen. Wir sind eine Kuschel-Justiz, außer bei Steuerhinterziehung.


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