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Gerettet: HSG schafft den „Lückenschluss“

 HSG schafft den „Lückenschluss“
Die HSG tritt weiter in Nordhorn und Lingen an: Die Saison ist nach einer erfolgreichen Rettungsaktion gesichert. Foto: Rump

Das 160.000-Euro-Loch ist gestopft, die Grundvoraussetzung für die Lizenz der nächsten Saison damit erfüllt. Was den Etat der Spielzeit 2017/18 angeht, sieht sich die HSG Nordhorn-Lingen auf einem guten Weg.

Nordhorn. Die HSG Nordhorn-Lingen GmbH kann das im März bekannt gewordene 160.000-Euro-Loch im Etat für die laufenden Spielzeit schließen. Das gab Geschäftsführer Gerhard Blömers am Freitag bekannt. Die zu erwartenden Einnahmen aus dem Benefizspiel am Sonntag gegen den SV Meppen eingerechnet, ist die Saison in der 2. Handball-Bundesliga gesichert, die Grundvoraussetzung für die Erteilung der Lizenz 2017/18 nach Angaben des HSG-Verantwortlichen erfüllt.

Es habe „eine Welle von Sympathiebekundungen von den Fans, Freunden, Förderern einschließlich der Politik und der interessierten Öffentlichkeit gegeben“, schreibt Blömers in einer offiziellen Stellungnahme. Und: „Diese Resonanz zeigt, dass das Produkt Handball für die Region einen hohen Stellenwert besitzt und es sich lohnt, für den Bestand gemeinsam zu kämpfen und die Zukunft positiv zu gestalten.“

Im März hatte der Handball-Zweitligist über große finanzielle Probleme im laufenden Etat sowie in der Finanzplanung für die nächste Saison informiert. Die Mitglieder des Business-Teams kämpften in vielen Gesprächen mit bestehenden und potenziellen Geldgebern um weitere Sponsoring-Einnahmen, zudem hat es mehrere Aktionen der Fans und der HSG gegeben (die GN berichteten). „Für diese Unterstützung möchten wir uns bei allen Beteiligten ganz herzlich bedanken“, betont Blömers, „unser Respekt gilt allen Gebern, ganz gleich ob größere Einzelsummen bereitgestellt wurden, oder ob die Unterstützung im kleinen Rahmen erfolgte.“ Wie die Marketinggesellschaft die Lücke im laufenden Etat in Höhe von 160.000 Euro schließen konnte, wollte er nicht näher erläutern.

Immerhin: Aus dem Verkauf von Fanartikeln in der Halle, den Geldern aus den „Rettungsboxen“, den Erlösen aus Versteigerungen, die zum Teil von Fans privat organisiert wurden, sowie aus Zuwendungen, die über das eigens dazu eingerichtete Treuhandkonto eingegangen sind, konnte die HSG laut Blömers erhebliche Mittel einnehmen. Zudem hätten sich viele der aktuellen Sponsoren bereit erklärt, zusätzliche Mittel bereitzustellen.

Was die noch fehlende Summe im geplanten knapp 1,4 Millionen Euro umfassenden Etat der Saison 2017/18, angeht, sieht sich die HSG auf einem guten Weg. „Es ist unser Ziel, jetzt ganz zeitnah die notwendigen Beträge zu akquirieren“, betont Blömers und sagt: „Wir sind davon überzeugt, dass wir auf Basis der bisher geführten und positiv verlaufenen Gespräche auch dieses Ziel erreichen können.“

Video

07.04.2017 HSG Nordhorn-Lingen vor Rettung?
Nordhorn/Lingen: Die Handballer scheinen zumindest vorrübergehend gerettet. Wie der Zweitligist bekannt gab ist der Spielbetrieb für die laufende Spielzeit gesichert.

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Die Meinung unserer Leser

11 Leserkommentare

1. | Reinhold Volken | Freitag, 07.04.2017 | 19:26 Uhr

Das ist eine sehr gute Nachricht für die gesamte Region. Dank an alle, die zur Beseitigung der Finanzlücke gesorgt haben. Bleibt jetzt zu hoffen, dass die HSG-Verantwortlichen auch den Finanzetat für die kommende Saison sicherstellen können.

2. | Toto | Freitag, 07.04.2017 | 20:17 Uhr

Herzlichen Glückwunsch dazu. Es freut mich, dass die HSG weiterhin in der 2.Bundesliga spielen wird. Allein eine Sache gefällt mir gar nicht: Das Blömers nichts dazu sagen will, wie man es geschafft hat. In so einer Situation sollte man ein bisschen Information bringen. Sei es drum. Herzlichen Glückwunsch und auf hoffentlich nur viele Jahre

3. | Eperaner | Freitag, 07.04.2017 | 20:56 Uhr

Oh, wie ist es schön. Danke an die Sponsoren, Helfern und HSG Sympathisanten. Vielleicht wäre es ja möglich, das in den kommenden HSG - Hallenheften "Anwurf" die Sponsoren sich mal vorstellen und ihre Beweggründe für ihr Angagement für die HSG erläutern. Mich würde es freuen. Auch ein toller Erfolg für die gesamte Region.

4. | Schwarzer Hase | Samstag, 08.04.2017 | 14:02 Uhr

Der Ritt auf der Rasierklinge geht also weiter ! Und die 200 Teuro für die neue Saison ? und danach ? Die Information oder /Wahrheit die Herr Blömers sagen sollte: 1,4 Mio oder lieber mit Reserve für Kostensteigerungen (ohne Rücklagenbildung für Unvorhergesehenes) 1,5 Mio:38 Spiele = ca. rd. 40 Teuro pro Spiel, oder 80 Teuro kostet jedes Heimspiel. Bei 2500 Zuschauern = 32 Euro Eintritt, bei 2000 Zuschauern = 40 Euro, bei 1600 Zuschauern = 50 Euro Eintritt. Bei 500 Teuro Sponsorengeldern = alles 1/3 weniger Eintritt, Bei 50 % Sponsorengelder am Etat = 50 % weniger Eintritt. Also Sponsorengelder vergünstigen eueren Eintrittspreis... liebe HSG-Fans, dafür hängen sich die Verantwortlichen rein. Also müsst Ihr bereit sein bei 50 % Etat-Sponsorengeld zwischen 16 und 25 Euro Eintritt zu bezahlen ( bei 1/3 Sposnoring zwischen ca. 21 und 33 Euro). Das ist doch günstig. 2 Std. Helene Fischer seit ihr mit ca. 90 Euro dabei. Also 2000 Dauerkarteninhaber mit 500 Euro für 19 Heimspiele = 2/3 Etat

5. | flora | Samstag, 08.04.2017 | 16:59 Uhr

Die Rechnung von Pos.4 mag ja grob stimmen.Allerdings wurde die Rechnung ohne den Standort Emslandarena gemacht.Wie sieht der Vertrag mit der Emslandarena aus? Tritt die HSG dort gegen festes Honorar auf oder wie hoch ist die Hallenmiete?Wem fliessen die Einnahmen aus Catering,Werbung etc.zu?Die Zusammenarbeit mit Lingen war ein grosser Fehler,zumal die erhofften Sponsoringeinnahmen ausgeblieben sind.Lingen hat jedoch das Ziel erreicht,das Millionengrab Emslandarena durch die HSG bundesweit bekannt zu machen.Die Grafschafter Sponsoren haben offensichtlich den Braten gerochen und sich mit ihrem Engagement zurückgehalten.Ich möchte nicht wissen,wieviel Dauer- karteninhaber es ablehnen,nach Lingen zu fahren und haben daher ihre Karte gesplittet (Nur NOH)


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