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Gildehaus: Viele Fragen zu Sporthallenneubau

: Viele Fragen zu Sporthallenneubau
50 Interessierte ließen sich die Pläne erklären. Foto:Schröer
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  • 50 Interessierte ließen sich die Pläne erklären. Foto:Schröer
  • Die bestehende Armin-Franzke-Halle in Gildehaus sei nicht mehr zeitgemäß, sagte Bürgermeister Volker Pannen bei der Informationsveranstaltung für Bürger. Foto: Konjer

Vor allem die Verkehrsführung und die Parkplatzproblematik rückten beim Informationsabend zu den geplanten Arbeiten in Gildehaus in der Aula der Grund- und Hauptschule in den Mittelpunkt.

Gildehaus. Die Zukunft der Armin-Franzke-Halle und der Bau einer modernen Sporthalle in Gildehaus rückten in den vergangenen Monaten immer mehr in den Fokus. Am Donnerstagabend nutzten rund 50 Interessierte in der Aula der Grund- und Hauptschule Gildehaus (GHS) die Gelegenheit, sich über die Pläne der Verwaltung der Stadt Bad Bentheim zu informieren und Fragen und Bedenken vorzutragen.

Eines wurde dabei bei der Informationsveranstaltung deutlich: Stadt, Schule, Vereine und Politik unterstützen den Bau einer neuen Sporthalle in Gildehaus. Die genauen Rahmenbedingungen sind allerdings noch unklar. „Es geht darum, unsere Überlegungen vorzustellen, die sind keineswegs schon endgültig, sondern sollen in der Diskussion weiterentwickelt werden“, sagte Bürgermeister Dr. Volker Pannen zu Beginn der Veranstaltung. Zuvor hatte GHS-Schulleiter Wolfgang Lüders bekräftigt, dass die Schule voll hinter einem Neubau steht.

Entgegen dem Landestrend verzeichnet die Grund- und Hauptschule steigende Schülerzahlen und damit auch einen größeren Bedarf an Ganztagsangeboten. Dabei würden sportliche Angebote bei den Schülern besonders gut ankommen. „Eine neue Turnhalle würde nicht nur die Qualität des Schulsports enorm verbessern, sondern auch den Schulstandort Gildehaus stärken“, lautete Lüders Einschätzung.

Halle von 1973

Pannen wies darauf hin, dass die bestehende Armin-Franzke-Halle nicht mehr auf der Höhe der Zeit sei und ein langfristiger Betrieb gerade wegen des hohen Energieverbrauchs nicht vertretbar sei. Auf die Probleme mit der bestehenden Halle aus dem Jahr 1973 ging auch die städtische Mitarbeiterin Lisa Steenweg in einem Vortrag ein. Neben des Energieverbrauchs und der Schwierigkeiten einer Sanierung in Hanglage sei vor allem die Barrierefreiheit ein großes Problem der Armin-Franzke-Halle.

Dazu kommt die Tatsache, dass die Hallenmaße von 33 Mal 18 Metern nicht in allen Sportarten Wettkämpfe zulassen. Die ersten Pläne für einen Neubau sehen Maße von 45 Mal 45 Metern vor und würden neben einem großen Spielfeld und Kabinen auch Platz für Tribüne, Foyer und weitere Nutzungsräume bieten. Als Standort ist ein Platz zwischen Schule und Mühlenbergstadion im Gespräch. Die Halle würde dann auf der bisherigen Schulstraße und einem Teil des Schulhofes entstehen.

Die Nachfrage, ob ein Hallenneubau nicht auch am bisherigen Standort verwirklicht werden könnte, wurde von den Beteiligten aufgrund der erheblich größeren Ausmaße verneint. „Dann müssten wir tief in den Mühlenberg hinein bis an den Bürgergarten heran“, betonte Steenweg. Gerade der neue Standort führte zu zahlreichen Wortmeldungen. Als wichtige Faktoren kristallisierten sich dabei die zukünftige Verkehrsführung und die Parkplatzsituation heraus.

So hatten Anwohner bedenken, dass das Verkehrsaufkommen, das durch Schule und Kita „Regenbogen“ bereits jetzt sehr hoch sei, in Zukunft durch zusätzliche Sportveranstaltungen weiter ansteigen werde. Auch die benötigte Anzahl an Parkplätzen in unmittelbarer Umgebung einer neuen Sporthalle wurden intensiv diskutiert. Ein weiterer Punkt betraf die Tatsache, dass der Schulhof einen Teil seines Geländes verlieren würde. Parkverbote in der Umgebung gebe es jetzt bereits, daran würde sich aber nicht gehalten. „Die Verkehrsführung und die Parkplatzproblematik sind wichtige Diskussionspunkte, die wir in unsere Überlegungen aufnehmen werden“, versprach Pannen.

Dreifeldhalle geplant

Nicht nur der Standort kam zur Sprache, sondern auch die Halle selbst. Vertreter des TuS Gildehaus merkten an, dass eine neue Sporthalle auch zu Verbesserungen beim normalen Sportbetrieb führen müsste. Das ist mit der geplanten Dreifeldsporthalle gegeben. Bei den Planungen will sich die Verwaltung nicht nur mit den TuS-Verantwortlichen eng abstimmen. Auch andere Vereine wie die SG Bad Bentheim oder die Schützenvereine sollen Gehör finden. Pannen brachte außerdem noch einmal den Aspekt eines Dorfmittelpunktes in den Fokus: „Wir haben alle fünf Dorfgemeinschaftshäuser in der Umgebung renoviert. Gildehaus selbst hat so einen Treffpunkt nicht.“

Offen sind bei den Plänen auch noch Kosten und Finanzierung. Nachdem eine Förderung durch Bundesmittel scheiterte, stehen hier Modelle wie Eigenfinanzierung, Teil-Zuschüsse oder Öffentlich-Private-Partnerschaft im Raum. Für eine Diskussion darüber sei es aber noch zu früh, so Pannen.

Am Ende erhielten Vertreter der anwesenden Parteien die Gelegenheit zur Stellungnahme. Dabei betonten Dr. Carin Stader-Deters (SPD), Hermann Schultze-Berndt (CDU) und Friedhild Füser (Bündnis 90/Die Grünen), dass sie dem Sporthallen-Projekt offen gegenüber stehen, aber noch viele Gespräche mit der Schule, den Vereinen und im Rat nötig seien, um die angesprochenen Punkte intensiv zu diskutieren.

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Die Meinung unserer Leser

2 Leserkommentare

1. | Sportsfreund | Sonntag, 13.03.2016 | 06:57 Uhr

Das Sportplatzgelände zwischen "Kuhlenkamp" und "Am Sportplatz" ist komplett bebaut / genutzt, Platz eigentlich nicht mehr vorhanden. Schon gar nicht für viele Parkplätze. Deshalb nach Westen hin einige Häuser an der Schulstrasse wegkaufen, abreißen und die Halle in West-Ost-Richtung bauen. Oder ein Sportzentrum beim SG Sportgelände in Achterberg oder bei der TUS Außenstelle Sportplatz in Waldseite / Hagelshoek oder in Bentheim oder erst gar nicht errichten. Gildehauser Schule: Na, wieviele Schüler haben die denn, 730 wie 1979 werden es ja wohl nicht mehr sein. Und die Oberschule bzw. Gesamtschule wird kommen und in Bentheim errichtet. Und auf in den GN auf S. 5 lesen wir, dass in Niedersachsen die Schülerzahlen schon wieder zurückgegangen sind. Das kommt auch in Gildehaus. Nur eben etwas später, wie immer.

2. | Biene Maja | Sonntag, 13.03.2016 | 14:56 Uhr

Geh nie tief ins Wasser weil es da tief ist.....Deutsche Sprache schwere Sprache, nicht wahr?


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