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Gutes Jahr für Niedergrafschafter Volksbank

r für Niedergrafschafter Volksbank
Vor fast 400 Gästen im Saal Ridder in Wilsum begrüßten die Bankvorstände Berend H. Gortmann (rechts) und Berthold Scholte-Meyerink (links) den früheren Manager des Bundesligisten Werder Bremen und späteren UN-Berater, Willi Lemke, als Gastredner der Generalversammlung. Foto: Münchow

Die Volksbank Niedergrafschaft blickt nach den Worten des Vorstands Berthold Scholte-Meyerink auf ein „gutes und erfolgreiches“ Jahr 2016 zurück. Die Mitglieder erhalten eine Dividende in Höhe von sechs Prozent.

Wilsum. Für die Zukunft sieht sich die Volksbank Niedergrafschaft gut aufgestellt. Bankvorstand Berthold Scholte-Meyerink stellt auch klar: „Die kommenden Jahre mögen zwar geringere Ergebnisse mit sich bringen, werden unseren Fortbestand als eigenständige Bank in der Niedergrafschaft aber nicht gefährden.“ Voraussetzung sei, dass die derzeit 6832 Mitglieder der Genossenschaft auch weiterhin die Treue halten. Derzeit ist der Trend der Mitgliederzahl positiv. Im vergangenen Jahr hat die Genossenschaftsbank 510 neue Mitglieder bekommen und gleichzeitig 125 Abgänge verzeichnet.

In seinem Rückblick auf das vergangene Jahr ¨– vor dem Hintergrund der Null-Prozent-Leitzinspolitik der Europäischen Zentralbank – berichtet Scholte-Meyerink unter anderem von einem Anstieg des betreuten Kundenvolumens um knapp 30 Millionen Euro (3,7 Prozent) auf rund 838 Millionen Euro. Der Betrag teilt sich auf in bilanzwirksame Direktgeschäfte und in an Verbundpartner vermittelte Anlagen und Kredite.

Im überbetrieblichen Vergleich auf der Ebene des Genossenschaftsverbandes Weser-Ems liegt die Volksbank Niedergrafschaft mit ihren 3,7 Prozent Wachstum unter dem Durchschnitt von 5,2 Prozent. Scholte-Meyerink erklärt das mit der bereits erreichten guten Marktdurchdringung. Der überwiegende Anteil der Menschen und Firmen sei bereits Kunde. Die 838 Millionen Euro des betreuten Kundenvolumens teilen sich auf in 463 Millionen Euro im Kreditbereich und 375 Millionen Euro im Anlagegeschäft.

Bilanzsumme steigt

„Die niedrigen Zinsen mögen für die Anleger ein Problem darstellen – die Kreditnehmer hingegen zeigen sich erfreut“, berichtet Scholte-Meyerink. Dabei sei das Kreditgeschäft 2016 einmal mehr geprägt durch die Nachfrage aus der Privatkundschaft. Die Investitionsneigung im gewerblichen Bereich und im Agrarsektor sei im vergangenen Jahr eher zurückhaltend gewesen. In Wohnimmobilien werde aber weiter investiert. Dies gelte sowohl für den Erwerb oder die Renovierung von selbst genutzten Wohneigentum als auch für die Schaffung von Vermietungsobjekten. Nachgefragt worden seien angesichts der Zinssituation vorrangig Kredite mit langen Zinsfestschreibungen.

Zur langfristigen Sicherung des günstigen Zinsniveaus und zur Einbindung staatlicher Förderungen erfreue sich der Bausparvertrag unverändert großer Beliebtheit, betont Bankvorstand Scholte-Meyerink vor den Genossen. Im vergangenen Jahr seien Verträge mit einem Bausparvolumen von annähernd 26 Millionen Euro abgeschlossen worden. Diese Summe liege zwar leicht unter dem Vorjahr, stelle im überbetrieblichen Vergleich aber einen „sehr guten“ Wert dar.

Die Entwicklungen führen zu einem Anstieg der Bilanzsumme um 10,3 Millionen Euro (2,6 Prozent) auf 398,9 Millionen Euro. „Die Bilanzsumme stellt für uns allerdings keinerlei Mess- oder Zielgröße dar – sie ergibt sich vielmehr aus den geschäftlichen Aktivitäten“, betont Scholte-Meyerink. Bedeutender sei das Kundenwertvolumen insgesamt, das mit 838 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch sei, wie die Bilanzsumme. Dabei würden weder Bilanzsumme noch das Kundenwertvolumen alle geschäftlichen Aktivitäten der Bank widerspiegeln. So seien beispielsweise weder die Immobilienvermittlungen noch die Sachversicherungsbestände hierin enthalten. Im vergangenen Jahr seien zum Beispiel über 70 Immobilien vermittelt worden.

Bei der Ertragslage verzeichnet die Volksbank Niedergrafschaft beim Zinsüberschuss einen Rückgang von 9,8 Millionen Euro auf 9,5 Millionen Euro, dagegen ist der Provisionsüberschuss von 3,56 auf 3,61 Millionen Euro gesteigert worden. Nach der Berücksichtigung weitere Messzahlen wie etwa Verwaltungskosten und Risikovorsorge ergibt sich unterm Strich für das Ergebnis der Geschäftstätigkeit eine Steigerung von 4,29 Millionen auf 4,65 Millionen Euro.

Von diesem Ergebnis wurden im vergangenen Jahr 1,26 Millionen Euro an Steuern gezahlt, davon sind rund 554.000 Euro als Gewerbesteuern an hiesige Gemeinden geflossen, in denen die Volksbank Niedergrafschaft mit eigenen Geschäftsstellen vertreten ist.

Veränderungen gibt es im Aufsichtsrat der Volksbank Niedergrafschaft: Während Jan Wigger nach Ablauf seiner Amtsperiode wiedergewählt wurde, war das beim Vorsitzenden Johann Schüürmann wegen des Erreichens der Altersgrenze nicht möglich. Schüürmann gehörte seit 27 Jahren dem Aufsichtsgremium der Bank an und bekleidete seit dem Jahr 2011 das Amt des Vorsitzenden. Aufsichtsratsmitglied Heike Oudehinken bedankte sich bei Schüürmann für sein langjähriges Engagement und erinnerte an die Jahre der Zusammenführung früher eigenständiger Institute zur Volksbank Niedergrafschaft. Neu in den Aufsichtsrat der Volksbank Niedergrafschaft gewählt wurde Gunter Kip aus Halle/Hardingen. Der 47-Jährige ist geschäftsführender Gesellschafter beim Unternehmen Lankhorst. Über den Vorsitz im Aufsichtsrat entscheidet das Gremium während seiner nächsten Sitzung im Juni.

Einen Artikel über den Vortrag von Willi Lemke lesen Sie am Freitag in der Printausgabe der Grafschafter Nachrichten und hier im E-Paper.

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Die Meinung unserer Leser

1 Leserkommentar

1. | Eins A | Freitag, 19.05.2017 | 21:43 Uhr

Ich habe schon viele Berichte der Banken gehört und gelesen. Ich kann mich nicht erinnern, daß ein negativer dabei war. Und daß es den Banken gut geht sieht man ja. Ob es deren Kunden gut geht, wage ich in vielen Fällen zu bezweifeln!


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