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Hoher Sanierungsbedarf auf Nordhorns Straßen

ierungsbedarf auf Nordhorns Straßen
Gleicht einem Flickenteppich: Die Bernhard-Niehues-Straße in Nordhorn weist in ihrem gesamten Verlauf starke Schäden auf. Foto: Rainer Müller

Einige Straßen – vor allem um den Nordhorner Bahnhof – gleichen einer Mondlandschaft. Große Schlaglöcher klaffen im Asphalt. Auf lange Sicht hilft Flickwerk hier nicht mehr weiter.

Nordhorn. Wer auf der Achse Paulstraße – Bahnweg – Bernhard-Niehues-Straße in Nordhorn unterwegs ist, fährt unfreiwillig Schlangenlinien. Das liegt an vielen kleinen und großen Schlaglöchern auf der Straße, denen Fahrrad- und auch Autofahrer ausweichen. Manche Löcher sind nur wenige Millimeter tief, an anderen Stellen tritt deutlich das alte Kopfsteinpflaster zutage und wieder andere Straßenabschnitte sehen aufgrund der Ausbesserungsarbeiten aus wie Flickenteppiche.

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19.04.2017 Hoher Sanierungsbedarf auf Nordhorns Straßen
Vor allem um den Nordhorner Bahnhof sind viele Straßen in einem schlechten Zustand. Manche sind sogar am Ende ihrer Lebensdauer angelangt.

Ist daran der Frost des vergangenen Winters Schuld? Die Schäden und Unebenheiten sind nur bedingt darauf zu schieben, erklärt Henrik Eickelkamp, Pressesprecher der Stadt Nordhorn auf GN-Nachfrage. „Diese Straßen sind am Ende ihrer Lebensdauer angelangt“, sagt Eickelkamp. Das gelte insbesondere für den Bereich der Paulstraße, wo die Zu- und Ausfahrt – vorrangig für Anlieferungen zum neuen Aldi-Markt – jetzt stärker genutzt werde als zu Zeiten des K+K-Marktes. Der Unterbau sei einfach nicht für die neuen starken Verkehrsbelastungen ausgelegt.

Alles hängt mit am Bahnhof

Allerdings hat auch der Winter kleinere Spuren in Nordhorn hinterlassen. „Die Fachkräfte der Stadt Nordhorn gehen davon aus, dass die Schadenshöhe insgesamt nicht höher ausfallen wird, als in den vorherigen Jahren“, sagt Eickelkamp. In der Vergangenheit soll die Summe relativ konstant bei rund 10.000 bis 12.000 Euro für Material und Arbeitseinsatz gelegen haben.

Deutlich mehr Geld dürften dagegen die großen Straßenschäden kosten. Denn die will die Stadt laut Eickelkamp gesondert angehen und hat dazu bereits einen Planungsauftrag erteilt. „Da sich die Straßen im Umfeld des Bahnhofs befinden, spielt hierbei auch die Reaktivierung des Schienenpersonennahverkehrs eine wichtige Rolle“, sagt Eickelkamp. Das hinge mit dem Planfeststellungsverfahren am Bahnhof zusammen. Die Sanierung der besonders betroffenen Straßen erfolge abgestimmt auf die Umgestaltung des Bahnhof- und Gleisbereichs. „Es ergibt daher wenig Sinn, die Straßen vorher zu erneuern“, sagt Eickelkamp. Doch bis dahin dauert es noch ein paar Jahre. Die Bentheimer Eisenbahn plant, den Bahnhof Nordhorn erst im Jahr 2020 fertigzustellen (die GN berichteten).

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An anderen Stellen prüft die Verwaltung derzeit, auf welche Weise die Schäden am besten zu beseitigen sind, erläutert Eickelkamp. Auf dem Frensdorfer Ring soll beispielsweise eine Asphaltfräse eingesetzt und die Schadstellen mit Gussasphalt verschlossen werden. „Kleinere Schadstellen werden mit sogenanntem Kaltmischgut verschlossen. Rollsplitt wird im Innenstadtbereich nicht zum Einsatz kommen“, sagt Eickelkamp. Deswegen waren in den vergangenen Tagen auch bereits Mitarbeiter des Baubetriebshofes im Einsatz und haben an zahlreichen Stellen Schlaglöcher ausgebessert.

Einen Kommentar dazu lesen Sie in den Grafschafter Nachrichten – auch hier im E-Paper.

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Die Meinung unserer Leser

5 Leserkommentare

1. | Hein | Mittwoch, 19.04.2017 | 07:51 Uhr

Ja, alles für den Bahnhof! Und die Klarastr.? Direkter Schulweg, das da noch keiner gestürzt ist. Vennweg und und...da ist nötig eine Sanierung angebracht! Gibt auch andere Strassen die nicht für den Bahnhof gebraucht werden.

2. | Hüsemann | Mittwoch, 19.04.2017 | 09:33 Uhr

Hallo,warum können die Löcher in der Tannenstrasse nicht ausgebessert werden? Warum wird bei K u. K Wasserstrasse die Geschwindigkeit nicht auf 30 festgesetzt? Warum kann der Radweg Ahornstrasse nicht rot gekennzeichnet werden. Muss denn immer erst ein Radfahrer zu Schaden kommem?

3. | Mitdenker | Mittwoch, 19.04.2017 | 15:54 Uhr

Wer sich gerne mit seinem Fahrzeug durchschaukeln lassen will fahre auf Stadtflur die lange Buchenstraße hoch und über die Tannenstraße zurück oder umgekehrt. Ein reines Vergnügen! Fast wie auf der Kirmes! Für unsere Stadtväter sollte es eine Pflichtveranstaltung sein!

4. | squeakysheep | Mittwoch, 19.04.2017 | 20:11 Uhr

... statt Dessen bittet man lieber die Anwohner des Heseper Weges mit unsinnigen Straßenbaumaßnahmen zur Kasse. Der Heseper Weg ist im deutlichen besseren Zustand als andere Straßen im Stadtgebiet. Warum muss man diese verhältnismässig gute Straße nun aufwendig sanieren? Nur weil Rad-und Fußgängerweg fehlen? Nach Fertigstellung des Baugebietes "Bloemenkamp" erwacht nun der Amtsschimmel nach jahrzehntelangen Tiefschlaf und fordert von einigen Anwohnern die "vergessenen" Erschließungskosten. Vorher ist das niemandem aufgefallen. Und dann gleich beidseitig Rad- und Fußwege... Ich würde sagen es gibt offensichtlich wichtigere Baustellen in unserer Stadt. Oder nicht? Also Vorort-Termine und praxisbezogene Entscheidungen sind eher mangelware. In der privaten Wirtschaft würden nach derartigen Entscheidungen der eine oder andere Kopf rollen müssen. Das schaut sich kein Kunde oder Geschaftsführer lange mit an.

5. | Wietmarscher Beobachter | Mittwoch, 19.04.2017 | 23:00 Uhr

Diese Entwicklungen gibt es in jeder Kommune der Grafschaft. Das sogenannte "Infrastukturvermögen" wurde allüberall nicht ausreichend instand gehalten. Siehe auch Brücken, Durchlässe, Gräben, Gebäude aller Art. Wenn die Stadt Nordhorn seit Jahren den ähnlichen Betrag aufwendet, liegt dies nich daran, dass der Bedarf nicht unterschiedlich war oder tendenziell höher geworden ist, sondern schlicht daran, das man im Haushalt nicht mehr zur Verfügung gestellt bekommen hat. Und so kommt es dann, dass die Mitarbeiter der Stadt Nordhorn Jahr für Jahr das gleiche für langfristige Verwendung ungeeignete "Kaltmischgut" in die immer die gleichen immer größer werdenden Schlaglöcher werfen und mit der Schüppe festklopfen, bis es schon am nächsten Tag wieder herausgefahren wird. Stattdessen lamentiert man über angeblich notwendige Bundeshilfen für die eigenen Aufgaben und leistet sich was "Schönes". Kunst und Kultur, Spaßbäder, eine Eissporthalle für eine Handvoll Interessierter.... usw. .


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