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Jugendliche erleben Alltag im Kloster

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Eine Woche lang erlebten 20 junge Grafschafter den Alltag im Kloster Frenswegen. Foto: Müller

Eine Woche lang im Kloster leben – das haben kürzlich 20 junge Grafschafter im Alter zwischen 13 und 20 Jahren ausprobiert. Zum neunten Mal führte Pastorin Christa Olearius das Projekt durch.

Der helle Ton der Klangschale hallt durch die Kapelle. Draußen ist es noch stockdunkel. Während des Morgengebets und der Bibellesung können die Besucher durch das große Panoramafenster der Klosterkapelle in Frenswegen den Sonnenaufgang beobachten, während sie der Bibellesung lauschen. 20 junge Menschen erleben das „Kloster im Alltag“. Alle sind zwischen 13 und 20 Jahre alt und leben eine Woche lang gemeinsam im Kloster Frenswegen, gehen von dort ihren alltäglichen Pflichten und Hobbys nach. Dabei lernen sie sich besser kennen und helfen sich gegenseitig bei Hausaufgaben oder persönlichen Schwierigkeiten. Bereits zum neunten Mal führt Pastorin Christa Olearius dieses Projekt durch: „Die Idee dazu hatte ich vor sechs Jahren. Die Wochen liegen immer in den kirchlich besonderen Zeiten also dem Advent und der Passionszeit.“

Munter nach dem Morgengebet

Nach dem Morgengebet gibt es Frühstück. Mittlerweile ist die Sonne vollends aufgegangen und auch die 20 Teilnehmer sind inzwischen so richtig wach und unterhalten sich lebhaft, während sie essen und sich Brötchen für den bevorstehenden Schultag schmieren. Nachdem alle Schüler das Kloster verlassen haben, kehrt völlige Ruhe ein. Nur in der Küche klappert es. Dort beginnen die Vorbereitungen fürs Mittagessen.

Abgesehen vom Gebet vor dem Frühstück gibt es im Kloster noch drei andere Gebetszeiten pro Tag – mittags, abends und noch einmal gegen 22 Uhr, unmittelbar vor der Nachtruhe. In den Andachten wird gesungen, gebetet und ein Abschnitt aus der Bibel gelesen, der in die jeweilige Zeit des Kirchenjahres passt.

Einer der Projekttage ist der „Schweigetag“. Dann versuchen die Teilnehmer – wie auch die Mönche, die damals im Kloster Frenswegen lebten – zwischen dem Morgengebet und dem Beginn des Schultages nicht zu sprechen, sondern sich auf sich selbst und ihr Umfeld zu besinnen.

Arbeitszeit auf Klosteralltag abgestimmt

Milan Kip, der seinen Bundesfreiwilligendienst im Kloster macht und ebenfalls an der Klosterwoche teilnimmt, hat in dieser Woche Frühschicht. Sein Arbeitstag beginnt um 7.30 Uhr, direkt nach dem Frühstück. Er berichtet: „Das ist nicht immer so. Diese Woche richten sich meine Arbeitszeiten sehr nach ‚Kloster im Alltag‘, in andern Wochen fängt meine Schicht teilweise erst nachmittags an und geht dann abends länger. Das hängt immer ganz von den Veranstaltungen hier ab.“ Zu seinen Aufgaben gehört es, Räume für Seminare oder Vorträge zu stellen und bei Fragen den Seminarleitern und -teilnehmern zur Seite zu stehen. Außerdem hilft er in der Küche beim Spülen. Doch auch Büroarbeiten wie Rechnungen schreiben und Schriftverkehr abheften gehören zu seinen Aufgaben. Zudem empfängt er neue Gäste und weist ihnen ihre Zimmer zu.

Zeit für sich

Nach der Andacht am Mittag geht jeder seiner Wege. Einige Projektteilnehmer widmen sich ihre Hausaufgaben, andere durchstreifen das Klostergelände.

Es ist 19 Uhr. Das Abendessen ist beendet, alle Hausaufgaben sind erledigt und bis zum Nachtgebet ist noch Zeit. Die Teilnehmer gehen in den ersten Stock des Klosters, wo sich auch ihre Zimmer befinden. Zunächst geht jeder in sein eigenes Zimmer, um schon mal die wichtigsten Sachen für den nächsten Schultag zusammenzusuchen. Nach und nach treffen sie sich dann wieder im Gemeinschaftsraum, in dem sie sich über ihren Tag austauschen und Gesellschaftsspiele spielen, bis sie zum Nachtgebet gehen.

Auch nach Anbruch der Nachtruhe ist aus den Zimmern noch Getuschel und Gekicher zu hören und vereinzelt schleicht jemand über die Flure – bis nach und nach alle einschlafen und es im Kloster schließlich ganz still wird.

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