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„Komplex“-Verein lobt Arbeit der Bürgerinitiative

-Verein lobt Arbeit der Bürgerinitiative
Das Jugendzentrum „Komplex“ in Schüttorf. Foto: Lüken

Der Trägerverein des Jugendzentrums „Komplex“ freut sich über das Engagement für das Bürger- und Kulturzentrum am Standort Nordhorner Straße. Der Vorstand zeigt sich gespannt, wie die Politik entscheiden wird.

gn Schüttorf. Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des Trägervereins des Jugendzentrums „Komplex“ zeigte sich der Vorstand tief beeindruckt von der Arbeit der Bürgerinitiative (BI) „Bürger- und Kulturzentrum Schüttorf“. Aus dem zunächst losen Zusammenschluss Kulturinteressierter in und aus Schüttorf habe sich eine etablierte Gruppe mit regelmäßigen Sitzungsterminen und einer zukunftsweisenden Vision für Schüttorf entwickelt.

Im Gegensatz zum Vorstand des Vereins, der sich zumeist aus jüngeren ehrenamtlich Tätigen zusammensetzt, engagieren sich bei der Bürgerinitiative vor allem Menschen mittleren Alters mit verschiedensten beruflichen und privaten Hintergründen. „Das zeigt, auf welch breiten Füßen der Wunsch nach einem Bürger- und Kulturzentrum steht“, heißt es in einer Mitteilung. Der Vorstand sieht es als seine Aufgabe an, die Interessen der Jugendlichen in dem Bürger- und Kulturzentrum einzubringen.

Die BI habe es geschafft, festgefahrene Standpunkte aufzuweichen und eine neue, konstruktive Gesprächsbasis zu schaffen. „Besonders begrüßenswert waren zudem die klaren Bekenntnisse der etablierten Parteien zu einem Bürger- und Kulturzentrum beziehungsweise soziokulturellen Zentrum in ihren jeweiligen Wahlprogrammen. Nun ist der Vorstand gespannt, welche Taten auf diese Worte folgen werden“, heißt es weiter.

Die Vorteile einer gemeinnützigen Einrichtung gegenüber einer privatwirtschaftlichen liegen für die 1. Vorsitzende Angela Raabe klar auf der Hand: „Im ,Komplex‘ ist jeder willkommen. Die Eintrittspreise halten wir so niedrig wie möglich und für Menschen mit geringem Einkommen bieten wir einen vergünstigten Eintritt an. Bei uns geht es um gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe und diese sollte sich nicht finanziellen Aspekten unterordnen müssen.“

Die besondere Konstruktion, bei der ein eingetragener, gemeinnütziger Verein von der Gemeinde finanziell und personell unterstützt wird, aber in der pädagogischen Arbeit unabhängig ist, ermögliche den Zugriff auf verschiedene Fördertöpfe. Diese blieben kommunalen Trägern oftmals verwehrt. „So ist es auch beim Zirkusprojekt der Fall, das mit 18.000 Euro vom Bündnis ,Zirkus macht stark‘ gefördert wird. Die Zirkusgruppe trifft sich mittlerweile wöchentlich dienstags von 16.30 bis 17.45 Uhr“, teilt der Verein mit.

Der Bau eines Bürger- und Kulturzentrums biete weiterhin die Gelegenheit, alte Industriebrachen, etwa an der Nordhorner Straße, wieder aufzuwerten und für die nachfolgenden Generationen zu erhalten und erlebbar zu machen. „Das Stadtbild würde um eine moderne, gleichzeitig in der Historie der Stadt tief verwurzelte Einrichtung bereichert“, teilt der Trägerverein mit.

Auch für die Intensivierung der Zusammenarbeit mit der Oberschule würde ein nahegelegener Standort ideale Voraussetzungen schaffen. Bereits bestehende Projekte wie die ,Wolkenroller‘, die Streitschlichterausbildung und der neu geschaffene Kinder- und Jugendzirkus ‚Wirbelwind‘ zeigen, wie fruchtbar die Kooperation für beide Seiten ist“, beschreibt es die angehende Erzieherin und 2. Vorsitzende Eileen Dove.

Gleichzeitig ist dem Verein bewusst, dass man keine Luftschlösser bauen könne: „Die Finanzierung sowohl der Baukosten als auch der laufenden Betriebskosten müssen langfristig gesichert sein.“

Wer sich mit dieser Thematik weiter beschäftigen möchte, findet im Internet auf www.komplex-schuettorf.de oder www.bi-kultur.de viele Informationen.

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