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Kunstrasenplatz: Grüne gründen Arbeitsgruppe

nplatz: Grüne gründen Arbeitsgruppe
Ein Kunstrasenplatz sowie zwei Naturrasenplätze sollen im Schüttorfer Sportpark neben den bestehenden Plätzen entstehen. Gespielt wird auf dem Hauptplatz. Eine vorschnelle Entscheidung wollen die Grünen aber vermeiden. Grafik: Planungsgruppe Freiraum, Sport + Golf/Molitor

Die Schüttorfer Grünen haben eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich intensiv mit der Schaffung neuer Trainingsflächen für den Fußballsport und insbesondere mit dem Thema Kunstrasenplatz auseinandersetzt.

gn Schüttorf. Die Schüttorfer Grünen haben sich gegen eine vorschnelle Festlegung in Richtung Kunstrasenplatz ausgesprochen. Diese Entscheidung halten sie angesichts der Faktenlage für übereilt und nicht sachgerecht. Der Forderung nach mehr Informationen verleihen die Grünen nun Ausdruck in einem Fragenkatalog mit über zwanzig Fragen. Diesen hat die Grüne Stadtratsfraktion am Mittwoch an Stadtdirektor Manfred Windhaus geschickt.

Vorgehen richte sich nicht gegen FC Schüttorf 09

Die Grünen betonen, dass dieses Vorgehen sich keinesfalls gegen den FC Schüttorf 09 und dessen Handelnde Personen richte. „Der FC Schüttorf 09 bietet ein hervorragendes, vielseitiges Sportangebot für die Bevölkerung und Menschen jeden Alters finden hier eine sportliche Heimat. Der Anteil des Ehrenamts ist immens und wir schätzen die Arbeit des FC 09 und den Beitrag für das Gemeinwesen und den sozialen Zusammenhalt sehr hoch ein“, wird Aleida Niemeyer in einer Pressemitteilung der Grünen zitiert. Gleichzeitig dürfe man darüber aber nicht blind für Zusammenhänge werden und zu einer Kunstrasenlösung greifen, ohne gründlich zu prüfen, ob diese Lösung tatsächlich die Beste ist.

Die vermeintlich schnelle und einfache, aber auch sehr teure Lösung könne sich im Nachhinein auch als falsch heraus stellen. Harry van Zwieten, Leiter der Arbeitsgruppe, ergänzt: „Deshalb stellen wir jetzt einen Teil der überfälligen Fragen. Eine Entscheidung, in Richtung Kunstrasenplatz weiter zu gehen, hätte im Ausschuss Ende September niemals gefällt werden dürfen, weil so viele entscheidungsrelevante Fakten – inklusive des Gutachtens – noch fehlen.“

Wer zahlt?

Auskünfte erbitten die Grünen vom Stadtdirektor unter anderem zu den Fragen der Kosten und deren Verteilung zwischen Stadt und Verein und über die späteren Eigentumsverhältnisse. Auch über die Kosten und Zuständigkeiten der späteren Pflege und Instandhaltung eines Kunstrasenplatzes verlangen die Grünen Antworten. Würden dafür spezielle Maschinen und Materialien benötigt? Wer sei zuständig für deren Wartung und Reparatur, Unterbringung und Ersatzanschaffungen und wer bezahle diese Dinge, möchten die Kommunalpolitikerinnen wissen.

Sehr wichtig sei den Grünen die Frage nach möglichen Alternativen zu einem Kunstrasenplatz im Sportpark: „Gibt oder gab es zu irgendeinem früheren Zeitpunkt Überlegungen, dem FC 09 Sportplätze an anderer Stelle als dem Sportpark für das Kinder und Jugendtraining anzubieten?“, lautet deshalb auch eine der Fragen, und ob es in der Verwaltung Überlegungen gebe, für einen Sportplatzbau an der Oberschule.

Die Grünen hoffen, dass ihre Anfrage im Sinne aller Beteiligten zeitnah vom Stadtdirektor beantwortet wird, damit man zügig sachgerecht weiter arbeiten könne.

Thema muss weiterhin öffentlich behandelt werden

Das Thema Kunstrasenplatz beschäftige die Bevölkerung und müsse weiterhin öffentlich im Planungs- und Umweltausschuss und/oder im Sportausschuss behandelt werden, fordern die Grünen. Nur dort könne man die Entscheidungsfindung transparent gestalten. Die Verlagerung des Themas in einen nichtöffentlich tagenden Arbeitskreis, der nicht demokratisch legitimiert sei, halten die Grünen für voreilig. Einen Arbeitskreis könne man erst einsetzen, wenn über das Ziel bereits grundlegende Einigkeit bestehe. Beim Thema Kunstrasenplatz sei das nicht der Fall, so die Grünen. „Dieser Arbeitskreis soll auf Vorschlag der Verwaltung weiter in Richtung Kunstrasenplatz aktiv werden – aber wo und wann wird endlich die Diskussion um Alternativen geführt und offene Fragen geklärt?“, fragt die Ortsverbandsvorsitzende Claudia Middelberg. „Noch vor wenigen Wochen wurde vielfach beklagt, dass in der Bevölkerung kaum Interesse an politischen Entscheidungsprozessen vorhanden ist. Jetzt haben wir ein Thema, das kontrovers diskutiert wird und die Leute interessiert. Und ausgerechnet jetzt schließen wir die Bürger von der Diskussion aus? Das schadet dem sozialen Frieden zwischen den unterschiedlichen Interessengruppen in Schüttorf“, wird Middelberg weiter zitiert.

Die Grünen würden sich für eine breite, öffentliche Diskussion des Themas stark machen, damit eine Kompensationsmaßnahme an den FC 09 für die wegfallenden Trainingsplätze im zukünftigen Baugebiet zu guter Letzt auch von einer breiten Schicht der Bevölkerung mitgetragen würde.

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Die Meinung unserer Leser

16 Leserkommentare

1. | Linienrichter | Donnerstag, 20.10.2016 | 12:07 Uhr

Die Fragen an sich halte ich für absolut sinnvoll vorab zu klären. Aber einen alternativen Standort für einen Naturrasenplatz sehe ich als absolut unzufriedenstellend. Zwecks des Vereinslebens sowie Materiallagerung etc. gehören die Plätze an den Sportpark. Auch müssten hier dann ausreichen Umkleiden und alles geschaffen werden. Nein das wäre unpassend!

2. | vierter Schiedsrichter | Donnerstag, 20.10.2016 | 12:41 Uhr

Kann man nicht an anderer Stelle ein Baugebiet ausweisen?

3. | Ben Hur | Donnerstag, 20.10.2016 | 18:38 Uhr

Ist schon auffällig, dass in Schüttorf manche durchaus umstrittenen Entscheidungen dank kurzem Dienstweg oder Kungelei ganz schnell getroffen werden, während andere (z. B. Komplex) vor sich hindümpeln und wortwörtlich ausgesessen werden.

4. | einer aus Schüttorf | Freitag, 21.10.2016 | 08:22 Uhr

Ich frage mich warum die Grünen beim Bau der "Else am Quendorfer See" nicht schon so ein Engagement gezeigt haben. Gerade dort wären die traditionell starken Themen wie Natur-, Lärm- und Artenschutz etc. auf viele interessierte und aktive Zuhörer getroffen. Oder aber das zugegebenermaßen leidige Thema "Komplex".Ich bin gespannt wie das "wirkliche" Interesse der schüttorfer Bürger sein wird. Die Verflechtung bei so einem zahlenmäßig so großen Verein mit der Politik & der Stadtverwaltung ist gewaltig und ich rechne fest mit einem Kunstrasenpatz, dem ich übrigens auch zustimme.

5. | Bracke | Freitag, 21.10.2016 | 10:42 Uhr

Die Frage nach einem Kunstrasenplatz ist erst im Zusammenhang mit der Ausweisung eines bisherigen Trainings-und Spielgeländes, das vom FC09 mitbenutzt wird, als Baugebiet aufgeworfen worden. Dieses Neubaugebiet soll ein Baustein zur Schaffung von Wohnraum für einkommensschwache Hauhalte sein. Dass der FC09 einen Ausgleich für die entfallenden Trainingsfelder bekommen muss, wird wohl von keinem in Frage gestellt, umstritten sind jedoch vor allem die Art der Kompensation und die Höhe der Kosten: 1. Die vom FCO9 in Auftrag gegebene Bedarfsanalyse hat große Schwächen in der Methodik sowie in ihren Schussfolgerungen. 2. Der Kostenrahmen der anvisierten Kompensation würde die „Erlöse“ durch den Verkauf der Grundstücke fast auffressen, so dass kein Geld für die Schaffung von preisgünstigem Wohnraum übrig bleibt.


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