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Mareike Hindriksen wird Meister in Tschechien

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Als Zuspielerin und Kapitänin führte Mareike Hindriksen VK Prostejov zur tschechischen Meisterschaft. Foto: imago

Ihre erste Saison im Ausland endete für die Volleyballerin aus Emlichheim mit einem Triumph: Als Kapitänin führte die 29 Jahre alte Zuspielerin ihren Verein VK Prostejov zum Titel.

Emlichheim/Prostejov. 2015 deutscher Pokalsieger mit Stuttgart, 2016 das Double aus Meisterschaft und Pokal mit Dresden und 2017 tschechischer Meister mit VK Prostejov – Mareike Hindriksen hat ihre erfolgreiche Volleyball-Karriere um einen weiteren Titel angereichert. Und nur wenige Tage nachdem sie mit Prostejov die dramatische Finalserie „best of five“ gegen UP Olomouc (Olmütz) mit 3:2 gewonnen hat, scheint die 29-Jährige selbst ein wenig erstaunt über ihre persönliche Bilanz: „In den letzten vier Jahren stand ich in sieben Finals um Pokal oder Meisterschaft – Wahnsinn!“

Der jüngste Triumph war für die Emlichheimerin, die sich am Montag auf die 1000 km lange Reise von Tschechien an die niederländische Grenze machte, um daheim bei ihren Eltern vom Stress der vergangenen Monate zu entspannen, noch etwas Besonderes: „In meinem ersten Auslandsjahr wurde ich hier gleich Kapitänin“, berichtet die Zuspielerin, die nicht nur wegen des sportlichen Happy Ends froh ist, zum 1. August vergangenen Jahres den Sprung gewagt zu haben: „Es war ein super tolles Jahr, eine tolle Erfahrung“, zieht sie zufrieden Bilanz. Was sie dort vor allem zu schätzen weiß: „Die Wertschätzung für den Sport ist viel größer; und es zählt nicht nur Fußball.“

Obwohl Prostejov tschechischer Serienmeister ist und zuletzt neun Mal in Folge den Titel geholt hat, musste sich das mit Spielerinnen aus fünf Nationen bestückte Team in der abgelaufenen Spielzeit mächtig strecken. Allein das Finale gegen Olomouc war ein Kraftakt: Fünf Spiele binnen acht Tagen: Sonnabend, Sonntag, Mittwoch, Donnerstag und Sonnabend. „Und dreimal ging es in den Tiebreak“, erzählt Hindriksen, für die der tschechische Klub die achte Station ihrer Karriere ist: „Aber so etwas habe ich auch noch nicht erlebt“, sagt sie. Nach den ersten drei Spielen lag ihr Team mit 1:2 zurück. Und fast schien es, als würde die Saison mit einer kompletten Enttäuschung enden. Denn das Pokalfinale hatte Prostejov gegen Olomouc überraschend mit 2:3 verloren. Danach stand ein Trainerwechsel an und im Klub herrschte Alarmstimmung.

Entscheidung im Tiebreak: 1800 Fans erleben ein dramatisches Saisonende

Um so größer war die Erleichterung, als am Sonnabend vor 1800 Fans in eigener Halle die dramatische Aufholjagd glücklich endete. Als es in den Tiebreak ging, spürte Hindriksen, die als erste Zuspielerin permanent gefordert war, „war da schon eine ängstliche Grundstimmung in der Halle.“ Kein Wunder: „Wir hatten alle Tiebreakspiele zuvor in dieser Saison gegen Olomouc verloren.“ Doch diesmal behielten sie mit 15:6 die Oberhand. „Da ist bei Spielerinnen und Trainern so viel Druck abgefallen“, erzählt Hindriksen, „wir haben alles bis zum letzten ausgereizt.“ Sie wird wohl noch lange an die anschließende Feier zurückdenken, die mit den Fans in der Halle begann und über den offiziellen Teil mit dem gemeinsamen Essen in einer Cocktailbar der tschechischen Kleinstadt endete. „Wir hatten einen sehr schönen Abend zusammen“, sagt sie.

Das hatte sich das Team, dem außer Hindriksen mit Laura Emonts eine zweite Deutsche angehört, auch redlich verdient. Zahlreiche Verletzungen erschwerten die Umsetzung der Saisonziele. Und Hindriksen hat nachgerechnet, dass sie und ihre Kolleginnen 44 Pflichtspiele in der Liga sowie in nationalen und internationalen Pokal-Wettbewerben bestreiten mussten. In der Champions-League-Qualifikation schieden sie in der zweiten Runde aus. Und im CEV-Pokal war gegen Hindriksens früheren Verein Allianz MTV Stuttgart Endstation.

Als Meister ist Prostejov erneut in der Champions-League-Qualifikation dabei. „Deswegen war die Meisterschaft auch so wichtig“, erklärt Hindriksen, die noch nicht weiß, wie es weitergeht. „Die Planungen gehen jetzt erst richtig los“, sagt sie. Ihre Karriere will sie auf jeden Fall fortsetzen, auch wenn sie im November ihren 30. Geburtstag feiert. „Es macht noch Riesenspaß“, sagt sie. Ein paar Titel dürften es ruhig noch sein. Doch nach einer Saison, die sie ordentlich geschlaucht hat, hatte sie auf der Rückfahrt nach Emlichheim zu ihren Eltern vor allem einen Wunsch: „Erst mal will ich eine Woche nur schlafen und mich erholen.“

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