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McAllister: Großbritannien ist eher „uneiniges Königreich“

r: Großbritannien ist eher „uneiniges Königreich“
Fahnen wehen vor dem Gebäude der EU-Kommission in Brüssel. Foto: Julien Warnand
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  • Fahnen wehen vor dem Gebäude der EU-Kommission in Brüssel. Foto: Julien Warnand
  • Die britische Premierministerin Theresa May will noch im März den Austrittsprozess aus der EU starten. Foto: Niall Carson
  • Einbürgerungsurkunde: Briten erkunden sich nach dem Brexit-Volksentscheid verstärkt nach der deutschen Staatsbürgerschaft. Foto: Marijan Murat
  • Die britische Premierministerin Theresa May beantwortet im Unterhaus in London die Fragen des Parlaments. Foto: PA
  • So sahen am Rosenmontag die Düsseldorfer Karnevalisten die Lage der britischen Regierungschefin Theresa May. Foto: Ina Fassbender
  • Postfaktische Brexit-Kampagne: Auf diesem Bus wurde eine völlig übertriebene Summe genannt, die die Briten angeblich an die EU zahlen - gleich nach dem Erfolg im Referendum gaben die Initiatoren zu, dass die Zahlen falsch waren. Foto: str

Der britischen Gesellschaft droht nach Ansicht des CDU-Europapolitikers David McAllister eine zunehmende Spaltung. „Das Vereinigte Königreich erinnert momentan eher an ein uneiniges Königreich“, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im EU-Parlament dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

dpa Berlin. Neun Monate nach dem Brexit-Votum will Großbritannien am 29. März die EU-Austrittserklärung abgeben. Die Schotten sollen deshalb nach dem Willen ihrer Regierungschefin Nicola Sturgeon erneut über die Unabhängigkeit von Großbritannien abstimmen, an diesem Dienstag beginnen die Beratungen im Parlament in Edinburgh.

Nach dem ersten schottischen Unabhängigkeitsreferendum 2014 habe vor allem der Wahlkampf für das britische EU-Referendum im Juni vergangenen Jahres tiefe Gräben gerissen. Der Politiker mit schottischen Wurzeln erwartet bei den Brexit-Verhandlungen eine klare Linie der EU.

So müssten die Rechte der über drei Millionen EU-Bürger, die im Vereinigten Königreich leben, in ihrer jetzigen Form garantiert werden, verlangte McAllister. „Darauf werden wir bestehen - auch im Interesse der 180 000 EU-Bürger, die in Schottland leben.“ Nebenverhandlungen zwischen Brüssel und Edinburgh werde es jedoch nicht geben.

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1 Leserkommentar

1. | Ökonom | Montag, 20.03.2017 | 16:19 Uhr

Ich bin mir nicht sicher, dass vor allem auf britischer Seite Leute am Werke sind, die die volle Konsequenz des Brexit erfassen. Ich gehe davon aus, dass es im Königreich demnächst mehr feststellen werden, dass es ohne die EU nicht besser wird. Hinzu kommt, dass Schotten und auch viele Nordiren sich nicht von der EU lösen wollen. Die wirtschaftlichen Konsequenzen werden schon erheblich sein, kann mir nicht vorstellen, daß GB bessere Bedingungen bekommen als z. B. Norwegen oder die Schweiz. Man kann nicht die Vorteile im wirtschaftlichen Bereich ziehen, nicht aber Freizügigkeit zulassen zu wollen. Boris Johnson scheint mit dem Klammerbeutel gepudert zu sein, wenn er glaubt ein unorganisierter Austritt sei kein Problem. Hier scheint er auf gleicher Wellenlänge zu liegen wie Populisten Wilders, Le Pen oder auch die AfD hier.


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