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Mehr Flexibilität von Bewerbern und Arbeitgebern

ibilität von Bewerbern und Arbeitgebern
Bei einer Lehre als Bäcker duftet es immer nach frisch gebackenem Brot, Brötchen und anderen Leckereien. Foto: privat
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  • Bei einer Lehre als Bäcker duftet es immer nach frisch gebackenem Brot, Brötchen und anderen Leckereien. Foto: privat
  • Claus Schimmel ist der Pressesprecher der Arbeitsagentur Nordhorn. Foto: Sebastian Hamel

Wie geht es Schülern bei der Ausbildungssuche? Wie werden sie unterstützt, welche Möglichkeiten nutzen sie? Wir haben beim Arbeitsamt nachgefragt.

Viele Schüler sind derzeit beschäftigt mit der Berufsorientierung oder auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Claus Schimmel von der Agentur für Arbeit in Nordhorn steht Rede und Antwort.

Sind alle Schüler automatisch bei der Agentur für Arbeit gemeldet?

Die Inanspruchnahme der Berufsberatung ist freiwillig. Allen Schülern wird ein Beratungsangebot unterbreitet, was sie auch annehmen. Die Beratungen finden in der Arbeitsagentur und in den Schulen statt.

Wie viele Schüler in der Grafschaft suchen noch oder haben bereits eine Ausbildung gefunden?

In der Grafschaft haben 732 Schüler die Berufsberatung um Unterstützung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz gebeten. 189 davon haben bereits eine Zusage erhalten. Drei Viertel der Bewerber haben somit noch keine Ausbildungsplatzzusage, weil Unternehmen auf der Suche nach dem möglichst besten Bewerber die Entscheidung noch nicht getroffen haben.

Wie hilft die Arbeitsagentur den Schülern? Welche Angebote werden wie wahrgenommen?

Das Berufsinformationszentrum BIZ bietet jeden Dienstag Vorträge an und die Berufsberatung begleitet die Jugendlichen. In der „Woche der Ausbildung“ im März wurden Unternehmen und alle noch unversorgten Bewerber eingeladen. Als besonders erfolgreich bewerten Unternehmen das Speed-Dating, durch das viele Praktika oder Ausbildungen angebahnt werden.

Welche Herausforderungen mussten gemeistert werden?

Mangelnde Flexibilität und mangelnde Ausbildungsreife stellen die Berufsberatung vor besondere Herausforderungen. Die Schüler konzentrieren sich auf einige wenige Berufe. Das erschwert nicht nur die Realisierung, sondern führt auch in weiten Teilen zu einem Nachwuchsmangel. Die Berufsberatung zeigt Alternativen zum Wunschberuf auf, um damit ein Gleichgewicht auf dem Markt herzustellen. Arbeitgeber stellen teilweise zu hohe Anforderungen an die Bewerber. Wünschenswert wäre es, wenn sie auch schwächeren eine Chance gäben, denn oft bewähren sich in der Praxis genau die, die in der Schule mit der Theorie wenig anzufangen wussten. Daher bietet die Berufsberatung mit der sogenannten Einstiegsqualifizierung ein Instrument an, um auch hier einen Ausgleich zu schaffen.

Wie sehen die Lösungen aus, die von der Arbeitsagentur, beziehungsweise dem BIZ angeboten werden?

Berufsberatung orientiert sich immer am jeweiligen Bedarf: Ist der Berufswunsch noch unklar, wird gemeinsam nach passenden Lösungen gesucht. Steht der Berufswunsch fest, werden entsprechende Stellenangebote unterbreitet. Begleitend werden finanzielle Hilfen wie eine Bewerbungskostenpauschale oder Berufsausbildungsbeihilfe angeboten, damit die Realisierung nicht am Geld scheitert.

Noch nicht ausbildungsreife Schüler werden über Maßnahmen gefördert und für die Ausbildung fit gemacht. Sollte es danach dennoch nicht für eine Ausbildung im ersten Markt reichen, gibt es spezielle Angebote wie beispielsweise eine Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen.

Weitere Informationen unter www.arbeitsagentur.de/

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