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Neuer Anlauf für Obenholt II in Emlichheim

auf für Obenholt II in Emlichheim
Diskutiert wird eine Verlängerung der Straße Obenholt seit Langem. Nun soll die Samtgemeinde die Planungen voranbringen. Foto: Meppelink

Im Rathaus Emlichheim startet man einen neuen Versuch, die seit Langem geplante Verlängerung der Straße Obenholt voranzubringen. Nach Einwänden eines Anliegers plant nun nicht mehr die Gemeinde, sondern die Samtgemeinde.

Emlichheim. Seit geraumer Zeit wird die Verlängerung der Straße Obenholt in Emlichheim nun schon geplant. Vorgesehen ist, den ersten Abschnitt, der seit 2010 Kanalstraße (K 19) und Ringer Straße (L 44) miteinander verbindet, über die Vechte hinweg bis zur Kreuzung von Wilsumer Straße (B 403), Haftenkamper Diek (K 16) und Vechtetalstraße beim Hof Ribbert zu verlängern. Dieses Projekt war bisher Sache der Gemeinde Emlichheim. Sie hatte auch den ersten Obenholt-Abschnitt schon verwirklicht.

Mitten in die Planungen für den zweiten Obenholt-Abschnitt platzte allerdings ein ganzer Katalog von Einwänden, die ein Anlieger der Trasse erhebt. Er stellte unter anderem infrage, dass die Gemeinde zuständig ist. Davon kalt erwischt legte die Gemeinde die Planungen im vergangenen Jahr erst einmal auf Eis. Eine Verkehrszählung im September ergab schließlich, dass tatsächlich nicht die Gemeinde, sondern die Samtgemeinde den Bau von Obenholt II verantworten müsste. Nun muss im Prinzip das ganze Verfahren noch einmal gestartet werden.

„Antrag darf keine Angriffspunkte bieten“

Der Planungs-, Umwelt- und Tourismusausschuss des Samtgemeinderats hat sich am Mittwoch damit befasst. Mitarbeiter des Planungsbüros Lindschulte aus Nordhorn legten den Ausschussmitgliedern drei Trassenentwürfe vor. Unter anderem auch eine Variante, die der Anlieger vorschlägt und die weit um den Ortskern herumführt. Lindschulte empfahl jedoch eine Trasse, die nahe an der Siedlung Bettinge vorbeiführt und die auch schon die Gemeinde Emlichheim favorisiert hatte. Der Ausschuss folgte dieser Empfehlung am Mittwoch einstimmig und sprach sich dafür aus, beim Landkreis einen Planfeststellungsantrag einzureichen. Es ist davon auszugehen, dass sich der Samtgemeindeausschuss am Dienstag dieser Empfehlung anschließt. Damit hätten die neuen Planungen für Obenholt II eine erste wichtige Hürde genommen.

Emlichheims Samtgemeindebürgermeisterin Daniela Kösters betonte am Mittwoch, dass der neue Antrag keinerlei Angriffspunkte bieten dürfe, um in einem möglichen Gerichtsverfahren Bestand haben zu können. Sie wies noch einmal darauf hin, dass es für die geplante Verlängerung eine breite politische Rückendeckung gebe. Alle Fraktionen befürworteten das Projekt Obenholt II, das in der jetzt geplanten Trassenvariante rund 6,4 Millionen Euro kosten dürfte. Daniela Kösters machte auch darauf aufmerksam, dass die Samtgemeinde unter einem gewissen Zeitdruck stehe, wenn sie noch von einem bis 2019 laufenden Förderprogramm des Landes profitieren wolle, das 60 Prozent der Kosten trägt.

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