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Neuigkeiten zum Bahnhofsumbau in Neuenhaus

en zum Bahnhofsumbau in Neuenhaus
Zahlreiche Gäste konnte Günter Oldekamp am Sonntag beim Neujahrsempfang in der Wilhelm-Staehle-Schule begrüßen. Foto: Hamel

In knapp zwei Jahren sollen auch die Neuenhauser wieder vor Ort in einen Personenzug einsteigen können. Die Schienenanbindung war das zentrale Thema beim Neujahrsempfang der Samtgemeinde.

Neuenhaus. Sektempfang, gute Musik und viele Gespräche – wieder einmal hat die Samtgemeinde Neuenhaus zum traditionellen Neujahrsempfang geladen. Bürgermeister Günter Oldekamp konnte zahlreiche Bürger und Vertreter aus Politik und Verwaltung in der Wilhelm-Staehle-Schule begrüßen, um gemeinsam das vergangene Jahr zu reflektieren und auf kommende Projekte zu blicken.

Auch zwei besondere Gäste hieß er willkommen: Matthias Boddin vom Planungsbüro Lindschulte sowie Ralf Uekermann von der Bentheimer Eisenbahn. Sie überbrachten Neuigkeiten in puncto Bahnanschluss und zeigten, in welcher Gestalt der Neuenhauser Bahnhof daherkommen wird.

Zwei Haltepunkte wird es auf dem Gebiet der Dinkelstadt geben, genauer gesagt: einen Haltepunkt und einen Bahnhof. Letzterer entsteht durch die Reaktivierung des bestehenden Bahnhofs, wobei Gebäude und Umfeld ein neues Gesicht erhalten. Insgesamt 51 kostenfreie Autostellplätze entstehen auf dem Areal, davon 23 Kurzzeit- und drei Behindertenparkplätze. Wer mit dem Auto anreist, wird im Einbahnverkehr zum Bahnhof geleitet. Die Einfahrt liegt an der Morsstraße auf Höhe der Feuerwehr. Verlassen wird das Bahnhofsgelände über die Ausfahrt Veldhausener Straße.

Der alte Güterschuppen wird abgerissen. An dieser Stelle soll eine überdachte, verschließbare Fahrradabstellanlage errichtet werden. Das bestehende Bahnhofsgebäude soll in Form und Grundriss erhalten bleiben, jedoch ein modernes und einheitliches Erscheinungsbild bekommen. Für den hervorstehenden Mittelteil ist die Einrichtung einer Wartehalle vorgesehen. Im Gebäudeflügel Richtung Veldhauser Straße soll ein Shop mit Bäckerei und Café für einen kurzweiligen Aufenthalt sorgen. Dieser Teil wird über zehn eigene Parkplätze auf Straßenseite verfügen. Der Flügel auf der anderen Seite der Halle soll ein Reisezentrum beherbergen.

Der Bahnsteig wird – wie alle Bahnsteige auf der 28 Kilometer langen Strecke Richtung Bad Bentheim – 110 Meter lang und 2,50 Meter breit. Dort beginnt ab dem 9. Dezember 2018 die Fahrt stets 18 Minuten nach der vollen Stunde in Richtung Nordhorn und Obergrafschaft.

Der Bahnhof Neuenhaus soll darüber hinaus zu einem zentralen Verknüpfungspunkt zwischen Bahn- und Busverkehr werden. Dafür sind vor dem Gebäude drei moderne Bushaltestellen eingeplant für die Linien Uelsen- Emlichheim, Grasdorf- Bookholt-Nordhorn, Hoogstede-Emlichheim sowie Osterwald-Georgsdorf. Damit werde Neuenhaus zum „Tor zur Niedergrafschaft“, wie es augenzwinkernd hieß.

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Der künftige Anblick des Bahnhofs. Skizze: Büro Lindschulte

Eine weiterer Haltepunkt wird auf Höhe der Bushaltestelle Brömmelskamp nahe der B403 errichtet, zusammen mit fünf Autostellplätzen. Es besteht die Option, 16 weitere Plätze zu schaffen. Fahrräder können überdacht abgestellt werden, die Bushaltestelle wird in das Areal des Haltepunkts integriert. An beiden Stationen in Neuenhaus wollen die Verantwortlichen für eine Aufwertung des Umfelds sorgen.

Gespannt verfolgten die Gäste den Vortrag. Bürgermeister Oldekamp hob den Mehrwert des Bahnanschlusses hervor und sprach von einem „volkswirtschaftlichen Gewinn“ und einem „echten Standortvorteil“. Neuenhaus erhalte ein attraktives Bahnhofsumfeld und werde zum Verkehrsknotenpunkt. Gleichzeitig bedeute der Bahnverkehr einen aktiven Beitrag für Ökologie und Klimaschutz.

In seinem Rückblick auf das Jahr 2016 vermeldete Oldekamp einen personellen Wandel im Rathaus: Sechs neue Kolleginnen und Kollegen haben ihren Dienst aufgenommen. Durch einen neuen Fahrstuhl ist das Rathaus nun barrierefrei erreichbar. Der Bürgermeister verwies zudem auf die Verabschiedung zahlreicher verdienter Ratsmitglieder im Zuge der Kommunalwahl im vergangenen September. Gleichzeitig haben sich damit sechs neue Gemeinderäte konstituiert. Generell sei eine gute Entwicklung zu verzeichnen, so Oldekamp: „Daran sind maßgeblich auch die kleineren und großen mittelständischen Betriebe beteiligt, denen ich für ihr Engagement danken möchte.“

Mit Blick auf die Vorhaben im neuen Jahr erwähnte der Bürgermeister Bauprojekte in der Innenstadt, die Anschaffung zweier Feuerwehrfahrzeuge für Neuenhaus und Veldhausen sowie die weitere Integration von Flüchtlingen. Wichtige Themen sind auch die Planung eines Sporthallenbaus sowie der Windpark Georgsdorf, für den seit 27. Dezember 2016 eine Genehmigung des Landkreises vorliegt. Auch eine Verbesserung der Sicherheit infolge von Einbrüchen und Schmierereien steht auf der Agenda, ebenso ein besserer Mobilfunkempfang, vor allem in Grasdorf und Lage. Weiterhin laufen die Vorbereitungen zum 650. Stadtjubiläum in 2019 an.

Musikalisch eingerahmt wurde der Neujahrsempfang durch einen Chor junger Frauen mit dem Namen „Twen!“ der Musikschule Niedergrafschaft. Unter der Leitung von Armanda ten Brink brachten die Sängerinnen verschiedene Stücke unterschiedlicher Stilrichtungen zu Gehör und ernteten dafür viel Applaus. Für das leibliche Wohl sorgten die Heimatfreunde. Entsprechend gesellig fand der Neujahrsempfang mit lockeren Gesprächen einen entspannten Ausklang.

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