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Nordhorn holt Platz 2 bei Fahrradfreundlichkeit

holt Platz 2 bei Fahrradfreundlichkeit
Die Auszeichnung wurde am Freitag im Bundesverkehrsministerium in Berlin übergeben. Das kleine Bild zeigt (von links) Staatssekretär Enak Ferlemann, Bürgermeister Thomas Berling und den ADFC-Bundesvorsitzenden Ulrich Syberg. Foto: Stadt Nordhorn
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  • Die Auszeichnung wurde am Freitag im Bundesverkehrsministerium in Berlin übergeben. Das kleine Bild zeigt (von links) Staatssekretär Enak Ferlemann, Bürgermeister Thomas Berling und den ADFC-Bundesvorsitzenden Ulrich Syberg. Foto: Stadt Nordhorn
  • Beim Grafschafter Anfietsen stellte die Stadt Nordhorn erst unlängst wieder ihre Fahrradfreundlichkeit unter Beweis. Foto: J. Lüken

Die Stadt Nordhorn hat nach dem ADFC-Fahrradklimatest ihren zweiten Platz unter den fahrradfreundlichsten Städten in Deutschland behauptet. Bürgermeister Thomas Berling nahm den Preis am Freitag in Berlin entgegen.

gn Nordhorn. Die Ergebnisse des Fahrradklimatests wurden am Freitag im Bundesverkehrsministerium in Berlin vorgestellt. Bürgermeister Thomas Berling nahm am Freitagvormittag die Auszeichnung von Staatssekretär Enak Ferlemann und vom ADFC-Bundesvorsitzenden Ulrich Syberg entgegen. Nordhorn liegt in der Größenklasse der Städte zwischen 50.000 und 100.000 Einwohner im Ranking der sogenannten „Spitzenreiter“ knapp hinter der Gewinnerstadt Bocholt, ist aber im niedersächsischen Vergleich die Stadt mit der besten Gesamtnote überhaupt.

Sie erhielt bei der großen Bürgerumfrage des ADFC, an der rund 120.000 Radfahrer aus ganz Deutschland teilnahmen, die Gesamtnote von 2,59. Beim letzten Fahrradklimatest zwei Jahre zuvor hatte Nordhorn ebenfalls den zweiten Platz hinter Bocholt erreicht. Nordhorn wird damit besser bewertet als die Stadt Münster (Gesamtnote 3,07), die bekannteste große Fahrradstadt im Umkreis.

Beim Vergleich der Kommunen mit weniger als 50.000 Einwohner gingen weitere gute Bewertungen in die Grafschaft. Emlichheim erzielte bundesweit Platz 8 und gewann den Niedersachsenvergleich. Bad Bentheim erreichte hier die Plätze 18 beziehungsweise 2.

Nordhorns Bürgermeister Berling war gemeinsam mit dem Stadtratsvorsitzenden Ewald Mülstegen, VVV-Stadtmarketing-Geschäftsführer Matthias Bönemann, der stellvertretenden Stadtbaurätin Milena Schauer, der für Straßen und Radwege zuständigen Abteilungsleiterin Birgit Glahe und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Nordhorner ADFC, Lambertus Arends, nach Berlin zur Verleihung der Auszeichnung gereist. Auch die Bundestagsabgeordneten Daniela de Ridder und Albert Stegemann nahmen an der Preisverleihung im Verkehrsministerium teil. De Ridder bewertete die Auszeichnung für Nordhorn als Beweis für das große Engagement von Bürgern und kommunalpolitisch Verantwortlichen. Auch das Abschneiden von Bad Bentheim und Emlichheim hob sie hervor: „Das sind Spitzenwerte.“

Dass Nordhorn nach dem Überraschungserfolg im vorletzten Jahr weiterhin zu den besten Adressen für Fahrradfreundlichkeit zählt, freut alle Beteiligten: „Die stetige Verbesserung der Fahrradfreundlichkeit ist eines der Top-Themen, mit denen wir uns im Rat und in der Verwaltung in den vergangenen Jahren beschäftigt haben. Diese Auszeichnung ist eine wichtige Bestätigung dafür, dass unsere Anstrengungen tatsächlich Wirkung zeigen und bei den Bürgerinnen und Bürgern gut ankommen“, sagte Berling.

Lambertus Arends kann aus eigener Erfahrung bestätigen, wie attraktiv das örtliche Radwegenetz im Vergleich zu anderen Kommunen ist. Sein Ortsverein führt jedes Jahr zahlreiche Radtouren in die Region und andere Städte durch, 50.000 bis 80.000 Kilometer Strecke kommen dabei zusammen. „Nordhorn sticht unter den vergleichbaren Städten schon deutlich hervor, was den Zustand der Radwege, das Wegenetz und Abstellmöglichkeiten angeht.“

Für Matthias Bönemann ist das ausgezeichnete Radwegenetz in der Wasserstadt vor allem aus touristischer Sicht bedeutsam: „Wir würden uns natürlich sehr freuen, wenn diese hohe Auszeichnung dazu beitragen würde, dass noch mehr Fahrradbegeisterte von außerhalb auf uns aufmerksam werden.“

Auch der Ratsvorsitzende Ewald Mülstegen freute sich sehr über den zweiten Platz: „Das ist ein tolles Marketinginstrument für die Stadt. Auf der anderen Seite ist es auch ein Ansporn für uns im Stadtrat, weiterhin mit Nachdruck an den Konzepten für ein noch fahrradfreundlicheres Nordhorn zu arbeiten.“

Zurzeit arbeitet die Stadt an einem Radwegeverkehrskonzept für die Zukunft, an dessen Erstellung auch die Bürger beteiligt werden. „Wir werden auch die Ergebnisse des ADFC-Fahrradklimatests genau unter die Lupe nehmen und eventuelle Kritikpunkte in das Konzept einfließen lassen“, sagten die zuständigen Abteilungsleiterinnen Milena Schauer und Birgit Glahe. Diesen Herbst soll der Politik ein erster Entwurf vorgelegt werden.

Einen Kommentar dazu lesen Sie Samstag in den Grafschafter Nachrichten – auch hier im E-Paper.

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Die Meinung unserer Leser

5 Leserkommentare

1. | Hosemann, Norbert | Freitag, 19.05.2017 | 19:18 Uhr

Jetzt noch die radfahrerunfreundlichen Schlaglöcher beseitigen, dann winkt Platz 1.

2. | Momo2010 | Freitag, 19.05.2017 | 23:55 Uhr

Da muß viel mehr als das kommen

3. | achso achso | Samstag, 20.05.2017 | 06:15 Uhr

Immer nur meckern anstatt sich einmal über das bisher erreichte zu freuen. Sicher gibt es noch Radwege in Norn die Mängel ausweisen, doch seitens der Stadt arbeitet man doch an der Mangelbehebung. Hervorzuheben ist dabei die Strecke Seeuferstraße bis Bentheimer Straße. Zu bedenken ist auch, das die Ausbesserung der Radwege Geld kostet und nicht einfach so aus der Portokasse zu bezahlen ist.

4. | Hotrod | Samstag, 20.05.2017 | 14:33 Uhr

Sorry, aber ich kann diesen Test nicht wirklich ernst nehmen. Nach Angaben der GN haben in Nordhorn gerade einmal 85 Personen an der Umfrage teilgenommen. Ich muss nicht lange suchen, um fahrradunfreundliche Zustände zu finden. Die Millionen, die z.Zt. in die Nordumgehung fließen, hätte man besser in die innerstädtische Infrastruktur gesteckt, aber mit Radwegen kann man sich eben nicht profilieren. In Kopenhagen werden über 23€ pro Einwohner in den Radverkehr investiert. Wieviel, Herr Berling, sind es eigentlich in Nordhorn?

5. | smiddi | Samstag, 20.05.2017 | 19:16 Uhr

Ach Nordhorner seid doch zufrieden. In Bentheim sind viele Radwege (an Hauptstr.) so schlecht, dass die Radweg-Schilder abgebaut wurden und man auf der Strasse fahren muss. Und dafür hat Bentheim sogar noch einen Preis bekommen.


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