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Nordhorner geht als Bordfotograf auf Kreuzfahrt

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Mit der Kamera in der Hand wird Sven in den kommenden vier Monaten auf einem Kreuzfahrtschiff arbeiten. Foto: privat

Vier Monate lang wird ein Kreuzfahrtschiff das Zuhause und der Arbeitsplatz von Sven Hüsemann aus Nordhorn sein. Seine Reise als Bordfotograf führt den gelernten Mediengestalter bis in die Karibik.

Sven Hüsemann interessiert sich schon seit seiner Schulzeit für Fotografie. Über die Jahre hat er sich Einiges angeeignet, besonders im Bereich der Personenfotografie, was er auch auf seiner Facebookseite, seiner Instagramseite und seiner Homepage zeigt. Nach seinem Abitur machte er eine Ausbildung zum Mediengestalter und arbeitet für vier Monate auf dem Schiff „Mein Schiff 5“ der Kreuzfahrtlinie „Tui M Cruise“ als Bordfotograf.

GN-Szene: Seit wann fotografierst du?

Sven: Ich interessiere mich schon länger für Fotografie, habe mir vor sechs Jahren meine erste Spiegelreflexkamera gekauft und angefangen zu fotografieren. Seit vier Jahren setze ich mich näher mit Personenfotografie auseinander und habe kurz danach meine Facebook-Seite erstellt, auf der ich Fotoshootings anbiete.

Hast du auch eine Ausbildung in dem Bereich gemacht?

Ich habe 2014, direkt nach meinem Abitur, eine Ausbildung zum Mediengestalter bei „zengamedia“ in Nordhorn angefangen und dieses Jahr im Sommer erfolgreich abgeschlossen. Dann habe ich noch vier Monate dort gearbeitet. Jetzt habe ich erst mal zwei Wochen Urlaub, bevor es los geht.

Wann geht es los und für wie lange?

Am 23. Oktober fliege ich von Düsseldorf nach Palma de Mallorca und gehe dort auf das Schiff „Mein Schiff 5“ der Kreuzfahrtlinie „Tui M Cruise“. Auf diesem Kreuzfahrtschiff bin ich dann für vier Monate. Zuerst wird das Schiff zehn Tage lang auf dem Mittelmeer fahren und dann eine transatlantische Reiseroute von den Kanaren über die Kapverden, in die Karibik und zur Dominikanischen Republik einschlagen. Am 27. Februar endet meine Zeit als Bordfotograf und ich fliege aus der Karibik zurück nach Deutschland.

Wie bist du auf die Idee gekommen, Bordfotograf zu werden?

Durch eine Facebook-Anzeige. Das klang sehr interessant und da ich sowieso gerne einmal mehr in eine fotografische Richtung gehen möchte, habe ich mich beworben. Das Ganze läuft über eine Agentur, die die Fotografen an die Kreuzfahrtschiffe vermittelt. Da mussten natürlich Arbeitsproben mitgeschickt werden, da es wichtig ist, schon Erfahrungen im Bereich Personenfotografie gesammelt zu haben.

Wie muss man sich deine Tätigkeit dort genau vorstellen?

Grundsätzlich soll ich die Passagiere fotografieren. Also schon beim Boarding, wenn sie auf das Schiff kommen und im ganz normalen Schiffsalltag, aber auch bei Events, zum Beispiel bei Theateraufführungen, auf Ausflügen oder wenn sonst etwas Besonderes auf dem Schiff passiert. Ich biete aber auch Shootings an, wenn manche Passagiere gerne Bilder von sich machen lassen möchten. Ich werde auf dem Schiff auch im Fotoladen stehen, in dem die Bilder ausgestellt werden, die gemacht wurden. Dort können die Passagiere hinkommen, schauen, auf welchen Bildern sie drauf sind, und bei Interesse dann kaufen.

Weißt du schon, was du danach machst?

Ich werde als Dozent für eine Foto-AG am Gymnasium Nordhorn arbeiten, die ab dem zweiten Halbjahr stattfinden wird. Zusätzlich werde ich auch versuchen, wieder in den Beruf des Mediengestalters zu kommen. Falls das nicht klappt, werde ich freiberuflich noch mehr mit Fotografie machen. Ich würde danach gerne anfangen, etwas in Richtung Kommunikationsdesign zu studieren.

Kannst du dir vorstellen, länger auf dem Schiff zu bleiben?

Nein, erst mal nicht. Sobald ich wieder hier bin, fängt ja auch schon meine Tätigkeit am Gymnasium Nordhorn an. Außerdem wären mir die unregelmäßigen Arbeitszeiten auf Dauer zu anstrengend. Auf dem Schiff hat man eine Sieben-Tage-Woche mit acht bis zehn Stunden am Tag und immer wechselnden Schichten. Diese Schichten werden jeden Tag vom Fotomanager neu eingeteilt. Die Arbeitszeiten können sehr stark variieren und das wäre auf Dauer nichts für mich. Außerdem kommen in den ersten zwei Wochen noch sehr viele Sicherheitstrainingseinheiten hinzu.

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„Mein Schiff 5“ von Tui M Cruise ist für vier Monate der Arbeitsplatz von Sven. Foto „Ulrich Schaarschmidt

Ich sehe diesen Job eher als etwas an, wo ich die Möglichkeit habe, Lebenserfahrung zu sammeln, sowie viel im Bereich Fotografie zu machen und dabei noch an Orte zukommen, zu denen ich sonst möglicherweise nie reisen würde.

Diese vier Monate sind für mich das, was für andere Leute ein Auslandsjahr während der Schulzeit ist. Ich war noch nie auf einem Kreuzfahrtschiff, das heißt, es wird sehr spannend für mich, aber nach ein paar Wochen, wenn man das ganze Schiff kennt, wird es bestimmt auch, wie jeder andere Job, irgendwann sehr eintönig. Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, das während des Studiums in den Semesterferien oder nach dem Studium nochmal für ein paar Monate zu machen.

Darfst du auf dem Schiff in alle Bereiche und alle Angebote dort nutzen?

Als Mitglied der Crew darf ich zwar Smalltalk mit den Passagieren halten, allerdings keine tiefer gehenden Gespräche führen. Um dies zu vermeiden, darf die Crew die Räumlichkeiten, die für die Passagiere auf dem Schiff sind, nicht mit benutzen. Aber im Crewbereich gibt es auch einen Fitnessbereich und eine Disco, also haben wir dort auch Freizeitmöglichkeiten und müssen nicht nur auf den Zimmern sitzen.

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