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Nordhornerin ist ihre eigene Chefin mit 24 Jahren

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Ihr Wohnzimmer ist ihr Büro: Die 24-jährige Jana-Katharina führt ihr eigenes Unternehmen.

Einmal der eigene Chef sein – für Jana-Katharina Dojen ist das zum Alltag geworden. Anfang dieses Jahres hat die 24-jährige Nordhornerin die Marke „b2manufaktur“ gegründet und leitet seitdem ihr eigenes Unternehmen.

Lange geträumt von der Gründung eines eigenen Unternehmens hatte Jana-Katharina eigentlich nicht, die Idee dazu entstand erst Anfang dieses Jahres, als die Nordhornerin mit ihrem Freund von der Grafschaft in die Hansestadt Hamburg zog. „Ich war lange krank und bin ohne einen Plan hier hingezogen“, erzählt Jana-Katharina. Eigentlich hatte die gelernte Versicherungskauffrau und Finanzberaterin vor, ein Wirtschaftspsychologie-Studium aufzunehmen, bis ihr die Idee zur eigenen Firma kam: „Meine Eltern haben ein Unternehmen im Bereich der Bausanierung und der Beschichtungstechnik. Ich habe mir überlegt, mich auf den Vertrieb der Böden zu spezialisieren und diese in Quarz- und Betonoptik herzustellen. Ich habe einfach mehr Potenzial für diesen Bereich gesehen“, erzählt Jana-Katharina.

Das erste Produkt kam noch vor dem Namen

Noch bevor ihr Unternehmen einen Namen hatte, stand auch schon die erste Idee für einen Tisch in Betonoptik, den ihr Vater entworfen hat. Denn das Start-Up der Jungunternehmerin soll nicht nur Böden verlegen, sondern auch Möbel aus dem gleichen Material herstellen. „Ich wollte etwas machen, was es noch nicht so gibt“, erklärt die 24-Jährige. Sie hat so schon Entwürfe für Tische, Deko-Würfel, TV-Boards und Bänke entwickelt. „Eigentlich dachte ich immer, ich wäre super unkreativ“, gibt die Nordhornerin zu und lacht.

Im Juni fand Jana-Katharina auch endlich den passenden Namen: „b2manufaktur“ sollte das junge Unternehmen heißen. Dabei steht das „b“ für Beton und Böden, die „2“ für die Zusammenarbeit zwischen Vater und Tochter und „manufaktur“ für Handarbeit und Einzelanfertigungen, erläutert Jana-Katharina. Da eine Gründung einer GmbH mit viel Papierkram verbunden ist, entschied sich die 24-Jährige erst einmal für die Gründung einer Marke – so ist „b2-manufaktur“ eine Marke der BEKA GmbH, dem Unternehmen ihrer Eltern in Bad Oeynhausen. Von denen erfährt die Jungunternehmerin viel Unterstützung: „Meine Eltern helfen mir finanziell aus und ich profitiere von der Firma und den Erfahrungen der beiden. Sie sind meine Vorbilder.“

Freie Zeiteinteilung bringt nicht nur Vorteile

Während Möbel und Böden in Bad Oeynhausen produziert werden, kümmert sich Jana-Katharina in Hamburg um Vertrieb und neue Entwürfe. Zu den Aufgaben der 24-Jährigen gehören neben vielen Büroarbeiten auch die Entwicklung des Designs oder die Akquise – also die Gewinnung von möglichen Kunden. „Ich telefoniere jeden Tag mit Architekten und werbe viel auf sozialen Netzwerken“, sagt sie. Sie genießt es, ihr eigener Chef zu sein. Besonders die freie Zeitplanung gefällt ihr: „Ich kann mir immer spontan frei für die Familie nehmen, denn ich versuche, so oft wie möglich in Nordhorn zu sein, da ich meine Großeltern und Freunde schon sehr vermisse“, erzählt sie. „Außerdem kann ich bestimmen, wie viel Geld ich jetzt und später verdienen will. Es gibt kein Limit nach oben.“

An ihren ersten Kunden kann sich Jana-Katharina gut erinnern: Nur wenige Wochen nach der Gründung ihrer Marke „b2manufaktur“ stand sie das erste Mal auf einer fremden Baustelle. Ein Privatkunde hat die junge Unternehmerin beauftragt, sich um die Böden seines Hauses zu kümmern. „Als das Endprodukt stand, war ich unheimlich stolz. Und auch der Kunde war begeistert“, sagt die 24-Jährige. Doch so viel Verantwortung zu haben, kann auch Nachteile mit sich bringen, weiß die Nordhornerin.

Ohne Disziplin komme sie da nicht weit: „Es ist schwierig, einen geregelten Tagesablauf zu haben. Mein Tag beginnt damit, dass ich am Schreibtisch frühstücke und währenddessen die ersten Mails checke. Ab 10 Uhr mache ich Akquise und bis Mittag telefoniere ich meistens nur.“ Bevor sie weiter neue Ideen entwickelt, verbringt sie die Mittagspause am liebsten auf dem Balkon oder schlendert durch Hamburg. „Da mein Büro in meinem Wohnzimmer ist, lässt man sich aber auch schnell mal ablenken, schaut, was im Fernseher kommt, oder macht die Wäsche“, erzählt sie und grinst. Einen richtigen Feierabend gibt es bei der Jungunternehmerin nur selten, schon gar keine normale 40 Stunden Woche.

Auch wenn ihr Freund am Abend nach Hause kommt, spielt das Start-Up eine große Rolle in den Gesprächen des jungen Paares. Oft denkt Jana-Katharina noch im Bett über Ideen nach, die sie dann am Frühstückstisch mit ihrem Freund diskutiert. „Mein Freund unterstützt mich zu hundert Prozent und engagiert sich sehr“, freut sich Jana-Katharina.

Wenn die Nordhornerin eine Auszeit von der Arbeit braucht, geht sie spazieren oder in den Reitstall. „Ich mache schon sehr lange Dressurreiten, nur leider habe ich dafür jetzt weniger Zeit. Doch wenn ich abschalten will, gehe ich in den Pferdestall, schnuppere Stallluft und schalte mein Handy aus.“

Später einmal möchte Jana-Katharina ein großes und erfolgreiches Unternehmen führen. In Planung sind noch Dekoartikel und Accessoires in Betonoptik. „Ich konnte mich bis jetzt in dieser Männerdomäne durchsetzen und glaube fest an mein Unternehmen“, sagt sie stolz. Ihr größter Wunsch ist es einmal eine alte Fabrik zu kaufen und diese zu renovieren.

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