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Osnabrücker Polizei landet Medien-Coup

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Dieser Aushang an der Zufahrt zur Wache in der Augustenburger Straße hat inzwischen für ein bundesweites Medienecho gesorgt. Foto: David Ebener

Ein „kleiner, roter Falschparker“ wird deutschlandweit bekannt: Die Osnabrücker Polizei sucht per Aushang nach dem Besitzer eines Bobbycars, das vor der Dienststelle Augustenburger Straße abgestellt worden war.

lori Osnabrück. „Ein Fahndungsaufruf, wie man ihn nicht alle Tage erlebt“, schreibt „Spiegel Online“. „Fahrerflucht – wem gehört das Bobbycar?“, fragt der NDR. Und auch das TV-Boulevard-Magazin Brisant berichtet im Ersten von der „Soko roter Raser“. Ungezählte Medien haben die niedliche Geschichte von der Polizei und dem roten Bobbycar inzwischen aufgegriffen.

Am 2. Januar hatte die Polizei Osnabrück den ungewöhnlichen Fahndungsaufruf auch per Twitter veröffentlicht. Darin wird nach dem Besitzer eines „roten Einsitzers“ gesucht, der sein Gefährt vor der Polizeidienststelle an der Augustenburger Straße abgestellt hat.

Seitdem fehlt von dem Halter jede Spur, die Polizei nahm das Spielzeugauto zunächst in den eigenen Fuhrpark auf. Natürlich soll das gute Stück zurückgegeben werden, und auch von einer Strafe wegen Falschparkens wird abgesehen – „auch wenn wir hier gerne einen schnellen, roten Flitzer hätten“, wie es in dem Aushang heißt.

Ein ungewöhnlicher Aufruf, über den es sich zu berichten lohnt – fanden wohl auch zahlreiche Medien in Deutschland. Nach dem Bericht der „Neuen Osnabrüc ker Zeitung“ griffen unter anderem RTL und der „Focus“ die Geschichte auf. Und sogar im Nachbarland Österreich hat das rote Bobbycar einen Nachrichtenwert. Das Nachrichtenportal Salzburg24.at berichtete: „Mit einem etwas kuriosen Fahndungsaufruf sorgt derzeit die Polizei Osnabrück im Netz für Aufsehen und den ein oder anderen Schmunzler.“

Bei Facebook wurde die „Fahndung“ inzwischen rund 900-mal geteilt. Und bei Twitter markierten ihn rund 190 User mit einem Herzchen. Mit so viel Aufmerksamkeit hätte Polizeisprecherin Anke Hamker nicht gerechnet, als sie den Aufruf ins Internet setzte. „Wir haben zahlreiche Anfragen aus ganz Deutschland. Bei jedem dritten Anruf hier in der Pressestelle geht es um das rote Bobbycar“, sagte die Sprecherin.

Dessen Besitzer war übrigens noch nicht unter den Anrufern. Allzu lange sollte er die Polizisten aber nicht mehr warten lassen: „Wenn sich innerhalb der nächsten Woche niemand findet, dann geht es als Fundsache an die Stadt Osnabrück“, sagt Hamker. Ein halbes Jahre lang lagert das kleine Auto dann im Fundbüro, danach soll es gespendet werden. Außer, die Polizei als Finder beansprucht es zurück. Doch Hamker winkt ab. „Wir haben keine Verwendung dafür. Unsere Kollegen von der Autobahnpolizei sind körperlich einfach zu groß.“

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