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Osttangente in Nordhorn bleibt für Trecker tabu

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Die Nordhorner Osttangente bleibt für landwirtschaftliche Verkehre tabu. Archiv-Foto: Stephan Konjer

Die Nordhorner Osttangente bleibt für landwirtschaftliche Verkehre tabu. Wegen der hohen Verkehrsbelastung und der vielen Einmündungen sei eine Freigabe für langsam fahrende Fahrzeuge zu gefährlich.

Nordhorn. Der Nordhorner Umgehungsstraßenring mit den beiden Bundesstraßen B 403 (Osttangente) und B 213 (Südumgehung) ist als sogenannte Kraftfahrstraße ausgewiesen. Das heißt: Es handelt sich um Schnellverkehrswege, die nur von Fahrzeugen befahren werden dürfen, die mindestens Tempo 60 erreichen. Das schließt Traktoren und sonstige langsamfahrende Fahrzeuge aus.

Dennoch wird seit Jahren diskutiert, ob die Umgehungsstraßen für landwirtschaftliche Verkehre freigegeben werden sollen. Es geht insbesondere um die vielen Kartoffeltransporte, die auf dem Weg zur Emlichheimer Stärkefabrik durch Nordhorn rollen müssen. Das hatte zwar im August 2010 zur Freigabe der Südumgehung zwischen Bentheimer Straße und Denekamper Straße für solche landwirtschaftlichen „Durchgangsverkehre“ geführt, aber eine Freigabe der Osttangente hatten die Verkehrsplaner von Anfang an kategorisch abgelehnt.

Im Zuge der geplanten Erneuerung des Heseper Weges war das Thema im vergangenen Jahr erneut ins Blickfeld geraten. Der Ausbau der Straße war eigentlich für dieses Jahr geplant, wird aber wegen nicht zugewiesener Fördermittel nun frühestens 2018 beginnen. Ungeachtet dessen fürchten Anlieger, dass nach dem Ausbau des Heseper Weges noch mehr landwirtschaftlicher Schwerverkehr durch ihr Wohngebiet und die Oorde rollen wird. Deshalb hatten CDU und SPD die Verwaltung aufgefordert, sich bei der zuständigen Straßenbauverwaltung in Lingen noch einmal um die Freigabe der Osttangente zu bemühen.

Die Antwort aus Lingen gab die Stadt diese Woche im Verkehrs- und Umweltausschuss des Rates bekannt. Demnach bleibt die Straßenbauverwaltung bei ihrem Nein. Sie werde einer Freigabe der Osttangente nicht zustimmen, heißt es in der Mitteilungsvorlage der Verwaltung.

Das Nein aus Lingen stützt sich auf drei Kernargumente:

  • Die Osttangente sei die am stärksten belastete überörtliche Umgehungsstraße im gesamten Stadtgebiet von Nordhorn. Eine Verkehrszählung aus dem Jahr 2010 weist eine Verkehrsbelastung von bis zu 21.500 Fahrzeugen pro Tag auf, darunter 1800 Lastwagen (Südumgehung: 11.000 Fahrzeuge / 600 Lastwagen).
  • Aufgrund der eng aufeinander folgenden Einmündungen Wehrweg, Frensdorfer Ring und Seeuferstraße und der sehr hohen Verkehrsbelastung seien Überholvorgänge langsam fahrender landwirtschaftlicher Fahr-zeuge kaum möglich.
  • Eine Erweiterung der Osttangente um eine „2+1 Überholspur“ würde die Verkehrssituation auf der Tangente nach Ansicht der Lingener Verkehrsplaner nicht verbessern, sondern sogar zusätzliche Gefahrenpotenziale schaffen: Wegen der vielen „Zwangspunkte“ wie Einengungen an Brücken und Kreuzungsbereichen sei es nicht möglich, ausreichend lange Überholstrecken zu schaffen.

Aus der Sicht der Lingener Behörde ist mit der Freigabe der Südumgehung eine hinreichende Möglichkeit für den landwirtschaftlichen Schwerverkehr geschaffen worden, Nordhorn zu umfahren: Von der Bentheimer Straße aus können die Schleppergespanne die Stadt über Südumgehung, Denekamper Straße, Euregiostraße und Neuenhauser Straße umfahren. Die entstehende Nordumgehung soll ab Ende 2019 ebenfalls für landwirtschaftliche Verkehre frei sein, so dass die Südwestumfahrung in nördliche Richtung um Nordhorn herum bis an die Lingener Straße verlängert wird.

Für die Stadt Nordhorn kommt das Nein aus Lingen nicht überraschend. Zu weiteren kurzfristigen Maßnahmen sieht sie derzeit keine Veranlassung, zumal der geplante Ausbau des Heseper Weges nun ohnehin verschoben werden muss.

Einen Kommentar dazu lesen Sie in den Grafschafter Nachrichten am Freitag – auch hier im E-Paper.

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