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Schüttorferin Paulina Pyplacz tanzt weltweit

erin Paulina Pyplacz tanzt weltweit
In New York studierte Paulina verschiedene Tanzstile. Foto: privat
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  • In New York studierte Paulina verschiedene Tanzstile. Foto: privat
  • Tanzgruppe in Brasilien. Foto: privat
  • Videodreh in Crato. Foto: privat

Bei der Schüttorferin Paulina Pyplacz gibt es keinen Stillstand: Auch ein Kreuzbandriss kann die Tänzerin nicht stoppen, die auch weiterhin noch als Industriekauffrau in Schüttorf arbeitet.

Wenn Paulina Pyplacz über ihre Leidenschaft für das Tanzen spricht, leuchten ihre Augen. „Ich tanze, seitdem ich denken kann“, erzählt die Schüttorferin, die bereits über einen entsprechend großen Erfahrungsschatz verfügt. Den gibt sie auch an junge Tänzerinnen weiter. Im November richtete die 27-Jährige in Schüttorf einen Workshop unter dem Motto „Streetstyles out of NYC“ aus. Neben Tanzschritten aus dem Hip-Hop standen dabei auch Einblicke in House und Popping auf dem Übungsplan.

Das sind einige der Stile, in die Paulina Pyplacz in New York selbst tief eingetaucht ist. Am Broadway Dance Center hat sie eine intensive Tanzausbildung genossen. „Es war immer mein Traum, in New York zu tanzen“, berichtet die gelernte Industriekauffrau, die nebenberuflich bereits eine Ausbildung zur Tanzpädagogin absolviert hat. Beim reinen Träumen ist es aber nicht geblieben. Im Jahr 2013 schickte sie eine Bewerbung über den großen Teich. Dazu gehörten neben Fotos von ihrer Tanztechnik auch ein Einblick in ihre Vorerfahrungen und ein Schreiben, warum es sie unbedingt zum Tanzen nach New York zieht.

In der Metropole standen dann verschiedenste Stile vom Ballett über Jazz, Contemporary, Latin, Stepp-Tanz bis hin zum Hip-Hop auf dem Programm. „Mit einem Tanzstil kommt man heutzutage nicht mehr weit. Man muss immer offen für verschiedene Stile und Entwicklungen sein“, betont Paulina. Diesen Wissensdurst bringt sie mit. Auch aktuell stehen immer wieder Workshops, Kurse und Fortbildungen auf dem Plan, an dem sie nicht als Kursleiterin sondern als Teilnehmerin am Start ist. Das intensive Tanzen in New York hat sich auch gelohnt. Nach 18 Monaten hatte sie ihr Zertifikat vom Broadway Dance Center in der Tasche. Dazu gehört auch die Lizenz zur internationalen bodyART-Trainerin. Ein ganzheitliches, funktionelles Training, das Einflüsse aus dem Yoga, der Physiotherapie und dem Krafttraining vereint.

Das ist aber bei Weitem nicht das Einzige, was sie in der Zeit auf die Beine gestellt hat. Zwischendurch hat Paulina während eines sozialen Praktikums in Brasilien zwei Tanzvideos produziert, um diese Projekte vor Ort zu fördern. Als Schülerin auf dem Missionsgymnasium in Bardel war sie über den „Aktionskreis Pater Beda“ schon früh mit den großen Problemen in dem südamerikanischen Land konfrontiert worden. Gleichzeitig faszinierte sie die große Lebensfreude, die die Menschen trotz ihrer Lebenssituation ausstrahlen.

Und die spiegelt sich gerade im Tanzen ausgezeichnet wider. „Für Brasilianer ist das Tanzen ein ganz wichtiges Ausdrucks- und Hilfsmittel. Dort gehört Tanzen einfach zum Leben, ganz ohne Schamgefühl“, beschreibt Paulina Pyplacz die Erfahrungen, die sie vor Ort gemacht hat. Mit den Videos möchte sie zum einen Spenden für die Hilfsprojekte sammeln, zum anderen aber auch auf die Missstände in dem Land hinweisen. So bringt sie mit dem ersten Video zu Michael Jacksons „Man in the mirror“ den harten Kontrast zwischen der Illusion des atemberaubenden und idyllischen Brasiliens mit der Realität der Armut, Korruption, Gewalt, Umweltproblematik und einem hohen Defizit des Bildungs- und Gesundheitssystems, die in Brasilien herrschen, tänzerisch zum Ausdruck. Dabei war es schon eine große organisatorische und logistische Leistung, die Videos mit der brasilianischen Tanzcrew aus den Projekten zu verwirklichen. So waren zwischen den Drehorten in Crato im Landesinneren und Recife an der Atlantikküste große Entfernungen zurückzulegen. Und auch die portugiesische Sprache hat sie sich dafür in nur dreieinhalb Monaten selbst beigebracht.

Ihre Freude am Tanzen wurde schon früh geweckt. So gehörte sie als Teenager zur Tanzgruppe „Sundance“ von Eveline Wypich, die mit zahlreichen Auftritten in der Region bekannt wurde. Mit 18 Jahren übernahm sie selbst die Leitung der Gruppe nach interner Umstrukturierung, die sie unter dem Namen „Renacimiento“ weiterführte. Auch in Schulen hat sie diverse Tanzprojekte geleitet und in der Umgebung Theaterstücke und Musicals choreografiert. Ein Kreuzbandriss sorgte später dafür, dass sie eine zeitlang selbst nicht mehr auf der Bühne stehen konnte. Die Verletzung stoppte sie aber nicht: Sie kümmerte sich auf Krücken um die Choreografie.

Die zahlreichen Erfahrungen, die sie gerade im Ausland gesammelt hat, bestärken sie weiter in der Motivation, ihre Karriere als Tanzlehrerin voranzutreiben. Seit Anfang des Jahres ist Paulina Pyplacz wieder in Deutschland und geht bei einer Schüttorfer Textilfirma ganz normal ihrem Job als Industriekauffrau nach. Parallel stehen aber auch immer Workshops, Kurse und Fortbildungen auf dem Programm – und das ganz nach ihrem Naturell in den unterschiedlichsten Bewegungsbereichen. So unterrichtet sie Gruppen im Kinderballett, arbeitet als Fitnesstrainerin und gibt Kurse und Workshops in verschiedenen Tanzrichtungen – und das mit Leib und Seele.

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