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Schüttorferin studiert im Ausland vor der Haustür

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Die University of Twente liegt am Waldrand eine Viertelstunde von Enschedes Innenstadt entfernt. Sevim Aktas aus Schüttorf (kleines Foto) schätzt an ihrer Universität die vielen Grünflächen, wie hier im Außenbereich der Mensa.Foto: Stephan-Park

Nur eine halbe Stunde von ihrer Heimatstadt Schüttorf entfernt – und dennoch im Ausland – studiert die 20-jährige Sevim Aktas an der University of Twente in Enschede.

Schüttorf/Enschede. Auf die Idee, in Holland zu studieren, brachte sie ihre Großmutter. „Nach dem Abitur habe ich mich vor allem über deutsche Universitäten informiert. Meine Oma, die in Enschede wohnt, hat mir dann den Tipp gegeben, an den Tagen der offenen Tür bei der University of Twente vorbeizuschauen“, erzählt Aktas. Der Campus mit seinem See, den großen Grünflächen und vor allem die technische Ausrichtung hatte die Schüttorferin überzeugt, zum Studium nach Holland zu ziehen. „Bislang bin ich mit meiner Wahl mehr als zufrieden“, sagt sie.

Eingeschrieben hat sie sich im multidisziplinären Studiengang „Advanced Technology“, den sie im 1. Semester studiert und der nur in Enschede angeboten wird. Zu dem Fach gehören Mathematikvorlesungen, Mechanikunterricht, Chemie, Thermodynamik und weitere naturwissenschaftliche Disziplinen. Großen Wert wird vor allem auf den Praxisbezug gelegt. „Wir lernen nicht nur Formeln, sondern wenden sie auch in Projekten an“, betont sie. Bereits im ersten Jahr stand der Bau eines Kühlschranks, der ohne Elektrizität betrieben wird, auf dem Stundenplan. „Wir haben es geschafft, mit dem Gerät Wasser von Zimmertemperatur bis auf 14 Grad abzukühlen“, erinnert sich die Studentin.

Pro Jahr muss die Schüttorferin 2000 Euro Studiengebühren zahlen. Sie ermuntert junge Grafschafter, sich davon nicht abschrecken zu lassen. Deutsches BAföG könne auch für ein Auslandsstudium beantragt werden. „Außerdem ist Enschede die günstigste Studentenstadt in den Niederlanden“, fügt sie hinzu.

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Sevim Aktas schätzt an ihrer Universität unter anderem die vielen Grünflächen zum Erholen, wie im Außenbereich der Cafeteria. Foto: Stephan-Park

Zwischen Wohnort und und Campus zu pendeln, hält Aktas für eine schlechte Idee. „Wenn ich nicht hier leben würde, hätte ich viel verpasst, was die Universität an Freizeitaktivitäten bietet und die Stadt an Kultur“, sagt sie. Studenten rät sie zudem, ein Rad mitzubringen. „In einer Viertelstunde kann man damit vom Campus aus die Innenstadt erreichen“, sagt sie.

Die größte Herausforderung war es für Aktas zunächst, sich plötzlich in zwei Fremdsprachen zu unterhalten. An der Universität wird nur Englisch gesprochen, in Enschede selbst Niederländisch. „Das hat sich nach zwei Monaten aber auch gegeben. Mittlerweile ertappe ich mich selbst dabei, auch im Gespräch mit Deutschen immer wieder englische Begriffe zu verwenden“, berichtet die 20-Jährige.

Dass sie in unmittelbarer Grenznähe lebt, merkt die Schüttorferin im Alltag kaum noch. Seit Beginn ihres Studiums im vergangenen Jahr war sie nur selten in Deutschland. „Meist besucht meine Familie mich in Holland. Am Wochenende nach Hause zu fahren, klappt zeitlich leider selten“, sagt sie. Denn sie engagiert sich derzeit in mehreren Projektgruppen auf dem Campus. Unter anderem organisiert sie eine UN-Simulation und baut mit ihren Kommilitonen ein umweltfreundliches Auto für ein Wettrennen. Wie es nach dem Studium weitergeht, will sie noch nicht entscheiden. „Da ,Advanced Technology‘ fächerübergreifend aufgebaut ist, stehen mir viele verschiedene Wege offen“, sagt die Schüttorferin.

Wer sich für ein Studium an der University of Twente interessiert, kann sich an den Tagen der offenen Tür am Donnerstag und Freitag, 16. und 17. März, über die Bachelorstudiengänge und am Sonnabend, 18. März, über die Masterstudiengänge informieren. Anmeldungen sind im Internet unter www.utwente.nl/de/tag-der-offenen-tuer/ möglich.

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