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Schwierige Vorbereitung aufs Spiel am Abend

e Vorbereitung aufs Spiel am Abend
BVB-Trainer Thomas Tuchel muss die Mannschaft auf die am Abend stattfindende Partie vorbereiten. Foto: Bernd Thissen/Archiv
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  • BVB-Trainer Thomas Tuchel muss die Mannschaft auf die am Abend stattfindende Partie vorbereiten. Foto: Bernd Thissen/Archiv
  • BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sprach am Morgen zu den Spielern. Foto: Federico Gambarini
  • Nach dem Anschlag stellt der BVB den Profis frei, ob sie spielen wollen. Foto: Bernd Thissen
  • Marcel Schmelzer (l) und Nuri Sahin kommen am Morgen nach der Attacke auf den BVB-Bus am Trainingsgelände an. Foto: Marius Becker

Ausnahmezustand bei Borussia Dortmund: Auf einem stark gesicherten Trainingsgelände bereiten sich die BVB-Profis nach dem Anschlag auf die am Abend stattfindende Partie gegen AS Monaco vor. Auch Geschäftsführer Watzke spricht zum Team.

dpa Dortmund. Marco Reus ist einer der ersten Spieler am BVB-Trainingsgelände, Pierre-Emerick Aubameyang kommt etwas später. Den Fußballprofis von Borussia Dortmund bietet sich gegen 9.00 Uhr an der Adi-Preißler-Allee ein ungewohntes Bild.

Etliche Einsatzfahrzeuge der Polizei stehen vor der Anlage, weitere Wagen sind ständig in Bewegung und sichern das Gelände weiträumig. Einige wenige Fans und viele Medienvertreter versammeln sich dort. Fahrzeuge, die auf das Trainingsgelände wollen, werden auf Sprengstoff untersucht. Nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus am Dienstagabend hat der BVB am Mittwochvormittag die Vorbereitung auf die für 18.45 Uhr angesetzte Champions-League-Partie gegen AS Monaco aufgenommen.

Die Spieler sollen die Nacht nicht im Mannschaftshotel verbracht haben und sind möglicherweise bei ihren Familien gewesen. Aus Sicherheitsgründen gibt der Club zu den Abläufen rund um die Vorbereitung keine Informationen heraus. Auch ein öffentliches Training wird nicht stattfinden. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ist ebenfalls am Trainingsgelände und hat bereits zum Team gesprochen. „Ich habe gerade in der Kabine an die Mannschaft appelliert, der Gesellschaft zu zeigen, dass wir vor dem Terror nicht einknicken“, sagte Watzke.

Trotz aller beunruhigenden Nachrichten vermittelten die Verantwortlichen des BVB mit voller Vehemenz eine Botschaft: Kein Einknicken! „Wir spielen heute nicht nur für uns. Wir spielen für alle“, betonte Club-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, der am Vorabend erschüttert den Fans über das Stadionmikrofon vom Anschlag berichtet hatte. „Wir wollen zeigen, dass Terror und Hass unser Handeln niemals bestimmen dürfen.“

Von Normalität war aber schon am Morgen an der Adi-Preißler-Allee im Dortmunder Nordwesten keine Spur. Beim Warmlaufen für das Königsklassen-Duell mit dem AS Monaco am Abend standen etliche Einsatzfahrzeuge vor der Anlage, weitere Wagen sicherten das Trainingsgelände.

„You'll never walk alone“: Der Titel der legendären Südtribünen-Hymne kleidete das Gemeinschaftsgefühl auf einem Plakat in Worte - das auch den verletzt fehlenden Marc Bartra miteinschloss. „Wir sind alle geschockt und in Gedanken bei Marc“, sagte Kapitän Marcel Schmelzer über den Spanier. Noch am Spieltag eilten viele Teamkollegen zu Bartra ins Krankenhaus, wo der an Hand und Arm verletzte 26-Jährige operiert worden war.

Den BVB-Profis war ihr Einsatz beim Spiel freigestellt. Viele Fans wollten sich die Neuauflage nicht entgehen lassen - schon mehrere Stunden vor Anpfiff standen zahlreiche Anhänger am Signal-Iduna-Park vor den Stadiontoren. Rucksäcke im Stadion waren nicht erlaubt.

In einem Telefonat mit BVB-Macher Watzke wünschte auch Kanzlerin Angela Merkel der Mannschaft, den Trainern und Fans alles Gute - und verurteilte den Anschlag als „widerwärtige Tat“. Watzke betonte, dass dies vielleicht die schwierigste Situation der letzten Jahrzehnte sei. „Wir spielen heute nicht nur für uns. Wir spielen für alle. Egal, ob Borusse, Bayer oder Schalker. Wir wollen zeigen, dass Terror und Hass unser Handeln niemals bestimmen dürfen. Und wir spielen natürlich für Marc Bartra, der sein Team siegen sehen will“, so Watzke. Bartra war bei den Sprengstoffattacken an der Hand und am Arm verletzt worden. Der Spanier ist noch in der Nacht operiert worden. „Wir sind alle geschockt und in Gedanken bei Marc“, sagte Kapitän Marcel Schmelzer.

Nach der Ansprache des Geschäftsführers war es vor allem die Aufgabe des Trainerteams, die Mannschaft auf die am Abend stattfindende Partie vorzubereiten. Wie schwierig eine solche Situation sein kann, erklärte der frühere BVB-Trainer Ottmar Hitzfeld in einem Gespräch mit dem TV-Sender Sky. „Die Zeit, das mit den Spielern aufzuarbeiten, hat man nicht. Man muss das Geschehen schnell wieder auf den Fußball lenken.“

Rund 30 Minuten absolvieren die Profis eine kurze Einheit, mehr ein Anschwitzen als ein intensives Training. Anschließend verlassen die meisten Spieler das Trainingsgelände im Dortmunder Osten mit ihren Privatwagen. Dann fährt der Mannschaftsbus des BVB vor. Es ist aber nicht der, auf den der Anschlag am Vorabend verübt wurde, sondern ein identisches zweites Modell. Ob die Mannschaft am späten Nachmittag mit dem offiziellen oder einem neutralen Bus zum Spiel fährt, ist nicht bekannt.

Der zur Zeit an den 1. FC Köln verliehene Dortmunder Abwehrspieler Neven Subotic war entsetzt, als er von dem Anschlag hörte. „Ich bin in Gedanken bei meinen Kollegen und den Fans des BVB. Ich wünsche mir, dass Ihr heute Abend ein tolles Fußballfest zeigt, dass wir uns von solchen stumpfsinnigen Aktionen nicht unterkriegen lassen“, teilte Subotic über die sozialen Medien mit.

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Die Meinung unserer Leser

3 Leserkommentare

1. | schimanski | Mittwoch, 12.04.2017 | 16:47 Uhr

Ganz schön mutig ,sich hinter der Polizei verstecken und dann laut rufen,wir lassen uns von solchen Aktionen nicht unterkriegen.Viele haben gerufen,der Islam gehört zu Deutschland,schon ist er da. Mein RESPEKT gilt unserer mutigen Polizei,die bei jedem EINSATZ ihr Leben einsetzen.

2. | Mo Mentmal | Mittwoch, 12.04.2017 | 21:06 Uhr

Na ja schimanki chen, du versteckst dich ja auch hinter deinem Pseudonym. Wart mal ab, die Täter kamen Rechts.

3. | Mo Mentmal | Mittwoch, 12.04.2017 | 21:06 Uhr

Na ja schimanki chen, du versteckst dich ja auch hinter deinem Pseudonym. Wart mal ab, die Täter kamen Rechts.


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