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Show „Supertalent“ hat Haruns Leben aufgemischt

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Harun Celik (Dritter von links) hat mit seinen Freunden von der Tanzgruppe „BWnation“ die Jury bei das „Supertalent 2016“ überzeugt. Sie erhielten drei Ja-Stimmen. Foto: RTL/Stefan Gregorowius

Geht es für Harun und seine Freunde bei der TV-Sendung „Das Supertalent“ weiter? Harun weiß es noch nicht. Er wartet gespannt.

Bad Bentheim. Harun Celik sitzt im Moment auf heißen Kohlen. Der Tänzer aus Bad Bentheim hat mit seinen Mitstreitern von der „BWnation“-Crew beim Casting der RTL-Show „Das Supertalent“ eine tolle Performance hingelegt. Ob der rasante Auftritt vor den Augen eines Millionenpublikums vor den TV-Bildschirmen und der Jury um Dieter Bohlen für den Einzug ins Finale reicht, wissen die fünf jungen Tänzer aber noch nicht. „Die Jury verrät nichts. Wir können nur warten und hoffen, dass wir ins Finale kommen“, erzählt Harun Celik, der aber optimistisch ist.

Sehr positiv waren die Reaktionen, die die Jungs, die ein bunter gemischter Haufen aus Bad Bentheim, Rheine, Münster, Ahaus und Marl sind, nach ihrem Auftritt in der RTL-Sendung bekommen haben. Vor allem Guido Mosengo-Ktenge hat mit seinem Erscheinungsbild und Auftreten bleibenden Eindruck hinterlassen – und das über alle Generationen hinweg. „Alle lieben Guido. Wenn wir unterwegs sind, wird er von allen angesprochen. Von Kindern bis hin zu Omas und Opas“, berichtet Celik. Unterwegs sind die fünf Tänzer aktuell viel.

Der Auftritt beim Supertalent hat für einen kleinen Hype rund um die Tänzer gesorgt. Am vergangenen Wochenende trat das Quintett in der Diskothek „Palacio“ in Lingen auf. „Der Auftritt war gut, allerdings ist das Publikum bei solchen Events immer ein bisschen leise und muss erst animiert werden“, sagt Celik. In Zukunft könnte das Programm noch erheblich größer werden: „Wir haben seit unserem Fernsehauftritt zahlreiche Anfragen zu Fotoshootings und Videodrehs bekommen.“ Momentan laufen die Anfragen vor allem über die Facebook-Seite von „BWnation“ oder über die Accounts der einzelnen Crew-Mitglieder. Doch auch das könnte sich bald ändern.

Ende des Monats haben die Tänzer ein Treffen mit einem Manager, um die Möglichkeiten für eine professionellere Zusammenarbeit auszuloten. Denn falls die Tänzer den Einzug ins Supertalent-Finale schaffen sollten, traut er der Formation noch viel zu: „Dann gehen wir durch die Decke“, sagt Celik selbstbewusst.

Leben zwischen Tanz- und Arbeitswelt

Dabei lebt der Bad Bentheimer gewissermaßen in zwei Welten. In der Tanz- und der Arbeitswelt. „Ich habe eine 40-Stunden-Woche als Vertriebsmitarbeiter und verkaufe Stahl“, sagt Celik, der im Frühjahr in Nordhorn seine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann abgeschlossen hat und jetzt in Osnabrück arbeitet. Der Rest seiner Zeit gehört fast ausschließlich seiner großen Leidenschaft, dem Tanzen. Die Zeit, die er selbst auf der Bühne steht, ist dabei bei Weitem der kleinere Teil seines Tanzuniversums. Celik ist vor allem als Tanzlehrer verschiedener Gruppen und Crews tätig. Rund 450 junge Tänzerinnen und Tänzer trainiert er zurzeit. „Mit zwei Gruppen bin ich gerade in den Meisterschaftsvorbereitungen“, berichtet der Obergrafschafter, der sich nach einem schweren Autounfall zum Tanzen zurückgekämpft hat.

Das sind die „S.o.B.“-Tanzgruppe in Schüttorf und die „Young Soldiers“ in Steinfurt. „Das macht mir total viel Spaß“, sagt Celik, der dafür die eigenen Ambitionen größtenteils zurückgeschraubt hat. Intensives Tanztraining steht bei ihm schon seit Jahren nicht mehr ganz oben auf der Agenda. „Dafür bleibt eigentlich keine Zeit“, so Celik, der sich beim Training mit seinen Gruppen und beim Tanzen in Clubs aber natürlich auch selbst viel bewegt. So sprang im vergangenen Jahr auch ein zweiter Platz bei den deutschen Tanzlehrer-Meisterschaften im Hip-Hop-Tanzen heraus.

Eine eigene Tanzschule ist sein Traum

Durch den Überraschungserfolg mit „BWnation“, das für die Vereinigung von schwarz (Black) und weiß (White) steht, rückt aber auch das gemeinsame Training mit seinen Kollegen etwas mehr in den Fokus. „Wir versuchen jetzt, regelmäßig zusammen zu trainieren. Je nachdem, wo wir eine Halle bekommen in Bad Bentheim, Rheine oder Münster“, berichtet Celik, der vor acht Jahren seine große Leidenschaft für das Hip-Hop-Tanzen entdeckte.

Sein großer Wunsch ist es, in Zukunft einmal ganz von seinem Hobby leben zu können. „Eine eigene Tanzschule wäre natürlich ein Traum. Davon träumt aber wohl jeder Tänzer“, sagt Celik, der die Sache realistisch sieht: „Dafür muss ich viel sparen und es muss alles zusammen passen.“ So bleibt es erst einmal bei der bisherigen Arbeitsteilung aus Stahl verkaufen und Tanzunterricht geben. Mit einer guten Platzierung beim Supertalent käme er seinem Traum wieder ein Stück näher.

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