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Slalom-Fahrerinnen machen wieder etwas Mut

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Christina Geiger fuhr in Flachau auf Rang acht - „eine respektable Leistung“, befanden die DSV-Funktionäre. „Aber es ist auch das, was sie schon seit Jahren eigentlichen bringen müsste.“ Foto: Marco Trovati

Solche Auftritte waren zuletzt selten: Beim Nachtslalom von Flachau zeigen die deutschen Slalomfahrerinnen einen leichten Aufwärtstrend. In der Vorbereitung auf die WM mache das Mut. Für die erweiterte Weltspitze fehlt den Athletinnen aber noch eine wichtige Eigenschaft.

dpa Flachau. Christina Geiger lehnte erleichtert auf ihren Skiern, von Fahrerin zu Fahrerin wurde das Grinsen in ihrem Gesicht breiter. Mit einem achten Platz beim Nachtslalom von Flachau sicherte sich die Allgäuerin nicht nur den Startplatz für die Weltmeisterschaft.

Nach unzähligen Rückschlägen und verpassten Chancen sorgten Geiger und ihre Teamkolleginnen am Dienstag endlich für ein wenig Zuversicht beim Deutschen Skiverband im Hinblick auf den WM-Höhepunkt im Februar in St. Moritz. Einen „Schritt nach vorne“ erkannte DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier und zollte den Fahrerinnen Anerkennung für das Rennen.

Seit dem Rücktritt von Maria Höfl-Riesch im Frühjahr 2014 ist der Slalom die Sorgen-Disziplin im DSV: Für vordere Weltcup-Ränge reichte es selten, Podien Fehlanzeige. Auch in Flachau war die Weltspitze um Siegerin Frida Hansdotter aus Schweden oder der überraschend nur drittplatzierten Weltmeisterin und Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin aus den USA noch ein Stück weg. Aber zumindest der „engagierte und couragierte zweite Durchgang“ (Maier) von Geiger und Co. macht Mut. „Das baut schon auf und gibt Selbstvertrauen“, sagte die Athletin.

Neben Geiger fuhren auch Lena Dürr (14.), Maren Wiesler (20.), Marina Wallner (23.) und Marlene Schmotz (27.) in die Punkte. „Das ist in der Vorbereitung auf die WM ein Pfund“, meinte der Sportdirektor. Jetzt gehe es darum, die mehr als einmonatige Weltcup-Pause im Slalom bis zur WM zum weiteren Formaufbau zu nutzen. Ein zufriedenstellender Abend lässt die Sorgen im DSV nämlich noch lange nicht verschwinden.

Die teils extremen Unterschiede zwischen Trainingseindruck und Rennen bringen Trainer und Verbandsbosse regelmäßig zur Verzweiflung. Was Dürr oder Geiger von den Besten der Branche am meisten unterscheide? „Es liegt am Killerinstinkt“, meinte Bundestrainer Markus Anwander. Sieg-Fahrerinnen wie einst Höfl-Riesch und aktuell Shiffrin stürzten sich immer mit 100 Prozent Risiko in die Tore. Nachdenken bremst. „Der Kopf verhindert, das Limit auszureizen“, sagte der Coach.

Das führt zu paradoxen Situationen. Dürr etwa raste zum Saisonstart in Killington überraschend auf den sechsten Platz und machte früh die Qualifikation für die WM klar. Statt danach befreit und ermutigt weiter zu attackieren, sprangen nur noch zwei 14. Plätze sowie die Ränge 21 und 25 heraus. „Ich weiß, dass viel mehr drin ist“, sagte sie in Flachau. „Es ärgert mich, dass ich es momentan nicht abrufen kann.“ Was genau hemmt sie denn bei einem Rennen im Vergleich zum Training? „Wenn ich es wüsste, würde ich es abstellen“, sagte Dürr.

Die Arrivierten müssen kontinuierlicher liefern, so sieht man das im DSV. Alpindirektor Maier erinnerte daran, dass man von Geiger „seit vielen Jahren schon hofft, dass der Knoten mal platzt“. Rang acht nun in Flachau sei „eine respektable Leistung. Aber es ist auch das, was sie schon seit Jahren eigentlichen bringen müsste.“

Sicher starten dürfen in St. Moritz nun Dürr und Geiger, die die DSV-Qualifikationskriterien durch ihre Weltcup-Ränge erfüllten. Die Verbandsbosse liebäugeln damit, Nachwuchsfahrerinnen wie Wallner oder Junioren-Weltmeisterin Elisabeth Willibald ebenfalls in die Schweiz mitzunehmen, vor allem aus perspektivischen Gründen. Auf der Suche nach Slalom-Siegfahrerinnen liegt der Fokus nämlich auf den Jüngeren.

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