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Steinerner Löwenkopf in Suddendorf gefunden

r Löwenkopf in Suddendorf gefunden
Ein Löwenkopf aus Sandstein hat verkehrt herum in dem Mauerwerk gesessen. Foto: privat
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  • Ein Löwenkopf aus Sandstein hat verkehrt herum in dem Mauerwerk gesessen. Foto: privat
  • Einen kunstvollen Fund machten die Arbeiter bei der Sanierung der Napoleonbrücke in Suddendorf. Foto: Konjer

Bei den Arbeiten an der Napoleonbrücke am Ohner Diek in Suddendorf ist ein steinerner Löwenkopf gefunden worden. Er hatte jahrzehntelang verkehrt herum in der Brücke geschlummert und gibt den Zuständigen nun Rätsel auf.

Suddendorf. Da staunten die Arbeiter nicht schlecht: Bei den Sanierungsarbeiten der Napoleonbrücke am Ohner Diek in Suddendorf haben sie einen steinernen Löwenkopf gefunden. Beim vorsichtigen Abtragen der oberen Schicht kam die Sandsteinskulptur zutage, die verkehrt herum in das Mauerwerk der Brücke eingelassen war. Jahrzehntelang saß sie dort unentdeckt. „So ein Fund ist nicht alltäglich“, meint Jan Lahuis, ehrenamtlicher Denkmalpfleger.

Ist der Löwe ein Schlussstein?

Der Löwenkopf sei sehr schön ausgearbeitet und könnte möglicherweise als Schlussstein, also an die höchste Stelle des Bogens, in die Brücke eingelassen worden sein. „Es war früher durchaus üblich, den Schlussstein mit einem besonderen Ornament zu versehen“, erklärt Lahuis.

Meistens sei der Schlussstein auch dem Herrscher gewidmet worden. Da die Brücke ungefähr 1793 entstand und auch den Namen Napoleonbrücke trägt, wurde schnell die erste Vermutung laut, dass der Löwenkopf Napoleon Bonaparte gewidmet sei und nach seinem Sturz der Löwenkopf einfach umgedreht wurde. „Das ist aber nicht sehr wahrscheinlich. Napoleons Wappen hat nie ein Löwe geziert“, sagt Bernhard Jansen, der unter anderem für Baudenkmale im Landkreis Grafschaft Bentheim zuständig ist. Er geht nach den ersten Fotos nicht davon aus, das in Suddendorf ein kleiner Schatz entdeckt wurde. „Wir werden versuchen, zu recherchieren, und werden den Stein auch untersuchen. Es ist allerdings kaum möglich das Alter von Steinen zu bestimmen“, sagte Jansen. Aufseiten der Denkmalpflege stehe man noch vor dem Rätsel, für wen der Löwe früher gebrüllt hat. „Wir werden auch Heimatforscher miteinbeziehen, die vielleicht Hinweise haben“, kündigt Jansen an.

Dass die Skulptur misslungen ist und der Stein einfach nur wiederverwertet wurde, was früher durchaus üblich war, schließt Jan Lahuis indes aus: „Der Löwenkopf ist gelungen.“

Zukunft für den Löwen

Zurzeit ist die Sandsteinskulptur zwischengelagert. „Möglicherweise wird er nach den Untersuchungen wieder in die Brücke eingesetzt“, sagt Elke Jobst vom Schüttorfer Tiefbauamt. Eine zweite Variante wäre es, einen Abdruck zu machen und diesen wieder in die Napoleonbrücke einzuarbeiten. „Sandstein kann verwittern, von daher ist das vielleicht eine Möglichkeit, um den Löwenkopf zu schützen“, meint Jobst. Das Original könnte stattdessen aufgearbeitet werden und an einem bekannten Platz ausgestellt werden: „Die Entscheidung dazu ist noch nicht gefallen, aber es gibt diese zwei Möglichkeiten.“

Abschluss der Arbeiten

Die Napoleonbrücke ist inzwischen fertig saniert und auch für den Verkehr wieder freigegeben. „Es fehlen nur noch Kleinigkeiten“, berichtete Jobst. Die Napoleonbrücke und auch die Weustenbrücke mussten saniert werden, da sie die schwere Last der Autos nicht mehr tragen konnten. „Für beide Sanierungen wurde Kosten von 120.000 bis 160.000 veranschlagt“, sagt Jobst.

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Die Meinung unserer Leser

1 Leserkommentar

1. | So ist es | Donnerstag, 12.01.2017 | 08:16 Uhr

Das Original gehört in das Bad Bentheimer Sandsteinmuseum und ein Abdruck sollte wieder in die Brücke eingearbeitet werden


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