Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
rating rating rating rating rating

Stoff-Großhändler Swafing will ganz nach Lohne

ßhändler Swafing will ganz nach Lohne
Durchs Stofflager führte Unternehmenschef Hans-Gerd Swafing am Donnerstag den CDU-Landtagsabgeordneten Reinhold Hilbers, der sich mit Vertretern seiner Partei ein Bild vom Standort in Lohne machte. Foto: Marc Rebel

Der Stoff-Großhändler Swafing will an seinem neuen Standort in Lohne erweitern. Die Firmenfläche soll von zwei auf fünf Hektar wachsen. Das bedeutet das Aus für den Standort in Nordhorn. Dort ist Swafing seit 1960 tätig.

Lohne/Nordhorn. „Uns braucht niemand“, sagt Hans-Gerd Swafing und überrascht mit diesem von einem Unternehmer eher selten zu hörenden Satz. Doch der Nordhorner hat recht. Es gibt weltweit unendlich viele Stoffhändler, die den Markt mit Ware überschwemmen. Um in diesem Haifischbecken bestehen zu können, muss man herausstechen und etwas Besonderes bieten. Das haben Großhändler Hans-Gerd Swafing und seine gut 70 Mitarbeiter verinnerlicht: „Wenn wir dazwischen wollen, müssen wir überzeugend sein.“

Um dafür gute Voraussetzungen zu schaffen, hat das Unternehmen vor zwei Jahren im Gewerbegebiet an der Autobahn 31 in Lohne eine Halle gebaut. Dort lagern in hohen Regalen auf 1200 Palettenplätzen durchschnittlich etwa zwei Millionen Meter Stoff. Swafings Mitarbeiter schneiden und verpacken diese Stoffe an zehn Doubliermaschinen in handliche Bahnen und Ballen, die europaweit an rund 4500 Stoffgeschäfte geliefert werden. An Privatkunden verkauft Swafing nicht. Viele Stoffe sind eigens für das Unternehmen entworfen worden und stammen zu 90 Prozent aus europäischer Herstellung.

ßhändler Swafing will ganz nach Lohne
Vor zwei Jahren bezog das Unternehmen Swafing im Gewerbegebiet an der A31 in Lohne neue Räumlichkeiten. Foto: Marc Rebel

Um den Überblick zu behalten und schnell auf Anfragen und Aufträge reagieren zu können, setzt Hans-Gerd Swafing auf eine ausgefeilte Technik und Logistik. „Hier fließen unglaublich viele Daten, auch wenn wir nicht da sind. Unsere Maschinen sind alle miteinander vernetzt, jede Stoffrolle wird mit einem Etikett versehen“, erklärt der Unternehmer. Auf diese Weise lassen sich die einzelnen Arbeitsprozesse auf Knopfdruck steuern. „Mein großes Vorbild ist Amazon“, betont Hans-Gerd Swafing. Die Ware schon auf den Weg schicken, bevor der Kunde sie ordert. Das lasse sich bei einer entsprechend hohen Anzahl an Kunden über bestimmte Logarithmen berechnen.

Die Nachfrage sei über die Jahrzehnte stetig gestiegen, berichtet Mitarbeiter Alfred Nistahl, der am 1. April seit 50 Jahren bei Swafing tätig ist. Einen Boom habe das Unternehmen 2010 zum Goldenen Jubiläum erlebt. Seitdem gehe es „steil bergauf“, sagt Alfred Nistahl, der lange Zeit im Außendienst tätig war. In diesen sieben Jahren sei die Mitarbeiterzahl von 35 auf 70 gestiegen. Heute erzielt Swafing einen jährlichen Umsatz von 19 Millionen Euro.

ßhändler Swafing will ganz nach Lohne
Die Doubliermaschine schneidet und faltet die Stoffbahnen, sodass sie als Ballen in den Verkauf gehen können. Foto: Andre Berends

Derzeit hat das Unternehmen drei Standorte. Neben der Lager- und Veredlungshalle in Lohne sind in Nordhorn an der Bentheimer Straße Verwaltung und Vertrieb angesiedelt. An der Marienburger Straße gibt es noch eine weitere Lagerhalle. Langfristig will Hans-Gerd Swafing die Standorte in Nordhorn aufgeben. Damit würde das im Jahr 1960 gegründete Unternehmen die Kreisstadt verlassen und ganz an den neuen Standort nach Lohne ziehen. Das dortige Firmengelände ist zwei Hektar groß und soll auf Dauer um drei Hektar erweitert werden. Die dafür benötigte benachbarte Fläche hat Hans-Gerd Swafing bereits reserviert, aber noch nicht gekauft. Dort sollen eines Tages dann Verwaltung und Vertrieb untergebracht werden.

Zur Zeit ist es so, dass die fertige Ware drei Mal am Tag nach Nordhorn geliefert und dort täglich zwei Mal von einem Paketdienst mit einem Lastwagen abgeholt und ausgeliefert wird. Die unmittelbare Nähe zur Autobahn 31 sei gar nicht mal ausschlaggebend für den Umzug von Nordhorn nach Lohne gewesen, erläutert Alfred Nistahl: „Die Voraussetzungen waren in Lohne schlichtweg besser. Nordhorn konnte uns ein solches Grundstück nicht bieten.“ Für den CDU-Landtagsabgeordneten Reinhold Hilbers, der Swafing am Donnerstag besucht hat, ist der Stoff-Großhändler „Schrittmacher und Botschafter“ für das Lohner Gewerbegebiet.

Karte

Diesen Artikel

bewerten

rating rating rating rating rating

weitersagen

  • Twitter
  • Facebook
Artikel versenden

sichern

Drucken

empfehlen

Die Meinung unserer Leser

0 Leserkommentare


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Mehr aus diesem Ressort

Neuenhaus bringt Stallbaukonzept auf den Weg

 bringt Stallbaukonzept auf den Weg

Der Samtgemeinderat Neuenhaus hat am Montagabend einstimmig beschlossen, sich ein Stallbaukonzept zu geben. Darin sollen sowohl die Interessen der Landwirte als auch die der übrigen Anwohner berücksichtigt werden. mehr...

Uelser Kirche wird für CD zum Tonstudio

rche wird für CD zum Tonstudio

Ein besonderes Konzert hat das deutsch-niederländische Gitarrenorchester der Musikschulen Niedergrafschaft und Borne am Sonnabend in der reformierten Kirche in Uelsen gegeben. Es wurden Tonaufnahmen für eine CD gemacht. mehr...

Neueste Top-Themen
Neueste
Heute meistgelesen
Heute gelesen
Soziale Netzwerke
  • GN-Online bei Facebook
  • GN-Online bei Twitter
  • GN-online bei google plus
E-Paper
  • GN-App im Apple-Store
  • GN-E-Paper als html5-Version
  • GN-App im Google-Play-Store
Jugendmagazin
Neueste