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Theaterwerkstatt plant Komödie im Herbst

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Wolfram Hörmeyer übernimmt als künstlerischer Leiter der Theaterwerkstatt Nordhorn im Herbst die Inszenierung einer Komödie. Wer danach die künstlerische Leitung übernimmt, ist zurzeit offen. Das Bild zeigt Hörmeyer 2012 bei der Gala „20 Jahre Theaterwerkstatt in Nordhorn“ im KTS, wo Auszeichnungen der besten Theaterproduktionen und der besten Haupt- und Nebendarsteller verliehen wurden. Foto: Kersten

Die Theaterwerkstatt konzentriert sich nach den jüngsten Turbulenzen wieder verstärkt auf das Theaterspiel: Unter neuer künstlerischer Leitung ist für Herbst eine Komödie geplant. Dazu werden Laiendarsteller gesucht.

Nordhorn. Zur Auswahl stehen Stücke der Autoren Neil Simon, Noah Haidel und Ray Cooney. Geprobt wird anfangs einmal pro Woche. Für das in der Kornmühle geplante Bühnenstück lädt die Theaterwerkstatt alte und neue Darsteller (auch ohne Bühnenerfahrung) am Mittwoch, 26. April, 19 Uhr, zu einem Treffen in die „Rampe“ direkt gegenüber der Kornmühle am Mühlendamm ein. Dort können sich alle Interessierten in eine Liste eintragen. Die Theaterwerkstatt weist darauf hin, dass es sich bei diesem Treffen um kein Casting handelt.

In der künstlerischen Leitung geht die Theaterwerkstatt mit einer neuen Kraft an den Start: Nachdem dem langjährigen Leiter Horst Gross vom Förderverein fristlos gekündigt worden war, übernimmt nun erst einmal mit Wolfram Hörmeyer ein erfahrener Theatermann die Regie für die Herbst-Komödie. Nach dem Bruch mit dem alten künstlerischen Leiter, der vom Verein offiziell mit der reduzierten öffentlichen Förderung begründet wird, steht zwischen Bühne und Gross vermutlich ein Rechtsstreit wegen wechselseitiger Forderungen ins Haus.

Vorerst nur eine Zwischenlösung

Völlig unbelastet von dem bisherigen Geschehen und der weiteren Entwicklung geht Hörmeyer an die Theaterarbeit. Der ehemalige Lehrer am Gymnasium Nordhorn gilt seit vielen Jahren als eine tragende Kraft des Laienspielensembles und hatte an der Schule „Darstellendes Spiel“ unterrichtet. Im Gespräch mit den GN machte Hörmeyer aber deutlich, dass er nicht beabsichtige, über die Regiearbeit im Herbst hinaus die künstlerische Leitung der Amateurbühne zu übernehmen.

Danach sei es offen, wie es an der Theaterwerkstatt weitergehe. Bis dahin seien vereinsintern noch viele Fragen zu beantworten. „Wir bringen jetzt erst einmal nur eine neue Produktion auf die Bühne und müssen abwarten, wie es sich entwickelt. Zurzeit steht noch alles in den Sternen“, sagt der 66-Jährige auch mit Blick auf die noch offenen wechselseitigen Forderungen zwischen Verein und altem Theaterchef.

Junge Leute fehlen im Ensemble

Bei der Komödie will der Verein erstmals verstärkt versuchen, möglichst viele Aufgaben auf viele Schultern zu verteilen, um Kosten einzusparen. Seien in der Ära Gross alle Fäden einer Produktion vom Regisseur gezogen worden, sollen die Mitglieder der Amateurbühne nun aus eigener Kraft verschiedene Aufgaben übernehmen. Dabei will sich Regisseur Hörmeyer vor allem auf die Inszenierung konzentrieren.

Schon jetzt weiß Hörmeyer, dass er für eine attraktive Komödie das Altersspektrum des Ensembles mit seinen rund 20 aktiven Theaterleuten erweitern muss. „Was uns stark fehlt, sind junge Leute zwischen 20 und 30 Jahre“, berichtet der pensionierte Lehrer – und hofft, dass auch Interessierte aus dieser Altersgruppe zum ersten Treffen am 26. April kommen.

Bekannt von der Band „G-Sox“

Auch wenn Hörmeyer, der seine Jugend in der Grafschaft verlebte, lieber selber auf der Bühne steht, bringt er für die Regiearbeit viele Voraussetzungen mit. Erste künstlerische Erfahrungen sammelte er im Bereich Musik. Als Gitarrist und Sänger war er unter anderem an der Gründung der Band „G-Sox“ beteiligt, die er unlängst wieder neu gegründet hat. Nach Studium und verschiedenen beruflichen Tätigkeiten im Bereich Sport und Fitness führte ihn der Weg zurück in die alte Heimat. Hier arbeitete er bis zu seiner Pensionierung als Lehrer für Sport und Biologie am Gymnasium Nordhorn.

Künstlerisch betätigte er sich neben der Musik auch im Bereich Theater. Bei der Theaterwerkstatt Nordhorn spielte er viele Hauptrollen in den unterschiedlichsten Stücken vom Drama bis zur Komödie. Zudem absolvierte er unter anderem auch beim Theaterpädagogischen Zentrum Lingen (TPZ) eine Ausbildung im Bereich Theaterpädagogik mit der Befähigung, „Darstellendes Spiel“ an der Schule zu unterrichten.

Proberäume gesucht

Grundlage des für Herbst geplanten Neustarts in der Bühnenarbeit bildet unter anderem der neue Kooperationsvertrag mit der Stadt, der unlängst vom Vorstand des Fördervereins der Theaterwerkstatt Nordhorn unterschrieben wurde (die GN berichteten). „Wir wollen weiterspielen, und wir müssen das Beste daraus machen“, hatte Vorsitzende Eva-Maria Göttig-Ennen gegenüber den GN zu dem neuen Vertrag gesagt, der die von der Stadt zum Anfang des Jahres aufgekündigte alte Kooperation beendete und etwa die Förderung und Nutzung von Kornmühle und „Rampe“ auf eine neue Basis stellt.

Wie Hörmeyer berichtet, sucht man zurzeit für die Herbst-Komödie nach geeigneten Probenräumen, da die Kornmühle laut Vertrag im Vorfeld der Aufführung nur noch zeitlich begrenzt zur Verfügung steht. Genau geregelt ist neben der Zahl der Proben auch die der Aufführungen. Der neue Vertrag beschränkt auch die Zuwendung der Stadt an den Förderverein pro Spielzeit auf 8000 Euro. Im Gegenzug wird eine Inszenierung mit Verwendungsnachweisen der Einnahmen erwartet. Zudem muss der Verein die Betriebskosten für die „Rampe“ tragen.

Vor vier Monaten hatte die Stadt Nordhorn den alten Kooperationsvertrag mit der Theaterwerkstatt für die Kornmühlen-Nutzung und zuvor bereits für die Bewirtung im Konzert- und Theatersaal gekündigt. Hauptvorwurf war eine nicht ordnungsgemäße Verwendung öffentlicher Mittel, was von der Theaterwerkstatt vehement bestritten wurde.

Nähere Informationen über die neuen künstlerischen Aktivitäten der Theaterwerkstatt erfolgen über den künstlerischen Leiter Wolfram Hörmeyer unter der Telefonnummer 05921 330492 und unter der E-Mail-Adresse wolframhoermeyer@ewetel.net.

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