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Viel Geld für Sanierung der Grundschule in Lohne

 für Sanierung der Grundschule in Lohne
Mit hintergründigem Humor nimmt Bürgermeister Manfred Wellen im Jahresauftaktgespräch mit den GN zu den wichtigsten Projekten des gerade begonnenen Jahres Stellung. Foto: Münchow

Zu den dicksten Brocken, die die Gemeinde Wietmarschen dieses Jahr stemmt, gehört die Sanierung der Grundschule Lohne. Dazu werden Kredite aufgenommen. Die Gemeinde will handlungsfähig bleiben, sagt Bürgermeister Wellen.

Wietmarschen/Lohne. In Politik und Verwaltung der Gemeinde Wietmarschen herrscht Einigkeit, dass die aus den 1960ern und 1970ern Jahren stammenden Gebäude der Grundschule im Ortsteil Lohne umfassend saniert werden müssen. Dazu müssen auch neue Räume geschaffen werden. Derzeit entwickelt ein Arbeitskreis Ideen, wie die Grundschule künftig aussehen kann. In diesem Jahr sollen für einen ersten Bauabschnitt 1,6 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Je nach Kostenbedarf sollen in den nächsten Jahren jeweils rund 800.000 Euro aus der Gemeindekasse in das Projekt fließen. Derzeit gibt es grobe Schätzungen der Gesamtkosten, die zwischen drei und fünf Millionen Euro liegen.

Klar ist aber nach den Worten von Bürgermeister Manfred Wellen schon, dass für dieses Projekt die Schulden der Gemeinde steigen werden. Man wolle weiteren Projekten nicht handlungsunfähig gegenüberstehen. Dennoch wollen die Wietmarscher den Abbbau des derzeit sieben Millionen Euro hohen Schuldenbergs nicht aus den Augen verlieren.

Bevölkerung wächst: Zum Jahreswechsel leben 12.489 Menschen in Wietmarschen. das sind 209 Personen mehr als im Vorjahr. Die Anzahl der Geburten ist zwar leicht auf 103 gesunken, liegt aber immer noch über den 76 Sterbefällen. Die Gemeinde wächst auch wegen der Zuzüge.

Grundstückspolitik ist in Wietmarschen immer ein Thema. Auffallend ist, dass von den 61 im vergangenen Jahr an private Häuslebauer verkauften Grundstücken, allein 26 im Ortsteil Wietmarschen liegen. Dieser Trend ist bereits im zweiten Jahr zu beobachten. Damit setzt sich laut Bürgermeister Wellen der Aufwärtstrend als attraktive Wohngemeinde fort. „Wietmarschen ist der schönere Ortsteil zum Wohnen“, sagt Wellen ihn Anspielung auf den ansiedlungsstarken Ortsteil Lohne. Derzeit gibt es noch 18 freie Grundstücke in Alt-Wietmarschen, Dazu soll das Areal „Möllendiek“ erweitert werden.

Bauplätze in bester Lage gibt es bald im Ortskern von Lohne. Die Gemeinde hat im vergangenen Jahr die Hofstelle Lüpken erworben. Hier können voraussichtlich 45 bis 50 Bauplätze ausgewiesen werden. Das Areal „Schafweg III“ liegt fast an der Hauptstraße mitten im Dorf. Obgleich das Baugebiet noch gar nicht ausgeschrieben worden ist, liegen im Rathaus bereits 90 Anfragen von Häuslebauern für einen der begeehrten Plätze vor.

Der Wirtschaftswegebau bleibt Dauerthema. Im vergangenen Jahr ist die Hermannstraße mit Hilfe von Zuschüssen ausgebaut worden. In diesem Jahr sind wieder 100.000 Euro im Haushalt veranschlagt. Die Hoffnung auf Zuschüsse bleibt.

Die Füchtenfelder hegen weiter die Hoffnung auf einen Dorfladen. In diesen tagen wertet die Dorfgemeinschaft eine Umfrage aus, mit der die Einwohner zu einem möglichen Engagement für einen Dorfladen befragt wurden. Dahinter steckt die Idee der Gründung einer Genossenschaft. Ob und wie es weitergeht, ist jedoch derzeit noch offen. „Die Dorfgemeinschaft in Füchtenfeld kann große Dinge bewegen“, betont Bürgermeister Wellen und verweist auf die Organisation des jüngsten Weihnachtsmarktes, der „mindestens so groß wie der in Lohne und Wietmarschen“ gewesen sei.

In Wietmarschen wird das zentrale Thema dieses Jahres die Fortführung der Gestaltung des Ortskerns sein. Nachdem die Zuschussfragen geklärt sind, soll nach den Worten von Wellen „endlich mit dem Bau begonnen“ werden. Der Zeitplan der Arbeiten wird mit der Kirche abgestimmt, um die Wallfahrt nicht zu stören. Die aktuelle Kostenschätzung für dieses Projekt, so der Bürgermeister, liegt bei etwa 680.000 Euro.

In Lohnerbruch ist die Brücke am Brookweg bereits saniert worden. Jetzt soll bei passender Witterung der Asphalt aufgebracht werden. Hier war es zu Verzögerungen gekommen. Im gleichen Zug soll ein Teilstück der Lohnerbrucher Straße saniert werden, dort war es zu Schäden durch Baumwurzeln gekommen.

Für die Asylbewerber steht nach Ersthilfe und Unterbringung der vergangenen Jahre jetzt die Integration im Mittelpunkt der Bemühungen. Derzeit leben etwa 140 Asylbewerber in der Gemeinde Wietmarschen, weitere 40 sind angekündigt. „Die Wohnraumsituation ist sehr gut gelöst worden in unserer Gemeinde, wir mussten keine Turnhallen schließen oder Menschen in unwürdigen Räumen unterbringen“, betont Manfred Wellen und bedankt sich ausdrücklich bei den vielen ehrenamtlichen Helfern, ohne die man es nicht geschafft hätte. Wegen der zurückgehenden Flüchtlingszahlen ist die Wohnraumsituation im Augenblick entspannt. Für Leerstände bei noch laufenden Mietverträgen kommt derzeit noch der Landkreis auf. Daher gibt es für diesen Bereich unterm Strich auch noch kein Minus in der Gemeindekasse.

Für das Verwalterhaus im Stiftsbereich arbeiten Heimatverein und Kirche an einer Überarbeitung der Dauerausstellung. Aktuell wird unter Federführung von Dr. Andreas Eiynk vom Lingener Heimatmuseum eine Ausstellung zum Reformationsjubiläum erstellt. Die Gemeinde Wietmarschen unterstützt das mit einem Zuschuss von 10.500 Euro. Zudem bilden Heimatverein und Kirche kundige Ehrenamtler aus, die Gäste des Wallfahrtsortes künftig durch die Ausstellungen führen sollen. Das dient der touristischen Entwicklung des Ortes. Das Verwalterhaus nutzt der Heimatverein auch als Ort für ein kleines Museum.

Weitere Aufgaben gibt es viele, angefangen vom Ausbau der Kreuzung Westring/Fledderstraße über eine Verbesserung des Kreisels beim Hotel Lüken bis zur Beruhigung der Ortsdurchfahrt Wietmarschen.

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