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Vorwärts: Kunstrasen-Projekt gedeiht im Eiltempo

 Kunstrasen-Projekt gedeiht im Eiltempo
Zwei Vorsitzende mit Plan: Johann Büngeler (links) und Gerhard Snieders treiben mit ihren Vorstandskollegen beim SV Vorwärts die Umwidmung eines Rasenplatzes in ein Kunstrasenfeld voran. Foto: Hartlef

Nach einem Winter mit vielen Spielausfällen und schlechten Trainingsbedingungen war klar: Ein Kunstrasenplatz muss her. Ein Geldgeber knüpft seine Zusage daran, dass das Vorhaben noch in diesem Jahr umgesetzt wird.

fh Nordhorn. Spielausfälle, eingeschränkte Trainingsmöglichkeiten, Ärger und Frust bei den Fußballern – das soll es beim SV Vorwärts künftig nicht mehr geben. Der mit 3240 Mitgliedern größte Grafschafter Sportverein wird voraussichtlich am 2. August mit dem Bau eines Kunstrasenplatzes auf dem der Stadt Nordhorn gehörenden Vereinsgelände am Immenweg beginnen. Einer entsprechenden Empfehlung des Sportausschusses hat der Verwaltungsausschuss bereits zugestimmt. Und in dieser Woche brachte der Vereinsvorstand um Gerhard Snieders (1. Vorsitzender), Johann Büngeler (2. Vorsitzender) und Gisela Snieders (Geschäftsführerin) auch die Verhandlungen mit den Baufirmen zu Ende. Ergebnis: Die Erdarbeiten erledigt das Nordhorner Straßen- und Tiefbau-Unternehmen Bernsen. Den Kunstrasen verlegt die belgische Firma Domo Sports Grass. Das Ingenieurbüro Wolfgang de Reuter aus Altenberge, das auch das Bodengutachten erstellte, begleitet die Arbeiten als neutraler Sachverständiger. Die veranschlagten Kosten belaufen sich nach Vereinsangaben auf etwa 450.000 Euro. Läuft alles nach Plan, soll bereits im Oktober auf dem Kunstrasenbelag mit der Bezeichnung „Domo Varioslide S Pro“ trainiert und gespielt werden können.

„Das ist ein wahnsinnig ehrgeiziges Ziel“, sagt Gerhard Snieders. Schließlich entstand die Idee erst im März, als reihenweise wegen schlechter Platzverhältnisse Spiele abgesagt worden waren. Vor allem die Landesliga-Mannschaft, das sportliche Aushängeschild des Vereins, war betroffen. „Wir waren ja mit bis zu sechs Spielen im Rückstand“, sagt Snieders, und vermutet, dass andernfalls für den Aufsteiger noch mehr als Platz fünf drin gewesen wäre: „Das hat uns die Meisterschaft gekostet.“

Dass der Verein bei der Umsetzung aufs Tempo drückt, hat einen triftigen Grund. Der Initiator des Projekts, der auch als Geldgeber auftritt, den Begriff Investor nicht hören mag und seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will, hat seine Zuwendungen davon abhängig gemacht, dass der Kunstrasenplatz noch in diesem Jahr zur Verfügung steht. So geht es aus der Beschlussvorlage für den Sportausschuss hervor. Das setzte alle Beteiligten unter Zeitdruck. Doch letztlich hat der SV Vorwärts unter Federführung von Gisela Snieders alle erforderlichen Anträge und Formalitäten mit Stadt, Landkreis und Landessportbund (über den Kreissportbund) eingereicht und bewilligt bekommen.

Die Kalkulation des Vereins für das 450.000 Euro teure Projekt sieht so aus: 230.000 Euro steuern der Investor, andere Sponsoren und der Verein durch Eigenleistungen bei. Der Verein rechnet mit einem Sponsorenpool von 130 Firmen und Privatleuten. Die restlichen 220.000 Euro sind bei der Stadt als Festbetragsförderung abzüglich eventueller Förderungen von Landkreis (derzeit 40.000 Euro) und LSB (Betrag offen) beantragt. Weil der Vorwärts-Kunstrasen auf der Prioritätenliste der städtischen Sportstättenleitplanung allerdings weit hinten eingeordnet wird, gibt es das Geld – sofern es bewilligt wird – wohl frühestens in zehn bis zwölf Jahren. So steht es in den Unterlagen für den Sportausschuss.

Geht diese Kalkulation auf, fließt am Ende kein einziger Euro aus der Vereinskasse in den Kunstrasenplatz. Allerdings muss die Vorfinanzierung für die beantragten Fördermittel in Höhe von 220.000 Euro gestemmt werden. Doch auch das hat der Vorstand schon erledigt: „Die Finanzierung ist sichergestellt über die Schienen Vorfinanzierung, Sponsorenpool und Eigenleistung“, sagt Gisela Snieders. Sollten weder Stadt, Landkreis noch Landessportbund Fördermittel locker machen wollen, ist auch dafür vorgesorgt. Dann, so steht es in der einstimmig beschlossenen Vorlage für den Sportausschuss, „übernimmt der Investor sämtliche Kosten für die Maßnahme. Eine entsprechende Bürgschaft des Investors liegt der Verwaltung vor.“

Aber auch sonst spricht einiges für einen Kunstrasenplatz am Immenweg. Die Bedingungen, das im Vereinsjargon „Platz 4“ genannte Rasenrechteck inklusive einer angrenzenden kleineren Trainingsfläche für Jugendteams in eine gut 9000 Quadratmeter große Kunstrasenfläche umzuwandeln, sind ideal: Das Bodengutachten fiel positiv aus; eine Umzäunung ist ebenso vorhanden wie eine Flutlichtanlage. Der „sportfachliche Bedarf“, wie es im Amtsdeutsch heißt, ist gegeben. Auf Basis der bislang vorhandenen Spiel- und Trainingsflächen hat die Berechnung der Stadt ergeben, dass den 48 Fußballmannschaften des Vereins rund 1000 Stunden der benötigten Nutzungszeit fehlen. Da ist ein bei fast jeder Witterung zu bespielender Kunstrasen eine große Hilfe und ein wichtiger Beitrag zur sportlichen Weiterentwicklung: „Vereine ohne Kunstrasen sind benachteiligt gegenüber Vereinen, die einen haben“, erklärt Johann Büngeler. Am fehlenden Kunstrasen liegt es jedenfalls nicht mehr, wenn der SV Vorwärts in der anstehenden Landesligasaison nicht Meister werden sollte.

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