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19.03.2017ratingratingratingratingrating

Vorwärts Nordhorn beim 0:0 ohne nötige Präzision

Nordhorn beim 0:0 ohne nötige Präzision

Am Ball tritt Vorwärts-Flügelstürmer Tobias Daalmann (links) im Friesoyther Strafraum vorbei. Die Nordhorner mussten sich wegen ihrer Nachlässigkeiten in der Offensive mit einem 0:0 begnügen. Fotos: Wohlrab

Im dritten Auftritt auf dem neuen Kunstrasen gewannen die Nordhorner in der Fußball-Landesliga erstmals nicht. Gegen Hansa Friesoythe fehlte am Sonntag die Genauigkeit.

Nordhorn. Um im Fußball aus einem normalen Augenblick einen entscheidenden Moment zu machen, muss alles passen: Timing, Technik, Einsatz und Präzision. Wie es ist, wenn es mal wieder bei einem dieser Faktoren nicht stimmt, mussten die Spieler im umkämpften Duell zwischen Vorwärts Nordhorn und Hansa Friesoythe am Sonntagnachmittag leidvoll erleben.

Beide Teams bemühten sich nach Kräften. „Es war ein sehr intensives Spiel mit hohem Tempo“, bestätigte Vorwärts-Trainer Henning Schmidt. Aber vor dem Tor haperte es immer beim letzten Pass, das entscheidende Dribbling gelang nicht – oder das Aluminium stand im Weg. „Wir haben es einfach verpasst, die richtigen Lösungen zu finden“, ärgerte sich Schmidt, der mit dem torlosen Unentschieden gegen einen starken Gegner aus Friesoythe allerdings gut leben konnte: „Unter dem Strich sind wir mit dem Punkt zufrieden“, sagte er.

Die Anfangsphase gehörte den Gästen, die sich bissig in den Zweikämpfen zeigten und die Vorwärts-Deckung zu ungewohnten Fehlern im Spielaufbau zwangen. Bereits in der zweiten Minute schickte Gerrit Thomes seinen Teamkollegen David Jahdadic steil und der Stürmer traf mit seinem Abschluss die Oberkante der Latte. Auf der anderen Seite bot sich für Jannis Staelberg nach guter Vorarbeit von Joshua Sausmikat eine Doppelchance: Erst scheiterte er mit seinem Flachschuss an Hansa-Keeper Dennis Panzlaff, dann streichelte er den zweiten Versuch aus spitzem Winkel vorbei (14.).

Und die Präzision reichte auch nicht beim Versuch von Florian Müller, der es mit einem Dropkick versuchte: Die Kugel prallte aus 20 Metern gegen den rechten Außenpfosten (28.). Vorwärts spielte eine gute Viertelstunde zur Mitte des Durchgangs, doch je näher die Pause rückte, desto mehr drehte Friesoythe wieder auf: Kevin Landgraf scheiterte an Nordhorns Keeper Nico Prieto-Falk und Ruben Ruiz Cano setzte den Abpraller per Kopf neben das leere Tor (40.).

Das, was vor dem Seitenwechsel nicht gelang, klappte auch nicht in der zweiten Hälfte. Wieder marschierten beide Mannschaften bei jeder Gelegenheit nach vorne – und immer wieder passte etwas nicht, um doch das Tor zu machen: Für die Nordhorner setzte Chris Schippers seinen Versuch mit der Innenseite nach einer Flanke von Niklas Fraatz weit drüber (67.). Und der Querpass von Lucas Völkerink bei einem Zwei-gegen-eins-Konter blieb an der Hacke des einzigen noch verbliebenen Hansa-Verteidigers hängen (71).

In der Abwehr blockte Völkerink danach mit einer tollen Grätsche den Schuss von Kevin Landgraf (77.).

„Wir können auch nicht jeden Gegner wegballern“, sagte Vorwärts-Trainer Henning Schmidt nach dem ersten Punktverlust auf dem neuen Kunstrasen im dritten Spiel.

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