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21.04.2017ratingratingratingratingrating

Wer bleibt dran am Spitzenreiter?

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Den gegnerischen Keeper haben die VfL-Kicker, hier Marco Löffler, zuletzt regelmäßig überwunden.Foto: Wohlrab

Die besten Grafschafter Fußball-Bezirksligisten treffen am Sonntag im Verfolgerduell aufeinander. Während der VfL Weiße Elf noch Meister-Hoffnungen hat, sieht sich Schüttorf 09 nur noch als Außenseiter im Titelrennen.

Nordhorn. Der große Gewinner des Osterwochenendes in der Bezirksliga heißt Blau-Weiß Papenburg. Der Spitzenreiter löste die schweren Aufgaben in den Heimspielen gegen Lohne und Schüttorf mit zwei Siegen und hat nun einen komfortablen Vorsprung auf die Konkurrenten im Titelrennen. Der VfL Weiße Elf liegt vier Punkte zurück, der FC Schüttorf 09 schon sieben Zähler – und die beiden Grafschafter Mannschaften nehmen sich im direkten Duell am Sonntag um 14 Uhr am Ootmarsumer Weg auch noch gegenseitig die Punkte ab.

„Ich weiß, dass wir gewinnen und an Papenburg dranbleiben wollen“, gibt sich VfL-Spielertrainer Dennis Brode aber weiterhin kämpferisch. Die Nordhorner haben noch das direkte Duell mit dem Spitzenreiter im Hinterkopf, das Mitte Mai in Nordhorn ansteht. Um bis dahin aber nicht den Anschluss zu verlieren, muss das Team die eigene Erfolgsserie gegen Schüttorf fortführen: Seit elf Partien sind die Nordhorner ohne Niederlage, gewannen zuletzt mit 4:3 in Gildehaus. „Wir haben aus diesen elf Spielen 31 Punkte geholt – aber nur drei Punkte auf Papenburg gutgemacht“, verdeutlicht Brode, dass sich auch der Tabellenführer nur selten Ausrutscher leistet, was die Sache für den VfL Weiße Elf deutlich schwerer macht.

Nach Wochen der Zurückhaltung in Bezug auf die Meisterschaft und den damit verbundenen Landesliga-Aufstieg geben sich die Nordhorner inzwischen kämpferisch und angriffslustig – auch dank der stattlichen Erfolgsserie. „Wenn ich jetzt noch sagen würde, dass wir Zweiter werden wollen, wäre ich doch bescheuert“, meint Brode.

Etwas anders ist die Lage bei den Schüttorfern. „Ich glaube nicht, dass sich Papenburg und Weiße Elf noch einen Einbruch leisten“, hat 09-Trainer Michael Schmidt das Thema Meisterschaft abgehakt. „Es gibt zwar noch eine kleine Chance für uns, aber realistisch ist das, glaube ich, nicht mehr“, fügt er hinzu. Kritisch betrachtet Schmidt vor allem die Personallage bei den Schüttorfern, die in Nordhorn neben den vielen Verletzten auch auf die gesperrten Hanjo Prondzinski und Daniel Befort verzichten müssen. „Zum ungünstigsten Zeitpunkt der Saison“, stöhnt Schmidt, der zusammenfasst: „Das ist schon eine harte Nummer für uns.“ Der 09-Coach wird als Ersatz auf Spieler aus der zweiten Mannschaft und der Jugend zurückgreifen.

Weitere Bezirksliga-Spiele

Union Lohne – Concordia Emsbüren (So., 14.30 Uhr). Das Osterwochenende hat den Lohnern nur einen Punkt aus den zwei Spielen beschert. Damit hat sich das Team aus dem Titelrennen der Fußball-Bezirksliga verabschiedet. „Es geht jetzt nur noch um Papenburg oder Weiße Elf. Der Rest ist raus – wir auch“, sagt Union-Trainer Ralf Cordes, der gesteht, dass es für sein Team nur noch um die „goldene Ananas“ geht. „Aber wir werden nichts hergeben, denn wir spielen noch gegen viele Mannschaften, die im Abstiegskampf stecken“, verspricht er. Die Emsländer aus Emsbüren sind solch eine Mannschaft, sie stehen aktuell auf dem drittletzten Platz. Gegen Concordia will Cordes, dass seine Truppe trotz der zwei sieglosen Auftritte an die Spielweise aus den Auswärtspartien anknüpft. „Denn die war zwei Mal ordentlich. Das Team hat sich gut gewehrt“, meint der Lohner Trainer.

SV Meppen II – TuS Gildehaus (So., 15 Uhr). Ein ganz wichtiges Spiel steht für den TuS am Sonntag an. „Der Druck für uns wird ein bisschen größer“, sagt Gildehaus-Trainer Wolfgang Schmidt und erklärt: „Der Vorsprung vor den unteren Plätzen ist kleiner geworden.“ Drei Punkte sind die Abstiegsränge noch entfernt – und ähnlich brenzlig ist die Lage für die Meppener, die einen Zähler weniger als die Gäste auf ihrem Konto haben. „Ich denke, dass Meppen das Team auf keinen Fall absteigen lassen will“, rechnet Schmidt damit, dass die Emsländer Verstärkung aus der Ersten bekommen werden. „Es wird nicht einfach“, meint der TuS-Trainer, der wieder auf Anas Alhelou und Sven Brandt zurückgreifen kann.

SV Eintracht TV Nordhorn – Blau-Weiß Dörpen (So., 15 Uhr). Die Ergebnisse der Nordhorner unter ihrem neuen Trainer Zoran Milosevic stimmen: Das 5:1 am Ostersonnabend beim SV Wietmarschen war der fünfte Sieg im sechsten Auftritt des Jahres 2017. „Wir spielen aber nur gut, wenn wir auch gut trainiert haben“, meint Milosevic und deutet an, dass es bei diesem Thema noch Luft nach oben gibt. „Wir haben ohnehin schon wenig Leute im Kader und beim Training fehlen immer wieder welche“, erklärt er und berichtet von Übungseinheiten mit nur acht Akteuren. „Die fitten Leute bei uns müssen für die, die nicht so oft trainieren, mitarbeiten“, ärgert sich Milosevic über die Voraussetzungen. Doch die sollen sein Team trotzdem nicht vom nächsten Dreier gegen Dörpen abhalten. „Ich will, dass die Mannschaft guten Fußball zeigt und das Spiel gewinnt“, sagt Milosevic.

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