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Zahlen, Unterhaltung und Gespräche in Schüttorf

In der Mensa der Schüttorfer Oberschule kamen am Sonntag viele Bürger aus der Samtgemeinde zusammen. Stadtdirektor Manfred Windhaus und der neue Bürgermeister Jörn Tüchter blickten dabei zurück und voraus.

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Neujahrsempfang Schüttorf

Schüttorf. Ansprachen und Unterhaltung, Gespräche und Neujahrskuchen, Zahlen und Anekdoten – in entspannter Atmosphäre ging am Sonntagvormittag in der gut besuchten Mensa der Oberschule der Neujahrsempfang der Samtgemeinde Schüttorf über die Bühne. Nach einem musikalischen Vortrag von Tabea Casimir am Klavier eröffnete Samtgemeindebürgermeister Manfred Windhaus den offiziellen Teil der Veranstaltung, die für zahlreiche Bürger zu einer festen Tradition am Anfang des Jahres geworden ist.

Windhaus hatte viele Zahlen und eine Botschaft im Gepäck. „Uns geht es in Schüttorf gut. Wir sollten auch weiterhin besonnen und gelassen bleiben“, sagte der Samtgemeindebürgermeister angesichts der Aufgaben und Herausforderungen in 2017. Windhaus begann seine Rede auch mit persönlichen Anmerkungen. Zu der großen Zahl an Prominenten, die im vergangenen Jahr gestorben waren, gehörten mit David Bowie und Hans-Dietrich Genscher auch zwei Größen, die Windhaus selbst in Schüttorf erlebt hatte.

Nach einer Schweigeminute widmete sich der Stadtdirektor der Entwicklung seiner Heimatstadt. Die Zahlen sind auf vielen Feldern beeindruckend. Die Wirtschaft in Schüttorf brummt. So erreichten die Gewerbesteuern mit 8,84 Millionen Euro im vergangenen Jahr einen neuen Rekordwert. Windhaus warnte aber auch davor, deshalb „Luftschlösser“ bauen zu wollen. Denn auch so kämen auf Stadt und Samtgemeinde schon hohe Ausgaben zu. Investitionen in die Schulstandorte, die Kindergärten, in die Straßensanierung und das Wasserkanalnetz summieren sich schnell zu Millionensummen.

So werden zusammen mehr als zwei Millionen Euro für die Sanierung der Oberschule und der Grundschule auf dem Süsteresch veranschlagt. Die Schaffung neuer Krippenplätze beim Kindergarten an der Mauerstraße und Umbauarbeiten beim Rüskau-Kindergarten schlagen mit mehr als einer Million Euro zu Buche. Weitere Investitionen in Baugebiete und Infrastruktur kündigen sich ebenfalls bereits an. Nach dem Ablauf der zweiten Stufe der Innenstadtsanierung will sich Schüttorf im Sommer für eine neue Förderperiode zur Stadtsanierung (ISEK) bewerben. Diese Entscheidung könnte auch den Standort des neuen Bürger- und Kulturzentrums beeinflussen.

Auch die anderen Zahlen zeigen, dass sich Stadt und Samtgemeinde auf Wachstumskurs befinden. So wuchs die Zahl der Einwohner in der Stadt binnen Jahresfrist von 13.030 auf 13.179, die Samtgemeinde legte von 15.929 auf 16.091 zu. Auch die Zahl der Geburten (127) und Hochzeiten (78) steigt.

Hausgeburt auf dem Land

Über eine Geburt in einer Schüttorfer Landgemeinde freute sich Windhaus dabei besonders. Dank einer Hausgeburt wurde mit Alison zum ersten Mal seit vielen Jahren eine echte „Schüttorferin“ geboren.

Dass Schüttorf eine Stadt der Vielfalt ist, macht die Zahl 71 deutlich. So viele verschiedene Nationalitäten leben dort. Die größte Gruppe stellen dabei mit 27 Prozent die Holländer vor Türken und Syrern. Gerade bei der Bewältigung des Flüchtlingszustroms dankte Windhaus den zahlreichen Ehrenamtlern und den Mitarbeitern der Verwaltung. Der Samtgemeindebürgermeister gab auch bekannt, wie viele Flüchtlinge der Stadt in diesem Jahr zugewiesen werden sollen. Nach 95 Asylbewerbern im vergangenen Jahr steigt die Zuweisungsquote auf 127. „Ob es wirklich so kommt, wird sich zeigen. Viel hängt von der politischen Weltlage ab“, erklärte der Samtgemeindebürgermeister, der zum Abschluss noch für die neue „Schüttorf-App“ auf dem Smartphone warb.

Während Windhaus bereits in den vergangenen Jahren eine Neujahrsansprache gehalten hatte, betrat Jörn Tüchter Neuland. Der Nachfolger von Thomas Hamerlik als Bürgermeister der Stadt meisterte diese Aufgabe aber gekonnt. Gleich zu Beginn brach Tüchter beim Publikum das Eis mit zwei Fragen, die ihm nach seinem Amtsantritt in den vergangenen Wochen oft aufgestellt wurden. Erstens: „Wer ist denn der Typ?“ Und darauf folgend: „Welcher Tüchter?“ Zur Erheiterung der Zuhörer spulte der neue Bürgermeister seinen halben Stammbaum ab.

Anschließend zeigte Tüchter auf, wo er in den kommenden Jahren Prioritäten setzen möchte. Ein entscheidender Baustein ist für ihn das Bürger- und Kulturzentrum. Denn Kultur sei ein wichtiger weicher Standortfaktor. Außerdem will er sich für bezahlbaren Wohnraum einsetzen und dafür, „den Dornröschenschlaf der Schüttorfer Wohnungsbau-gesellschaft zu beenden“. Aber auch die Probleme von Menschen mit Behinderung in der Stadt sollen auf die Agenda.

Nach den beiden Rednern gehörte die Bühne dem Artisten Dino Lampa. Der Italiener kann auf jahrelange Bühnenerfahrung zurückblicken – und wusste so auch das Publikum in der Oberschule schnell auf seine Seite zu ziehen. Bei seinen Jonglage- und Artistik-Einlagen bezog er gleich mehrere Schüttorfer mit ein. So bekam auch seine Assistentin „Maria“ verdienten Applaus.

Nach dem offiziellen Teil nutzten viele Bürger bei Neujahrskuchen und Getränken die Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen. Ein beliebter Gesprächspartner war dabei Heiko Brüning. Der Nordhorner wird ab dem 1. Februar das Stadtmarketing übernehmen und stellte sich beim Neujahrsempfang interessierten Bürgern schon einmal informell vor.

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